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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Samstag, 21. Januar 2012

Campus Berkeley und Abreise

Donnerstag, der 22. September

Für den letzten Tag hat sich Barbara wieder etwas besonderes überlegt: nachdem ich den Campus nur vom drüberfahren kenne, steht für heute ein Spazierganzg über das Gelände der Universität an. Zunächst also erstmal Routine, den Morgen genießen und Kim und Kira in die Preschool bringen, Einkaufen.

Ich muss fast lachen, als ich das im Costco sehe: seit 1397 wird dieses Bier angeblich gebraut. Mag stimmen. Zu dieser Zeit kannte bei uns noch niemand diesen Kontinent...

Am Nachmittag werden dann die Mädels abgeholt und wir gehen als erstes Babs in ihrem Kellerloch besuchen.

Die Arbeitsgruppe ist wirklich platzsparend untergebracht: mit einigen Leuten wird sich ein Großraumbüro geteilt, wo jeder nur einen kleinen, wenig abgetrennten Arbeitsplatz hat. Barbara, als PostDoc, hat es da etwas luxuriöser und sitzt mit einem Kollegen in einem kleinen Raum. Allerdings sehr beengt. Da habe ich es in Aachen deutlich luxuriöser.

Einige der Gebäude auf dem wirklich sehr schönen Campus. Ich finde es hier sehr unübersichtlich, gerade weil ein Neubau neben dem anderen steht, aber ich bin auch zum ersten mal hier.

Für Barbara soll ich zwischen den Löwen und vor dem Glockenturm posieren.
(Barbara: Das sind Baeren!)
Der Turm erinnert mich an Lee Harvey Oswald und das JFK Attentat. Von da oben hat man sicher ein gutes Schussfeld...

Der Turm ist ein (oder das?) Wahrzeichen des Campus und dem Glockenspiel dürfen wir auch lauschen.

Die Bibliothek der Universität von aussen, studentisches Chillen auf der Wiese davor.

Solche Schilder findet man nicht an jeder Uni und macht unmissverständlich klar, dass wir hier an einem weltweit bedeutenden Hort der Wissenschaft sind. Sozusagen heiliger Boden für alle Science-Geeks.

Wir machen keine ziellose Tour über den Campus, Barbara will in ein bestimmtes Gebäude und dort etwas sich anschauen (irgendwelche Goldmünzen oder so). Wir finden zwar das Gebäude, aber dort nicht das, was wir eigentlich suchen.

(Andi: Im Bergbaumuseum auf dem Campus soll sich der von James Marshall gefundene 'erste' Goldnugget befinden, der den kalifornischen Goldrausch auslöste.)

Stattdessen können wir uns in die Lesesäle der Biobliothek anschauen und dort etwas vom Uni-Geist schnuppern. Dort unterhalte ich mich auch kurz mit Mark Twain, der mir sein neuestes Manuskript erläutert, und wir schauen uns den Abguss eines T-Rex Skelettes an, das dort aufgestellt ist.

Ich zeige Mark die Stelle, die er etwas umschreiben soll.

Der T-Rex aus der realistischen Ego-Perspektive.

Andi grüßt freundlich, um den T-Rex zu beschwichtigen, Kira ist nicht davon überzeugt, dass das wirkt.


Eine Sache suchen wir und finden dann doch auf dem Campus und haben damit ein Erfolgserlebnis: die Eukalyptusbäume.
Es soll sich dabei (mit?) um die größten Eukalyptusbäume der Welt handeln. Offensichtlich gedeihen sie im Klima der Bay-Area fantastisch und ohne Fressfeinde ist das Leben auch sehr angenehm.

Prachtvolle Bäume sind es!


Und sie überragen die Biologische Fakultat, neben der sie wachsen, um einiges.

Gegen Ende der Runde über den Campus wird es dunkel. Wir fahren nochmal mit dem Auto um die Uni und dann etwas durch die Stadt. Ich bekomme eine Travel-Lodge zu sehen, in der die vier zu anfangs für eine Zeit gehaust haben, und auch ein paar zwielichtig anmutende ehemalige Hafenviertel.


Freitag, der 22. September

Heute heisst es, Abschied nehmen. Mein Flieger geht kurz nach 1500 und ich muss ja einige Zeit vorher da sein, da ich ja interkontinental fliege (zumindest wird empfohlen, Zeit mitzubringen). Die nicht ganz zwei Wochen waren sehr ereignisreich und sehr schön. Und jetzt, wo man sich quasi gerade wieder aneinander gewöhnt hat, muss man wieder getrennte Wege gehen. Aber natürlich geht man nicht, ohne das Versprechen, nochmal wieder zu kommen. Und natürlich auch nicht, ohne sich im Gästebuch verewigt zu haben.

Andor fährt mich dankenswerterweise zum Flughafen und wir trinken gemeinsam noch einen Cafe und können quatschen. Das finde ich schön, denn es wird ja wieder einiges Wasser den Rhein runtergehen, bis wir uns wiedersehen.
Aber irgendwann heisst es auch zwischen uns erstmal "Bye bye" und ich trete die Heimreise an.

Der Flieger, der mich heil wieder nach Good Old Germany bringen wird.

Der Rückflug verläuft genauso reibungslos, wie die Hinreise. Allerdings nicht ganz so unterhaltsam, da mein Sitznachbar deutlich weniger kommunikativ ist, als Kim auf dem Hinflug war, aber auch, weil ich jetzt keine so schöne Sicht habe.
Einziges Highlight bleibt der Abflug: aus irgendwelchen Gründe wird die Bahn geändert, so dass wir in Richtung des Ozeans starten. Um auf unsere eigentliche Route zu kommen, muss der Flieger drehen - und tut dies fast genau über der Golden Gate Bridge. So habe ich zum abschließenden Farewell nochmal den besten Blick auf die Brücke, die Stadt, und auch auf Berkeley und Albany, über die ich direkt hinwegfliege.

Ich möchte auch jeden Fall wiederkommen und hoffe, dann auch mehr Zeit mitnehmen zu können. Jetzt heisst es aber erstmal, nach Hause kommen, Baseball spielen, und dann Mutter Wera und Walter verabschieden, die ja Anfang nächste Woche ihrerseits die Reise über den großen Teich antreten. Wir geben uns fast die Klinke in die Hand...

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