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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Sonntag, 8. Januar 2012

Stadttour durch San Francisco

Mittwoch, der 14. September

Leider ist an diesem Tag das Wetter mies, dabei steht ein Besuch der Stadt an. Aber wie das so oft ist in der Bay: mal ziehen dicke Wolken quasi ebenerdig über die Landschaft, so dass man von den Hochhäusern und der Golden Gate Bridge nur die oberen Teile sieht, mal zieht hoher Dunst durch, so dass alles in den Wolken verschwindet.

Bei der Anfahrt über die Brücke von Oakland aus sieht man das schlechte Wetter. Es ist auch recht kühl.


Vom Transamerica Turm ist die Spitze in den Wolken verschwunden.

Wir verlassen den Luxus des Towncar, welches uns mühelos die Steigungen hinaufbefördert, und versuchen uns einmal selbst an den "Straßen von San Francisco". Eine sehr anstrengende aber lohnende Angelegenheit.

Mit den Kleinen ist so ein Ausflug ja so eine Sache: denn eigentlich wollen sie beiden von Daddy geschoben bzw. getragen werden. Zumal sich beide davor sträuben, dass ich das mache - zumindest am Anfang. Hier geht noch alles glatt: Kira schiebt fleissig ihren Wagen die sehr steile Filbert Str. hoch, so dass ich mal flott ein paar Fotos schießen kann.



Die Straßen sind teilweise so unglaublich steil, dass Autos quer zur Fahrtrichtung stehen müssen. Einige SUV sehen so aus, als würden sie gleich umfallen.

Ziel ist die Lombard Street, eine Touri-Attraktion, weil die Straße in Form einer Serpentinen-Einbahnstraße angelegt ist, mit schönen Blumenbeeten und Treppen für die Fußgänger an den Seiten. Die Straße ist wirklich unglaublich steil, so dass ein SUV, der eigentlich rückwärts in eine Hauseinfahrt fahren will, wegen durchdrehender Reifen die Passage für einige Zeit blockiert und natürlich bei den Touristen viel Aufmerksamkeit erregt.

Wie man sieht ist "steil" kein Ausdruck. Und die Aussicht vom oberen Teil der Straße ist toll.

Unten angekommen machen wir uns wieder auf den Weg zum Lincoln, der in einer Nebenstraße geparkt ist. Dann fahren wir runter an den Fishermen's Wharf, der auch eine große Touristenattraktion ist. Dort gibt es jede Menge Restaurants, Läden, Ausflugsboote und anderes.

Vom Parkhaus aus sieht man ein Kriegsschiff vor Anker liegen.

Die Golden Gate versteckt die Spitzen ihrer Türme verschämt in den Wolken.

Ein Blick über einen Teil des Fishermen's Wharf. Vollgepackt sind die ehemaligen Piers mit allerlei Restaurants und Läden.

Die Mädels haben großen Spaß und bummeln vor sich hin, wobei ihre Aufmerksamkeit mal von Seemöwen, mal von am Straßenrand wachsendem Gras, mal von alten Installationen angezogen wird.
Kira und Kim wären am liebsten dort geblieben, aber Daddy und Steffi treiben sie an.

Wir finden eine interessantes Werk, welches die gesamte Bay-Area als Relief darstellt und "erfühlbar" macht. Wegen der Bauart auch "begehbar". Während ich das ganze auf Grund der Übersicht über die Gegend sehr interessant finde, sehen Kira und Kim das eher spielerisch.


Kira turnt in den Muir Woods herum, die wir noch besuchen werden (ein absolutes Muss!).

Kim trampelt gerade auf Berkeley bzw. Nord Oakland herum.

Jetzt legen sie sich in Richmond zur Ruhe. Soll ein heisses Pflaster dort sein, nach allem was Andi beim Durchfahren der Stadt so erzählt. Sieht da teilweise auch sehr nach Ghetto aus.

Wir drehen eine Runde über den Wharf, essen was Frittiertes (was auch sonst *bg*), und versuchen dem usseligen Wetter was Gutes abzugewinnen. Kira sucht ein Andenken für mich aus, das jetzt an meinem Kühlschrank klebt, und wir schießen noch ein paar Fotos.

Die Gefängnisinsel Alcatraz. Der Gedanke, dort eingepfercht zu sein, und vielleicht vom Zellenfenster aus abends die Lichter der nahen Stadt und der Freiheit sehen zu können, beschäftigt mich kurz. Muss hart gewesen sein, dort einzusitzen.

Die Seelöwen am Pier 39. Die sollen sich mal im Nebel dorthin verirrt haben und sind dann einfach geblieben. Sowas erzählt zumindest eine der Infotafeln, die ich aber nur überfliegen kann.

Andi: An einem der Piers, wo Schiffe zu einer Rundreise über die Bay einladen, wird Stefan mit seinem Dukes Outfit mal wieder für einen Fan der Detroiter Baseballmanschaft gehalten. Die Amerikaner sind in dieser Hinsicht sehr zuvorkommend und begrüssen den vermeintlichen Fan (soweit sie ihn zugeordnet haben) stehts mit einer Sympathiegeste. Denn Sport wird in den USA nicht nur groß, sondern auch fett kursiv, dreimal unterstrichen und mit Ausrufezeichen dahinter geschrieben. In diesem Sinne: "Let's go Tigers" ;)

Direkt um die Ecke liegt die USS Pampanito, ein Museums-Uboot. Da gehen wir aber nicht rein, weil...

...direkt gegenüber uns das Automatenmuseum anzieht. Dort ist in einer großen alten Lagerhalle des Hafens ein Sammelsurium an Maschinen und Spielautomaten zu bewundern. Von Massagesitzen, singenden und Musik machenden Puppen, Ballerautomaten, Tetris, bis hin zu sehr alten Schmuckstückchen. Alles mit einem oder zwei Quartern zu bedienen.

Kim thront auf einem Massagestuhl, der eigentlich nichts macht, ausser stark vibrieren.

Ein Baseballautomat. Wie zu erwarten gibt es einige Spielautomaten, die den Sport auf die eine oder andere Art und Weise zugänglich machen.


Die Mädels finden ein Rennspiel. Kira findet den Bug (oder ist es ein Feature), dass man Vollgas fahren kann, wenn man einmal auf dem sandigen Randstreifen angekommen ist. Und auch hier wollen K&K wieder nur ungern weg. Kein Wunder, das Museum hat viel zu bieten.

Auf dem Rückweg stehen wir im Stau. Nur, um mal einen Eindruck davon zu bekommen, und weil man das Wetter nochmal gut sieht, zwei Fotos:



Das beschliesst den Mittwoch. Für den morgigen Tag hat Andi ein Schmankerl rausgesucht: im Hafen von Oakland liegt irgendwo die USS Hornet, ein Flugzeugträger mit interessanter Geschichte, der jetzt als schwimmendes Museum dient. Das verspricht, spannend zu werden.

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