Mein Kurzbesuch gilt meiner Tochter, meinem Schwiegersohn und den Enkelinnen und ist kein Urlaub. Dennoch erfülle ich mir einige kleine Wünsche, die ich vor fast genau 40 Jahren entweder noch nicht hatte und/oder aus Zeit- und Geldgründen nicht realisieren konnte.
Dies ist erst mein 10. USA-Aufenthalt und daher muss ich mit offenem Blick und Herz als Gast die kommenden Erlebnisse aufnehmen. Viele Schlaumeier sind natürlich mit ihren Vorurteilen besser dran, müssen nicht lange überlegen und wissen sowieso alles besser.
Donnerstag, 05. Mai
Das Umsteigen in Köln von IC in ICE ist zwar äußerst sportlich, aber ab sofort sitzen Barbara und ich während meiner Anreise nebeneinander. Der Flug (für uns beide auch mit kostenlosem Wein aus der Ersten Klasse) in der „Heavy Triple 7“ ist unspektakulär und bequemer als man annimmt; auch die Fahrt vom Airport nach Albany in der bereits dunklen Bayarea erfolgt problemlos mit Barbara als menschlichem Navi, und in der Ohlone Ave, Bldg.102, Apt. 964 ist alles in Ordnung. Die Familie ist nun wieder vereint; Kim hat mir für die nächsten 14 Tage ihr Zimmer überlassen und bereits mein Bett vorbereitet.
Freitag, 06. Mai
Angeschlagen vom Jetlag, das nach aktuellem Erkenntnisstand ca. 3 Tage andauern soll, geht es ruhig los – Barbara und ich schauen uns um 05:17 Uhr Ortszeit den Tagesbeginn in unseren Schlafanzügen an.
Kira hat heute Dienst: Sie ist bis 16:30 Uhr in der Preschool und später nach einer Stunde Pause bis 20:30 Uhr wieder dort, um eine Cinema night zu erleben. Zwischendurch erhalte ich einen eigenen Schlüssel für die Wohnung, und der Navigationsassistent Andor zeigt mir Albany, Berkeley, Emeryville und Oakland. Wir finden nicht das Brazil Café in Berkeley, das ich unbedingt fotografieren will. Andor kauft zweimal ein, vergisst ohne mich - es sollte ja schnell gehen - den Kaffee, so dass ich ihn beim zweiten Mal begleiten und für die Familie endlich einen Schuhanzieher kaufen kann.
Das Wort „Shoehorn“ kannten weder die Verkäuferinnen noch ich selbst – das werden wir alle jetzt nicht mehr vergessen, ich selbst es wahrscheinlich aber auch nie mehr benötigen.
Samstag, 07.Mai
Schnellkursus „San Francisco“: Es geht zuerst zur Lombard Street – all comes in threes: Zweimal mit dem Auto, nein: standesgemäß mit dem Lincoln Town Car, dann einmal wie die „normalen“ Touristen zu Fuß. Danach noch steiler die Filbert Street mit 30,6 %.
Samstag, 07.Mai
Schnellkursus „San Francisco“: Es geht zuerst zur Lombard Street – all comes in threes: Zweimal mit dem Auto, nein: standesgemäß mit dem Lincoln Town Car, dann einmal wie die „normalen“ Touristen zu Fuß. Danach noch steiler die Filbert Street mit 30,6 %.
Der Besuch des Coit Tower – benannt nach einem weiblichen Feuerwehr-Groupie, von dessen Geld der Turm größtenteils finanziert wurde – ermöglicht einen atemberaubenden Ausblick auf diese tolle Stadt. In der Gegend um die Kreuzung von Haight und Ashbury, wo ab 1967 die Hippies hausten und kifften, u.a. auch Janis Joplin, essen wir zu Mittag italienisch bei einem Kurden, der in Deutschland studiert hat.
Als wir vom Parkplatz abfahren, ist der Sutro-Tower im zunehmenden Hochnebel nur noch zu erahnen. Einkäufe bei „Bed, bath and beyond“ und bei „Toys´r´us“ bilden den Abschluss dieses schönen Tages, von dem an Kira eine Art Baldachin über ihrem Bett hat.
Sonntag, 08. Mai
Easy going mit Spaziergang im Village, Kira zuvor mit Andor beim Fußball
Easy going mit Spaziergang im Village, Kira zuvor mit Andor beim Fußball
Juchu, Du schreibst also doch :-)
AntwortenLöschenHaben Kira die Alemannia-Pflaster getröstet? ;-) Ihr könnt ihr ausrichten, dass ich sehr neidisch auf ihr neues Bett bin.. Wie eine richtige Prinzessin...
Und dass Kim jetzt auch endlich soweit ist, Betten zu beziehen wird Kira als Euren bisherigen Allein-Sklaven natürlich sehr entlasten *g*
Einen schönen Aufenthalt in den USA wünsche ich Dir und lass uns nicht zu lange auf den nächsten Beitrag warten :-)
Herzlichen Gruß aus dem sonnigen Aachen,
Anjali