Donnerstag, der 26.05.2011

Morgens früh baden wir unsere beiden Kleinen mal wieder. Wir packen unsere Sachen wieder in den Lincoln. Drei Mitarbeiter des angrenzenden GM Autohändlers sind damit beschäftigt den im Freien ausgestellten Fuhrpark zu waschen. Dabei fällt mir spontan auf wie dreckig unser treues Gefährt schon geworden ist. Wir fahren lediglich 8 Meilen und erreichen das Fort. Vom Parkplatz aus geht es zu Fuß dorthin. Für typische Amerikaner stehen Golf Caddys (kleine elektrisch betriebene Vehikel) bereit.
Das Fort stand ursprünglich direkt am Arkansas River (wie oft wir den jetzt schon überquert haben kann ich nicht annähernd rekonstruiren) und wurde auf einem Hügel nach den historischen Plänen wieder aufgebaut. Erst als das Fort fertig errichtet war fand man bei Ausgrabungen die ursprüngliche Position des Alten Forts. Der Arkansas hatte das Fort, ein bedeutender Handelsposten am Santa Fe Trail, geschliffen und nur den aus Limestone gefertigten Boden der Küche unbeschadet zurückgelassen. Diesen originalen Boden hat man dann ausgegraben und ins neue Fort verpflanzt.
 |
| Die Eisenbahnstrecke am Santa Fe Trail wird weiter genutzt. |
|
 |
| Ein typischer Shop in der Steppe von Colorado. |
|
 |
| Zu Fuss zum 'Old Bend's Fort' wie die Trapper vor über 150 Jahren. |
|
 |
| Das Grab von Edward Dorris. Er starb an Herzversagen oder Hitzestich auf dem Weg zum Fort. |
 |
| Wir nähern uns. |
|
 |
| Das Fort von innen. Der Eintritt kostet lediglich drei US$. |
|
 |
| Alle Räume sind betretbar, sind ja auch nicht 'original'. |
|
Barbara erfreut sich über ihr 'spezifisches' Arbeitsgerät.
Auf der US-50 wird zwischen Garden City und Dodge City gebaut. Wir stehen lange weil nur eine Spur zur Verfügung steht. Wir stehen mehrfach für bis zu 20 Minuten. Andi meinte: „Jetzt stehen wir hier auf einem Asphaltschlauch inmitten von Kuhherden“.
 |
| Auf der US Route 50 gehts über die Staatsgrenze nach Kansas. |
|
 |
| Die Steppe wird landwirtschaftlich genutzt. Teile der ursprünglichen Steppenflora werden in Nationalparks geschützt. |
|


Nach der mehrstündigen Landstraßentortur erreichen wir endlich Dodge City, die Heimat vom bekannten Revolverhelden Wyatt Earp. Das Museum, welches laut Internet bis 8 pm geöffnet haben sollte hat heute leide schon gegen 5 pm seine Pforten für Besucher geschlossen da eine Gruppe von Freunden der Historik das Areal für eine Veranstaltung reserviert haben. Die Dame an der Kasse ist aber so freundlich und lässt uns auf das Gelände. Die Häuser sind bis auf das Casino geschlossen. Im Casino speisen etwa 30 in Westernkostümen gekleidete Personen zum Abend. Nach etwa 40 Minuten Wartezeit, die die Kinder mit wilden Herumlaufen auf dem ansonsten menschenleeren Gelände nutzen, wird eine Passage aus dem Leben des Wyatt Earp nachgespielt. Der örtliche Held verprügelt zunächst einen rüpelhaften Ganoven, der den Dorfschönheiten des Ortes an die Wäsche will. Als dieser mit seinen Kumpels später zurück kehrt um Rache zu üben erschießt Earp in einem Heldenhaften Showdown die gesamte Bande.
 |
| Eine originale Häuserfront aus den 1960gern (!!!) wurde im Stil der 1890ger umdekoriert. |
 |
| Die Häuser sind 50 Jahre alt. Dodge City erst 140. |
 |
| Das original Militärgefängnis aus dem Fort Dodge von ca. 1865. Wie Alcatraz ist es nicht mehr in Betrieb. Es ist aus Holz gebaut und hat zwei Zellen. Dodge City wurde erst 1871 gegründet, nachdem die A.T.& S.F. Railway hier eine Station unterhielt. |
|
|
 |
| Eine Gruppe Amerikaner lässt das alte Leben in Dodge City um seiner selbst willen wieder aufleben. |
|
 |
| Eine Maschine der Atchinson, Topeka and Santa Fe Railway. |
|

Ob sich das ganze wirklich so abgespielt haben mag, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist interessant zu erleben, wie unsere US amerikanischen Freunde ihre (wenn auch noch kurze) Geschichte am Leben erhalten und stolz auf berühmte Söhne ihrer Stadt sind.
Gegen Abend erreichen wir Wichita und suchen uns ein Hotel in der Nähe der Universität. Mit ca. 350.000 Einwohner ist sie die erste größere Stadt seit dem wir Salt Lake City verlassen haben.Obwohl wir (mal wieder) sehr erschöpft sind machen wir am Abend noch unsere Schmutzwäsche sauber und schreiben unseren Block weiter.
Wegen der sehr langsamen Internetverbindung und der Tatsache, daß es im Hotel nur eine einzige funktionstüchtige Waschmaschine gibt, bin ich noch bis 03:00 in der Nacht beschäftigt.
Die alte Westernstadt hätte ich mir auch gerne mal angesehen.Oder das Fort.Sowas ist echt interessant.
AntwortenLöschen