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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Montag, 14. Februar 2011

Meine Sicht der Dinge III

Und ein letztes Mal habe ich die ehre, zu diesem Blog beitragen zu dürfen. Mittlerweile befinde ich mich leider schon über den Wolken auf dem Weg zurück nach Deutschland.

Den Mittwoch verbringen Andor, die Kinder und ich zuhause bzw. auf dem Spielplatz vom UC Village. Barbara ist schon früh zur Arbeit gefahren. Nachmittags bringt Andor Kira wieder für ein paar Stunden zur Schule. Dann holen wir (Andor, Kim und ich) Babs an der Etcheverry Hall ab. Als richtige amerikanische Familie werden dabei quasi nur eines der Kinder und das Auto übergeben. Andor und ich werden nämlich am International House, welches sich auch auf dem Campus befindet, abgesetzt, wo wir einem Workshop mit dem Thema "Cultural Adjustment: What does it mean for me?" beiwohnen. Dieser ist echt sehr interessant, neben vielen Vorurteilen aus anderen Ländern über die Amerikaner können wir erfahren, wie "amerikanisch" wir in unserem Denken und Handeln sowie in unseren Werten sind. Barbara und die Kinder, denn Kira wurde in der Zwischenzeit von Babs abgeholt, erwarten uns am Ende des Workshops und wir entspannen ein wenig im Café des International Houses. Von hier hat man einen phantastischen Blick auf den Sonnenuntergang über der Golden Gate Bridge.









Am Donnerstag machen Kira, Babs und ich uns vormittags auf den Weg nach „Little India“. Dies ist kein wirklich offizieller Teil von Berkeley, allerdings gibt es entlang der University Avenue eine hohe Dichte an indischen Geschäften und Restaurants, deswegen haben wir die Ecke so getauft. Direkt im ersten Laden werden wir fündig: Barbara kauft sich zwei sehr schöne Tops und ich ein komplettes Set, ein sogenanntes Salwaar Kameez, sowie ebenfalls zwei Tops. Kira bekommt ein sehr süßes indisches „Prinzessinnenkleid“, selbstverständlich in pink, sowie Armbänder ebenfalls in pink. Es ist echt süß zu sehen, wie sie sich mit leuchtenden Augen im Spiegel beim Anprobieren der Sachen betrachtet. Kim, die die Reise nach Indien im UC Village verschlafen hat, bekommt auch Armbänder, allerdings in lila. Glücklich posieren wir am Ende des Einkaufs mit der netten Verkäuferin aus England.



Nachdem wir noch indische Süßigkeiten und Tee in einem Geschäft erwerben, holen wir uns auch noch unser Mittagessen in einem indischen Restaurant. Dieses nehmen wir nach Hause und essen dort mit Andor und Kim. Es schmeckt sehr lecker und zu diesem Zeitpunkt weiß ich auch noch nicht, dass ich später davon krank werden werde…


Abends gehen Kira, Babs und ich noch zur Kindergymnastik im UC Village. Am besten scheint Kira die Circle Time gegen Ende zu gefallen, hier werden Lieder gesungen und dazu müssen die Kinder zum Beispiel wie die in den Liedern vorkommenden Tiere laufen. Babs und ich erfahren später aus dem Internet, dass der Instructor, Matt, sein BSc in Sports und LEISURE ACTIVITIES hat…








Am Freitag geht es mir nicht besonders gut (s.o.), daher machen wir einen ruhigen und gemütlichen Tag. Vormittags geht es wieder zum Playground im UC Village.





Am Nachmittag nutzen wir die Zeit, die Kira in der Schule verbringt, um im „dress for less“ einzukaufen und finden alle ein paar schöne Stücke. Dann holen wir Kira ab und fahren zum Albany Waterfront Trail, der direkt am Strand der Bay entlang führt. Kira, Babs und ich sind mutig genug, um tatsächlich auch kurz mit den Füßen ins Wasser zu gehen, denn es ist wirklich sehr sehr kalt. Während Babs und ich danach froh sind, wieder den warmen Sand unter unseren Füßen zu spüren, ist Kira fast gar nicht mehr vom Wasser zu bremsen. Hier sieht man sie beim Plantschen, mit der schönen Skyline von San Francisco im Hintergrund.









Abends chillen wir noch zuhause und schauen mit der ganzen Familie Shrek 4 an. Babs und ich haben uns übrigens bei „dress für less“ Snugies gekauft, beide in dezenten Farben, wie das folgende Bild beweist.






Der Samstagmorgen beginnt zur großen Freude der Kinder mit dem letzten Teil der Geschenkeorgie, der wiederum Conny und Tom virtuell beiwohnen. Kimie wird übrigens ein richtiges amerikanisches Kind, denn sie reagiert auf Erstaunen und Freude nicht mit einem „Aahh“ oder „Oohh“, sondern ruft nur entzückt „wow“.







Dann posieren wir draußen in der Sonne mit unseren neuen indischen Kleidern, während der Haus-und-Hof-Fotograf Andor alles für die Nachwelt festhalten muss.









Gegen Mittag machen wir dann den obligatorischen „Samstagnachmittagausflug mit dem Auto“. Uns zieht es nach Napa Valley im Norden von Berkeley, welches ein bekanntes Weinanbaugebiet ist (unter anderem, aber nicht nur, wird hier der Aldi-Wein hergestellt). Auf dem Weg durch Tal ermittelt Babs, was wir alles sehen können, während die Kinder schlafen und Andor sich entspannt in der Autokolonie einreiht, die sich durch Napa Valley schlängelt. Wir fahren durch eine schöne Landschaft mit vielen Weinstöcken und Weingütern, bevor wir schließlich in Calistoga unsere verspätete Mittagspause machen. Babs und ich genießen dabei ein Glas des hiesigen Weines, der wirklich gut schmeckt.























Für den Besuch einer alten Mühle sind wir danach leider ein wenig spät, schaffen es aber noch rechtzeitig, den „Old Faithful Geyser of California“ anzuschauen, der zu den am regelmäßigsten Ausbrechenden weltweit gehört. Hier gibt es auch Tiere, die von den Kindern gefüttert werden (mit Unterstützung durch die Eltern) sowie ein tolles Labyrinth aus Schilf.










Am Sonntag geht es für mich schließlich leider wieder nach Hause. Da ich ja laut Barbara das gute Wetter nach Kalifornien gebracht habe, nehme ich es selbstverständlich auch wieder mit (hoffentlich nach Deutschland). Dies erkennt man an dem Bild auf der Bay Bridge, wohinter eigentlich direkt die San Francisco Skyline zu sehen sein sollte.





Die Vier bringen mich noch zum Flughafen und da ich nach dem Einchecken noch ein wenig Zeit habe, fahren wir mit dem Airtrain zweimal über den Flughafen, damit die Kinder auch ein paar Flugzeuge sehen können. Um bei der Gelegenheit Missverständnisse aus meinem ersten Eintrag aufzuklären: der „Katzensprung von 19 Stunden“ bezieht sich auf die Gesamtreisedauer, das heißt vom Abschließen der Haustür in Aachen bis zum Wiedersehen mit Babs, Andi, Kira und Kim.


An dieser Stelle endet meine Autorenschaft in diesem Blog, denn ich befinde mich wie gesagt leider schon über den Wolken. Ich möchte mich dennoch auf diesem Wege nochmal ganz herzlich und stark bei Babs und Andi sowie Kira und Kim für Alles bedanken, denn mein Kurzurlaub in Berkeley war einfach nur phantastisch!!!


Mittwoch, 9. Februar 2011

Meine Sicht der Dinge II

Am Dienstag bleibt Babs zuhause und arbeitet dort, denn Kira und Kim haben ihre kinderärztliche Routineuntersuchung. Während die Familie in der Arztpraxis verschwindet, mache ich einen langen Spaziergang durch das eigentliche Stadtzentrum von Berkeley. Dabei fällt mir auf, dass in Berkeley viel mehr Leute auf der Straße zu leben scheinen als ich das z.B. aus Deutschland aber auch aus anderen amerikanischen Städten wie Boston kenne. Später unterhalten wir uns über mögliche Ursachen dafür wie hohe Wohnkosten oder das Hippietum hier. Berkeley scheint auf jeden Fall ein schönes Städtchen zu sein, in dem das Leben gemütlich vorangeht. Mittelpunkt und direkt im Stadtzentrum gelegen ist dabei natürlich der Campus der University of California.






Nach etwas mehr als einer Stunde sind die Kinder fertig. Beide waren wohl sehr brav bei der Kinderärztin. Sie hat viele Fragen gestellt, z.B. ob Kira und Kim immer angeschnallt seien beim Autofahren und eigene Sitze im Auto hätten und ob Babs und Andi leicht zugängliche, nicht gesicherte Waffen im Hause rumliegen hätten. Nachher zeigt mir Kira stolz ihr Sternpflaster, das sie bekommen hat, weil sie zur Impfung gepiekt wurde.

Nach einem schnellen Mittagessen zuhause, dem Conny virtuell beiwohnt, bringen Babs und ich Kira in die Preschool. Sie ist echt schon ein großes Mädchen, das in die Schule geht (und sehr stolz darauf, dass es Schule und nicht Kindergarten heißt). Sie hat sich schon gut daran gewöhnt, dort mit den anderen Kindern zu spielen und bleibt jeden Tag ein wenig länger zum Eingewöhnen.


Barbara und ich nutzen die freie Zeit zum Einkaufen in Albany. Im Supermarkt kaufe ich viele Lebensmittel, die wir in Deutschland nicht bekommen und die zum Teil bei mir bestellt wurden. Dann wollen wir eigentlich beim Optiker eine neue Sonnenbrille für Babs besorgen, denn ihre alte ist Kim zum Opfer gefallen. Wir fallen aus allen Wolken als uns gesagt wird, dass Brillen in Kalifornien verschreibungspflichtig sind und wir daher leider keine bekommen. Da sieht man die unterschiedliche Einstellung zu manchen Dingen. Hier sind im Supermarkt sehr viele Medikamente zu kaufen, die in Deutschland zum Teil verschreibungspflichtig, zum Teil aber zumindest apothekenpflichtig sind, was mich immer wieder beeindruckt. Auf der anderen Seite müssen sich dann aber auch Kalifornier sehr wundern, dass man Brillen mit Sehschärfe in Deutschland beim Aldi kaufen kann!




Kim und Andi haben mittlerweile ihren Mittagsschlaf beendet und wir holen die beiden zuhause ab. Dann fahren wir zurück ins Stadtzentrum, Andor geht zum Friseur und Kim, Babs und ich in einen schönen Buchladen mit großer Auswahl, wo wir natürlich fündig werden. Dann können wir das große Schulmädchen abholen und einen Ausflug zur Golden Gate Bridge und nach San Francisco machen. Wir fahren extra auf die Nordseite der Brücke, da man von hier aus atemberaubende Bilder von der Golden Gate Bridge mit San Francisco im Hintergrund machen kann. Das ganze wird dadurch noch perfekt, dass es ausnahmsweise keinen Nebel gibt und die Brücke sich im Sonnenuntergang schlichtweg von ihrer allerbesten Seite zeigt.









Nach ausgiebigen Foto-Sessions fahren wir über die Golden Gate in das Stadtzentrum von San Francisco. Von den Twin Peaks aus haben wir einen unglaublichen Blick auf das mittlerweile nächtliche San Francisco und machen tolle Bilder.



Dann fahren wir noch zu den Six Sisters (siehe voriger Blogeintrag von Andi im Januar). Hier ist im Gegensatz zum letzten Mal die Skyline zu sehen und Barbara gelingt das folgende tolle Bild.

Müde, aber begeistert fahren wir schließlich wieder zurück nach Albany. Da die Kinder im Auto geschlafen haben, toben sie noch eine Zeitlang vor allem mit Andi rum. Als sie schließlich schlafen gehen, machen wir Erwachsenen uns einen schönen Abend mit einem „kleinen Fläschlein“ Sekt.





Montag, 7. Februar 2011

Meine Sicht der Dinge

Die Reise hat sich schon gelohnt, denn ich habe die Ehre, auch zu diesem Blog beitragen zu dürfen.
Als ich nach dem Katzensprung von 19 Stunden endlich an der North Berkeley Train Station ankomme, stehen zu meiner großen Freude Babs, Andi, Kira und Kim bereit, um mich im Lincoln abzuholen. Richtig amerikanisch sitzen wir drei Erwachsenen alle vorne auf dem Weg zum UC Village.
Hier bekomme ich als erstes eine Tour durch die Wohnung. Obwohl man Bilder von der Wohnung schon im Blog gesehen hat, macht das dann doch natürlich einen ganz anderen Eindruck. Während wir auf die bestellte Pizza im Riesenformat warten, bekommen die Kinder schon mal die erste Runde an Geschenken. Nach der Pizza (und dem ersten Budweiser) müssen die Kleinen bald ins Bett und ich kann mit Barbara die vielen Geschenke (von Conny, Tom, Sonja und Familie und mir selbst) verstauen, so dass die Kinder nicht direkt alle sehen. Haben wir uns zumindest so gedacht… Plötzlich kommt ein kleines Mädchen im rosa Prinzessinnen-Nachthemd um die Ecke und bekommt leuchtende, große Augen. Ich komme mir vor wie der Weihnachtsmann.

Am Samstagmorgen gibt es erst einmal eine große Geschenk-Orgie, an der Conny und Tom live via Skype beteiligt sind. Ich glaube, die Kinder freuen sich, weil es an jedem Tag, an dem Tante Anjali zu Besuch ist, Geschenke gibt.
Danach geht es bei strahlendem Sonnenschein zu einer großen Berkeley- und-Umgebung-Sightseeing-Tour. Da ich gerade aus dem kalten Deutschland komme, ist es unbeschreiblich toll, nur in T-Shirt und kurzem Rock rumlaufen zu können. Dabei hat mein Reisebüro mir noch abgeraten, da ja Regensaison in Kalifornien sei. Dann möchte ich allerdings nicht wissen, wie die Sonnenschein-Saison aussieht, denn es ist fast keine Wolke am Himmel zu sehen. Andor berichtigt aber, dass das Wetter nur jetzt so gut ist – wo ich halt da bin *g*
Zunächst geht es zum Berkeley Pier, wo wir uns ein wenig die Beine vertreten. Von hier hat man über die Bay einen wunderbaren Blick auf San Francisco und die Golden Gate Bridge, die ausnahmsweise mal nicht im Dunst verschwindet. So wie die Golden Gate Bridge auf Fotos aussieht, die man kennt, sieht sie in Wirklichkeit nur an maximal 10 Tagen pro Jahr aus!



Dann geht es durch Downtown Berkeley und die University Avenue (hier reihen sich indische Restaurants und Kleidergeschäfte aneinander, Babs und ich wollen hier nochmal shoppen gehen) zum Berkeley Campus. Wir parken an der Etcheverry Hall, wo Barbara arbeitet, entscheiden uns aber dafür, bei dem Super-Wetter erst den Campus anzugucken. Dieser beeindruckt mich sehr. Es ist zwar bestimmt viel leerer als an einem Wochentag, aber ich finde, man kann dennoch die inspirierende Atmosphäre schnuppern, so habe ich es mir vorgestellt. Babs kann sich echt sehr glücklich schätzen!! Auf dem Campus machen wir ein paar nette Bilder und suchen dabei das Biologie-Gebäude, weil hier ein echtes Dinosaurier-Skelett zu sehen ist. Wir ergattern an einem Automaten ein paar Snacks, die wir auf der Wiese vor der Uni-Bibliothek in relaxter Atmosphäre genießen. Es zeigt sich, dass Andor die Kinder hervorragend dressiert hat: Kim füttert ihn, während Kira ihm eine Thai-Massage verschafft.. Es muss toll mit zwei kleinen Haussklaven sein.






Als wir zum Schluss Barbaras Büro in der Etcheverry Hall angucken, platzt die Bombe: Kimie ist in Wirklichkeit diejenige, die das Stipendium bekommen hat und die Familie damit ernährt. Wie ein wahrer Wissenschaftler freut sie sich, auch am Wochenende noch etwas geschafft zu bekommen, und arbeitet konzentriert und fleißig (siehe Foto-Beweise).






Ich bin schon zufrieden und begeistert von dem, was ich alles gesehen habe, aber Babs und Andi haben noch mehr für mich geplant: Es geht hoch zum Grizzly Peak, von wo wir einen herrlichen Blick auf Berkeley, Albany, Oakland, die Bay und San Francisco haben. Beim Fotografieren vom Aussichtspunkt aus muss man aufpassen, nicht zu sehr zu atmen, da die Gras-Fahnen doch sehr dicht über uns hängen. Als Abschluss dieses tollen Ausflugs gehen wir beim Burgermeister von Berkeley (?!?) essen, es gibt natürlich in richtig amerikanischer Tradition Burger und Soft Drinks.



Zuhause hängen wir gemütlich mit den Kindern ab. Kim und Kira malen mit Buntstiften in Malbüchern bzw. ihre Zehen an. Dann bemalen wir Glassteine, was wirklich schön aussieht.
Am Sonntagmorgen macht Andor wie jeden Tag Bacon and Eggs, dann fahren Kira und er zum Soccer-Training, von dem Babs, Kim und ich die beiden später abholen. Es geht direkt zum Spielplatz des Villages, wo sich die Kinder austoben können. Andor fährt netterweise derweil zum Einkaufen in Costco (siehe Ketchupflaschengröße).



Am Spielplatz bekommen wir von Noriko, der kanadischen Nachbarin japanischen Ursprungs, frischen Koriander geschenkt, den sie auf dem Farmers Market gekauft hat. Damit machen wir eine Art indische Kartoffelpuffer, die mit Chicken Nuggets verspeist werden.



Nachmittags macht Babs ein Nachmittagsschläfchen, Kira bleibt bei ihr und sorgt für sie, weil sie „krank“ ist. Kim, Andor und ich genießen die Sonne bei einem Spaziergang zum Solano Hill direkt am UC Village, von dem man wieder eine phantastische Aussicht auf die Bay hat. Zum Ende des Spaziergangs treffen wir uns mit der Rekonvaleszenten und ihrer kleinen Ärztin am Ocean View Spielplatz. Hier ist Kims Ausdauer zu Rutschen unermesslich. Auf dem Weg nach Hause werden wir von einem Gespann aus Polizei-Auto und herausgewunkenem Auto überholt, die aber dann um die Ecke verschwinden. Babs fasst in Worte, was wir alle hoffen, nämlich dass wir noch etwas zu sehen bekommen. Dieser Wunsch geht mehr als in Erfüllung, denn die gesamte Aktion inklusive Aussteigen und auf dem Bordsteinplatznehmen von Fahrer und Beifahrerin sowie der Konfiszierung des Wagens findet in der nächsten Stunde vor unserem Wohnzimmerfenster statt.



Am Montag fährt Barbara früh zum Institut. Wir anderen fahren zum Point Richmond, wo sich Andor ja montags immer mit anderen Eltern trifft. Die anderen Eltern erzählen mir, wie sehr sie sich freuen, Babs und Andi in ihrer Gruppe dabei zu haben. Insbesondere der kleine Cole scheint sehr beeindruckt von Kira zu sein, sein Vater erzählt, dass er täglich von Kira erzählen würde. Kira scheint auch gerne mit ihm zu spielen. Dabei nennt sie ihn meist Cole, nur wenn er nicht direkt hört, ruft sie: “Junge, komm mit! Komm mit, Junge!“


Barbara kommt heute schon mittags aus dem Büro, denn sie fährt Kira wieder zur Preschool und macht dann noch einige Besorgungen. Als sie zurück kommt muss sie noch ein wenig an einem Paper mit den Kollegen vom WZL arbeiten. Kim und Kira spielen währenddessen mit Andor bzw. mir. Es ist ganz witzig zu sehen, wie die Hierarchie auf ihrer Ebene funktioniert: Kira steht manchmal vor Kim und „erzieht“ sie, indem sie mit erhobenen Zeigefinder vor ihr steht und „Nein, Nein, Nein“ sagt. Kim schaut sich dies ab und wir können beobachten, wie sie ihrerseits vor ihrem Teddy mit erhobenem Zeigefinger steht und „Nein, Nein, Nein“ sagt. J
Am Abend machen wir alle einen Spaziergang zu Downtown Albany. Wir kaufen Sam Adams-Bier, ein Bostoner Bier, das ich sehr lecker finde, sowie Donuts. Ich freue mich darüber, dass entsprechend aller Klischees das Donut-Geschäft in Albany direkt neben der Polizeistation ist.