Nachdem uns Stefan am Fr. den 23ten September verlassen hat und wir am Wochenende die Wohnung auf Vordermann bringen konnten, erwarten uns auch schon die nächsten Verwandten am SFO International Airport. Am Di. den 27ten besuchen uns Wera und Walter. Beide werden eine knappe Woche bei uns zu Gast in Albany sein und dann eine zweiwöchige Rundreise durch Kalifornien, Nevada und Arizona in Angriff nehmen.
Die Kinder bringe ich um 12:30 zur Preschool und fahre im Anschluss über die Baybridge nach San Francisco und dort zum an der Bay gelegenen Flughafen. Die Einreisemodalitäten ziehen sich auch bei W+W länger hin und so verbringe ich doch einige Zeit am Meeting Point der Arrival Lobby, der Halle mit der hübschen Weltkarte auf dem Boden, am SFO. Dank der in der Lobby aufgestellten Bildschirme sehe ich dann Beide aus der Sicherheitsschleuse treten und kann mich in aller Ruhe am Gate positionieren um die Zwei zu begrüßen. Da die Kinder erst um halb fünf abgeholt werden wollen, und wir uns bereits auf der 'richtigen' Seite der Bay befinden, machen wir zu dritt eine kleine Stadttour.
Zunächst geht es nach Pazifica, einen direkt am Pazifik gelegenen Stadtteil von SF, wo wir vor zwei Wochen mit Stefan auch waren. Nur kann man hier an der Steilküste nicht ans Wasser gehen (ein Steg wurde unterspühlt). Nach einem Mittagessen beim Chinesen (für Wera und Walter war's dann wegen der Zeitumstellung eher ein Nachtsnack) setzen wir die Fahrt fort und schauen uns das Stadtzentrum an. Wir besuchen die Filbert und die Lombard Street. Leider habe ich die Kamera zuhause vergessen, so dass mir keine Fotos von der 'Einführungstour' vorliegen. Wir fahren noch zum Wharf, etwas durch die Stadt und dann über die Golden Gate Brücke, an San Quentin vorbei über die Richmond Brücke nach Albany und holen dort die Kinder ab.
Kira und Kim wissen zwar, dass uns heute Moma und Walter besuchen kommen, haben die zwei allerdings auch schon fast ein Jahr nicht mehr gesehen. Im Fall von Kim ein halbes Leben sozusagen. Von der Preschool aus fahren wir direkt weiter und holen Babs an der Etcheverry Hall ab, fahren im Target noch schnell einkaufen und dann ab nach Hause.
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| Mit W+W geht das Einräumen der Einkäufe gleich doppelt schnell voran. |
Am nächsten Tag ist Mittwoch und die Kinder haben Schulfrei. Wir machen eine kleine Tour durch die Eastbay und fahren in die Hügel in den Tilden Park. Von dort aus kann man an mehreren Vista-Points einen schönen Ausblick über die Bay genießen und dabei anschaulich erklären, wo alles liegt. Am Abend läd die Stadt Albany zur
Music in the Park ein, wir treffen dort auch einige Eltern und Kinder aus Kira und Kims Preschool. Barbara kommt mit dem Bus von der Arbeit zum Park.
Auf der Bühne wird 'gejammed', heute ist Countrymusik das Thema:
"High cholesterol Honky Tonk from one of California's premier country bands"
Am Donnerstag sind die Kleinen wieder in der Preschool und so machen wir einen Stadtausflug nach San Fransisco. Ich hoffe Wera oder Walter haben genug Fotos gemacht ;) Wir besuchen den Coit Tower, den Alamo Square, das Hippie Viertel Haight-Ashbury und fahren die Twin Peaks hoch.
Sonntag ist der 1te Oktober und da Barbara frei hat, machen wir einen Ausflug zur Point Reyes National Seashore und dem Leuchtturm. Stefan hatte von der Location so geschwärmt.
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| Drei vorne und drei hinten, das geht ohne Probleme in unserem Sechs-Sitzer. |
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| Die Tomales Bay ... der Graben verläuft direkt über der San Andreas Fault. |
Die Tomales Bay trennt Point Reyes im Norden vom Festland. Die San Andreas Verwerfung hat hier einen Spalt in die Landschaft geschnitten. Wir fahren mit dem Auto auf der Westseite der Bay. Diese wird von der Pazifischen Platte nach Norden gedrückt. Die gegenüberliegende Ostseite hingegen wird vom amerikanischen Kontinent nach Süden gedrückt. Durch diese gegenläufigen Bewegungen driftet die Landzunge Richtung Ozean ... weg vom Kontinent.
Über den Sir Francis Drake Boulevard geht es quer über die Halbinsel zum Leuchtturm (
engl. Lighthouse). Die Straße ist nach dem britischen Freibeuter und Abenteurer Francis Drake benannt, der hier an der nach ihm benannten Bucht im Rahmen seiner
Weltumsegelung halt gemacht hat. Weshalb er ausgerechnet hier an Land ging, wird wohl aber immer ein Geheimnis bleiben, denn hier gibt es nichts, aber auch rein gar nichts ... nicht einmal Trinkwasser.
Anzumerken ist noch, dass auch Sir Francis Drake einer der vielen frühen Kapitäne/Entdecker war, die an der Bucht von San Francisco vorbeisegelten, weil das Golden Gate (für den Betrachter unsichtbar) im Nebel eingehüllt war. Die Bucht von SF wurde erst glatte 200 Jahre später durch den Spanischen Entdecker Juan de Ayala 'gefunden'.
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| Über Berg und Tal geht es zum Aussichtspunkt am Lighthouse. |
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| Der Parkplatz ist nahezu voll. |
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| Auf der abgesperrten Straße geht es zu Fuß zum Leuchtturm. |
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| Nach der langen Fahrt sind Kira und Kim froh, sich die Beine vertreten zu können. |
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| Man sieht den Nebel, wie er über den Fels hochkriecht. Die feuchte Luft lässt Algen an Felsen und Bäumen gedeihen. |
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| Auch ein Reh hat sich hierher verirrt. Vieleicht hat Sir Fancis Drake eine Herde davon gesehen und ging deswegen hier an Land. |
Das feuchte Wetter sorgt für eine Menge Rost an ehernen Gerätschaften.
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| Im Visitor Center. |
Kira und Kim haben einen Grauwal Kiefer gefunden.
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| Die starken Winde haben den Felsen geglättet. |
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| Der Leuchtturm von Point Reyes. |
Satte 300 Stufen geht es zum altehrwürdigen Gebäude hinunter.
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| Algen haben diesen Felsen rot gefärbt. |
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| Kira und Moma machen Rast auf einer der Aussichtsplatformen. |
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| Endlich da ! |
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| Der Blick zurück hinauf. |
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| Unter uns der Ozean. |
Der Leuchtturm ist nicht mehr in Betrieb, war aber noch vor einigen Jahrzehnten wegen des ständigen Nebels eine wichtige Einrichtung für die Fischerreischiffe. Im Geräteraum stehen noch die alten Anlagen ... der Leuchtturm wurde von zwei Generatoren betrieben, von denen aber nur einer arbeitete (der andere diente als Backup). Auch die Funktion der Streulinse wird genaustens erklärt. Eine Heizung hat das Wachhaus nicht, im Geräteraum erzeugt der Dieselmotor genug Abwärme, im Leuchthaus sorgt die gewaltige Lampe für angenehme Betriebstemperaturen.
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| Auf einer Bank vor dem Gerätehaus chillte einst der Leuchtturmwärter. |
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| Das Licht ist aus, der Turm wird in der heutigen Zeit nicht mehr benötigt. |
Papa und Kim vor den Dieselmotoren im Gerätehaus. Das ist der erste luftgekühlte V-2 Bigblock, den ich je zu Gesicht bekomme. Die zwei gegenüberliegenden Pleul greifen wie beim Lincoln in den selben Hubzapfen und der riesige Ventilator sitzt direkt auf der Kurbelwelle.
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| Für Kira und Kim ist das alles hier ein großer Spielplatz. |
Noch schnell etwas Wasser getrunken und schon kann es die dreihundert und acht Stufen hinauf gehen.
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| Wieder oben noch mal einen Blick über den Strand nördlich des Leuchtturms. Trotz Nebel reicht der Blick (laut google maps) ca. 16 Meilen, also etwa 25 km weit. |
Kira lässt sich von Walter schieben, das ist wirklich sehr selten, da sie sich sonst nur von Papa schieben lassen will. Der ist aber mit Kim beschäftigt, die auch schon müde vom Laufen ist.
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| Ein kleiner Snack zwischendurch. |
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| Selbst eine so unwirtliche Gegend wie hier auf der Halbinsel wird landwirtschaftlich genutzt. |
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| Mehrere historische Viehfarmen (engl. Ranch) liegen hier verstreut. |
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| Im kleinen Ort 'Point Reyes Station' kehren wir ein um verspätet Mittag zu essen. |
Nach dem Essen shoppen wir noch etwas in
Toby's Feed Barn. Ein Shop für alles, der hauptsächlich Souveniers und Snacks verkauft. Wegen der sich nähernden Halloween-Nacht kann man bereits riesige Kürbisse kaufen. Ich kaufe mir eine Packung NBL lizensierte Sonnenblumenkerne die offizielle Ausstatter der Giants sind. (Jetzt weis ich auch, auf was der Tim Lincecum immer rumkaut, wenn er auf dem Mount steht)
Geplant war für heute noch ein Ausflug in die Muirwoods, allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass die hügelige Fahrt zum Leuchtturm und der anschließende Marsch dahin so lange dauern würde. Es geht auf fünf Uhr Nachmittag zu und da wir wissen, dass der Park bereits um fünf seine Pforten schliesst, fahren wir zum in der Nähe gelegenen Stinson Beach.
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| Strand ist für die Kleinen ja immer toll. |
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| Wera und Walter barfuß im Pazifik. |
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| Hochnebel zieht die Muirwoods hinauf und blockiert die Sonne. |
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| Für Kira ist kein Wetter zu usselisch um nicht plantschen zu gehen. |
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| Kira auf Möwenjagd. |
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| Walter findet eine Alge am Strand. |
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| Die natürlich gleich das Interesse der beiden Kleinen auf sich zieht. |
Wenn man nach San Fracisco kommt, muss man natürlich ein mal
im Ozean gewesen sein. Da es selbst im Sommer zum Baden zu kalt ist, reicht uns dieses kurze Intermezzo allerdings auch schon.
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| Wir fahren weiter. Im Norden haben sich dicke Wolken über den Stinson Beach gelegt. |
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| Im weiter südlich gelegenen San Francisco ist die Wolkendecke nicht ganz so dicht. |
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| In den Marin Headlands machen wir noch Fotos von uns und der Golden Gate Brücke. |
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| Es ist schon sehr dunkel, aber mit Blitz und etwas Restsonne gelingt uns auch dies. |
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| Die Sonne ist schon hinter dem Horizont verschwunden. |
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| Der Sunset District in der Abenddämmerung. |
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