Dienstag, der 24.05.2011
Wir fahren nach einem Pfannkuchen-Frühstück gegen 10 Uhr aus Fruita ab und verabschieden uns von der Hotelfrau vom letzten Abend, die anscheinend die Nacht in der Lobby verbracht hat. Wir lassen auch das Dinosaurier-Museum unbesucht hinter uns. Nach der Landesgrenze zu Colorado wird der Black Canyon of the Gunnison Park ausgeschildert. Nach kurzem Check unserer Reiseführer besuchen wir diesen State Park kurzentschlossen. Von der Route 50 aus, die auf 2000 Höhenmeter verläuft, müssen wir auf 2500 m hochfahren. Hier werden 15 Dollar Parkgebühr fällig und wir lernen in den gut gestalteten Broschüren, dass diese bis zu 685 Meter tiefe Schlucht vom schnellfließenden Gunnison River in dunkles, hartes Gestein gefressen wurde. Im Gegensatz dazu wurde das Yosemite-Tal von Gletschern geschaffen. Der Grand Canyon wurde in der dreifachen Zeit wie der Black Canyon geschaffen und besteht vorwiegend aus weichem, erodiertem Gestein. Die Bezeichnung „Schwarze Schlucht“ rührt daher, dass sie so tief, steil und eng ist, dass nur wenig Sonnenlicht hereinfällt.
 |
| In Fruita am Morgen - Sogenannte Murals an einer Häuserwand |
Im Visitor Center spielen die Mädchen begeistert mit Telefonhörern und Plüschtieren. Sie würden auch gerne auf dem Fußweg an der Felsschlucht spielen, aber das ist doch zu kritisch. Wir fahren an der Nordflanke (North Rim) vorbei – die Südflanke kann man auch abfahren, aber es führt keine Brücke dorthin. Die Aussichten sind dramatisch und das Auge kann die Dimensionen gar nicht realisieren.
 |
| Das Visitor Center am südlichen Rim (Felshang) |
Die 685 Meter Höhendifferenz sind auf einem Bild nur schwer zu erahnen. Der Eiffelturm würde gleich zwei mal übereinander in die Schlucht passen. Von der Aussichtsplattform am Visitor Center kann man nahezu senkrecht nach unten auf den Gunnison River schauen.
Mit dem Wagen fahren wir zum nächsten sehnswerten Aussichtspunkt. Weil man über einen völlig ungesicherten Pfad über die Klippen kraxeln muss, bleiben die Kinder mit Babs am Wagen zurück und ich begebe mich alleine auf den ca. 600 Meter langen Weg. Unterwegs treffe ich ein älteres Pärchen. Als ich am Aussichtspunkt ankomme, bin ich etwas außer Atem,d a ich die Strecke gerannt bin und die Höhenluft auf 2500 Meter auch recht dünn ist.
 |
| Der Pfad führt tweilweise knapp an der Klippe entlang. |
|
 |
| Der Blick senkrecht nach unten ist nichts für schwache Nerven. |
|
Wir fahren weiter zum Chasm View. Diesmal darf sich Babs auf die gewagte Reise machen.

Wir picknicken am High Point und Kira und Kim erkunden die Wälder. Wie in den anderen Parks auch, könnte man hier Tage mit Wandern verbringen - die Parkgebühr gilt ja auch für 7 Tage. Kim futtert ihre Tüte Chips und verteilt großzügig Reste an der Parkbank. Als Barbara mit Kira im Restroom beschäftigt sind, Kim und ich etwas weiter entfernt Steine und Stöcke sammeln, traut sich ein Streifenhörnchen aus seinem Versteck um die vorher von Kim fallen gelassenen Chips aufzusammeln.
Auf dem Rückweg schauen wir noch ein mal bei der bemalten Wand (Painted Wall) vorbei.
Die Weiterfahrt auf der Route 50 bringt uns zunächst an das Ufer des vorher bestaunten Gunnison River und später zum Blue Mesa Stausee, der von mehreren Flüssen gespeist wird und in den Arkansas River abfließt. Hier scheint ein populäres Camping-Gebiet zu sein.
 |
| Zunächst geht es erst einmal die 500 Meter wieder bergab ins Tal des Gunnison Rivers. |

 |
| Das Blue Mesa besteht aus mehreren ineinander übergehende Stauseen mit Wasserkraftwerken. |
 |
| Zwischen den Seen herschen enorme Höhenunterschiede, die man überwinden muss. |
|
|
 |
| Hier fließt der See in den Arkansas River ab, der seinerseits in den Missisippi mündet. |
Auf der US-50 geht es am Arkansas River entlang. Erst um 16 Uhr sind wir in Gunnison. Wir tanken, essen im Pizza Hut ("tank&tummy") und kaufen noch eine Memory Card für die Kamera. Die Pizza schaffen wir nur zur Hälfte und nehmen die Reste in einer Box mit.
 |
| Der Arkansas River in Colorado. Diesen Fluss werden wir noch ca. 30-40 mal überqueren. |
 |
| Ein Schulbus unterwegs auf der US-50 zwischen Gunnison und Montrose ? |
|
 |
| Richtung Gunnison weitet sich das Tal des Arkansas River. |
|
 |
| Ein Trailerpark an der US-50. | |
 |
| Der Pizza Hut im Ort Gunnison. | |
Wieder Murals an einer Wand
 |
| Von Gunnison aus geht es immer weiter gen Osten ins Hochgebirge hinein. | |
 |
| Im Gunnison National Forest müssen wir mit dem Lincoln über den Monarch Pass |
 |
| Der Monarch Pass ist mit 11.312 (3.448 Meter) das neue Dach unserer Tour. | |
 |
| Der Pass wird im gegensatz zum 'Old Monarch Pass' ganzjährig geräumt. | |
 |
| Unser Lincoln auf dem Pass. Dieser liegt fast 500 Meter höher als die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg. | | |
 |
| Die angrenzenden Berge sind alle über 14.000 Feet hoch. | |
 |
| Wenn die Bremsen versagen, hilft nur ein Ausweg ... | |
 |
| Kein Wetter ist zu kalt, um nicht Eiscreme verkaufen zu können. |
 |
| Poncha Springs / Salida an der US-50 gelegen. | |
Es geht abermals am Arkansas River entlang.
Scluchten und weite Ebenen befinden sich im ständigen Wechsel.
 |
| Kühe am Bahndamm entlang des Arkansas River. | |
 |
| Der 'Ort' Cotopaxi an der US-50 in voller Größe. | |
 |
| Die Union Pacific hat tausende dieser Wagen auf der Trasse abgestellt. Hübsch in mehreren 'Chargen' zu je etwa 80 Wagen hintereinander. |
|
 |
| In Canon City an der US-50. | |
Kurz nach dem kleinen Gebirgsort Canon City geht es auf der 115 weiter Richtung Norden. Es ist bereits dunkel, als wir Colorado Springs erreichen. Von Colorado Springs geht es wieder ein Stück zurück nach Westen in die Berge ins urige Manitou Springs. Hier am Fuße des Pikes Peak gibt es einige wunderschöne Landmarken zu besichtigen. The Garden of the Gods, die Tropfsteinhöhle ‚Cave of the Winds‘ und die in einem kleinen Canyon gelegenen ‚Seven Falls‘ wollen morgen von uns besucht werden.
Ankunft in Manitou Springs um 21.30 Uhr, Einchecken im Pikes Peak Inn. Zum ersten Mal haben wir einfach so ein King Bed und ein Queen Bed in einem Extraraum, das von Kira belegt wird. Wir stellen Kims Reisebett dazu. Eigentlich könnte man am Schreibtisch sogar noch was arbeiten oder den nächsten Blogeintrag online stellen, aber wir sind zu müde.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen