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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Montag, 2. Januar 2012

If you are going to San Francisco

Sonntag, der 11. September 2011


Nun ist die Reihe an mir, einen Gastbeitrag zu diesem Blog zu verfassen. Barbara hatte zwar vorgeschlagen, dass ich im August zu Besuch komme, wenn sie auf Tagung ist, damit Andi mit den beiden kleinen Damen nicht allein zu Hause sein muss, aber wegen vielen Umständen war der September für mich der günstigere Termin.
So setze ich mich früh morgens am Sonntag, den 11. September (ja, am 10. Jahrestag der Twin Towers Attacke!) in den Flieger und mache mich über Island, Grönland und Kanada auf nach San Fransisco. Diese Flugroute bietet bei gutem Wetter unglaublich tolle Aussichten auf Landschaften, die man sonst nur im Fernsehen zu sehen bekommt. Und dank einer angenehmen Sitznachbarin, die mir eine ganz Reihe gute Ausflugstipps gibt, gehen die 10 Stunden Flug auch schnell rum.

Und dank Zeitverschiebung komme ich ja nur wenige Stunden später an, als ich losgeflogen bin, nämlich zur besten Mittagszeit. Leider kommt kurz vorher ein Flieger aus dem Indisch-Pakistanischen Raum angeflogen und entlädt seine Insassen. Da ja alle Touristen aufs genaueste geprüft, fotografiert, vermessen und befragt werden, dauert es dann über eine Stunde, bis ich endlich durchschlüpfe und amerikanischen Boden betrete. In der Zwischenzeit warten Babs, Kim, Kira und Andi geduldig.


Dafür ist das Wiedersehen, von Barbara mit der Kamera begleitet, umso herzlicher. Hier eine kleine Dramatisierung.


Wegen der fortgeschrittenen Zeit gehen wir dann auch erstmal was essen: Wir steuern in Pacifica einen Chinesen an, wo mich inbesondere die im Aquarium lebenden Krustaceen begeistern, denn die schauen ihren Essern beim essen zu. :)
(Barbara: Die Asiaten scheinen besonders viel Wert auf frische Meeresfrüchte zu legen.
Kira und Kim mögen Chinesisches Essen ganz gerne und picken sich den Brokkoli überall heraus.)


Anschließend brauchen wir etwas frische Luft und steuern die Steilküste an, die nur wenige Schritte vom chinesischen Restaurant entfernt liegt.
Der Abstieg erweist sich als schwierig - vor einiger Zeit muss ein Teil der Steilkütsche abgerutscht sein, unten wurden dann große Gesteinsbrocken aufgehäuft, um das Schlimmste zu verhindern. Mit den Kleinen kommt man also nicht sicher an den Strand...




Wir kehren also kurz vor dem Ziel um und entscheiden uns zu etwas anderem. Aber nicht ohne, wie für Rauschen-Männer üblich, erstmal darüber eingehend zu beratschlagen und weise Sprüche auszutauschen.



Aber hier ist nunmal nichts zu machen. Also setzen wir uns wieder in das Lincoln Towncar. Babs und Andi haben über dieses Auto ja schon viel geschrieben, aber selbst mal drin zu sitzen schlägt einfach alles. Tolle Kiste! Leider darf ich sie nicht fahren - aus versicherungstechnischen Gründen verzichten wir darauf. Daher ist Andi die nächsten Tage dazu "verdammt", mich in der Gegend herumzukutschieren - was er mit kalifornischer Coolness sehr souverän macht! Und nebenbei lerne ich von ihm viele kleine Details, sowohl über das Autofahren in den Staaten, als auch über viele andere Dinge, die man so erlebt und erfährt, wenn man als Deutscher in den Staaten lebt.

Andi: Im Gegensatz zu den deutschen Kfz-Versicherern, die das Auto versichern, ist in den USA die Kfz-Haftpflicht (liability insurance) als auch die Kasko (comprehensive insurance) für die Fahrer gültig. Dies hat aber den Vorteil, dass sich eine so versicherte Person in jeden in den USA registrierten Wagen setzen und fahren darf. Da wir für unser Towncar keine comprehensive insurance abgeschlossen haben (kostet im Vergleich zum Wagenwert zu viel) mussten wir für den Mietwagen an der Ostküste diese 'nachkaufen'.

Wir machen eine erste Tour durch San Francisco. Die Stadt sieht einfach toll aus und hat viele interessante An- und Aussichten zu bieten. Der Golden Gate Park, der sich mehrere Kilometer durch die Stadt zieht, ist besonders imposant. Sowas kennt man ja von unseren Großstädten gar nicht.
Der Park endet an einer Seite direkt am Pazifik - hier gehen wir an den Strand und genießen Sonne, Sand und Meer.

In den Dukes Klamotten, insbesondere der Mütze, werde ich überall für einen Tigers Fan gehalten und als solcher angesprochen. Ein Spiel, das ich gerne mitspiele...

Zum ersten Mal die Füße im Pazifik!

Es braucht ein wenig Geduld und Überredungskunst, K&K vom Strand wieder wegzubekommen. Andi und Babs holen an einer Tankstelle noch eine Runde Kaffee. Dann setzen wir unsere Reise durch San Francisco weiter, verfahren uns auf dem Weg zur Golden Gate Bridge kurz, und machen dann die Nordbay Runde über die GGB und die Richmond-San Rafael Bridge im Norden auf zur anderen Seite der Bay, nach Albany.
Dort angekommen muss ich erstmal meiner Rolle als Drogenkurier gerecht werden, und die eingeschmuggelten Geschenke und Mitbringsel verteilen.

Der längste Tag meines Lebens fordert Tribut, und nach einem Pinnchen guten Öcher Printenlikörs bin ich bereit fürs Bett.

Barbara: Stefan hat mir netterweise den Lambertz-Likör mitgebracht, den wir gegen den Weinhaus Lesmeister-Likör von Anjali testen. Aber die deutlich höhere Prozentzahl des neuen Likörs (35 % zu 20 %) macht die Favoritenwahl doch etwas anstrengend.
Wir halten Stefan möglichst lange wach, damit er gut durchschlafen kann, da das angeblich den Jetlag verkürzt. Ein Flug nach Westen ist auch immer angenehmer als nach Osten, da der Tag nur länger wird und man sich wegen des verlängerten Tageslichts besser umgewöhnen kann.

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