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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Montag, 23. Mai 2011

Nevada an einem Tag - Unsere Tour beginnt

Samstag, der 21.05.2011 (Karte)

Heut‘ Abend ist der Weltuntergang – zumindest laut einer Sekte in Oakland.
Morgens verstaut Andy noch die letzten Taschen ins Auto, die wir am Vortag mehr oder weniger enthusiastisch gepackt bzw. ausgepackt (Kim) haben. Um 5.40 Uhr tanken wir - der 15,5 Gallonen- = 60 Liter-Tank für so ein großes Auto ist schon knapp bemessen. Vor uns liegt die längste Tagesstrecke unserer gesamten Tour, da wir uns Take Tahoe für ein andermal aufheben und ganz Nevada passieren wollen, wo es auf der Interstate 80 relativ wenig Sightseeing-Möglichkeiten gibt.
So früh sind unsere beiden Kleinen noch nicht wach.
Auf der Interstate 80 fahren wir erst Richtung Norden aus der Bay heraus und dann Richtung Osten nach Sacramento. Der Lincoln muss arbeiten, da es steil bergauf geht (bis ca.1800 Höhenmeter). Um 8.15 Uhr verlassen wir kurz die I-80, erreichen den verschneiten Donnerpass und frühstücken im „Summit Restaurant and Bar“, wie von Andy geplant. Wir erfreuen uns an Pancake w/ bacon (Pfannkuchen mit Speck), Mashed egg, bacon, toast and potatoe wedges (Rührei, Speck, Toast und Kartoffelachtel), sowie Oatmeal w/ Cinnamon sugar, cranberries and nuts (warmer Haferbrei mit Milch, Zimtzucker, Cranberries und Nüssen). Als Gag hängen im Restaurant signierte Dollarnoten an der Decke – hier ist ein bekanntes Skigebiet. Draußen werfen Kira und Kim mit Schneebällen herum – Kira weiß: „No running!“
Die Pässe liegen auf über 5000 Fuss Höhe-
Schnee an der Interstate 80 östl. von Sacramento.
Soda Springs, CA. Hier halten wir um zu frühstücken.
Im Summit Restaurant & Bar.
Etwas Bewegung nach dem Essen.
Ein eingeschneites KfZ am Parkplatz.
Auf der alten Route 40, die etwas ab der I-80 verläuft, genießen wir die tolle Aussicht am Donnerpass. Die Strecke ist Teil des alten Pony Trail, auf dem Rinderherden aus dem Westen zum Verkauf nach Sacramento getrieben wurden. Der Ort Soda Springs ist so verschneit (2 – 3 m), dass ich einen nur die Liebe oder die Landschaft hierher verschlagen können. Kalte Gebirgsbäche versorgen den kalten See. Nach dem kurzen Umweg schwenken wir wieder auf die Interstate 80. Wir sind auf Hochplateau und die Landschaft wird karg – rötlich-braune Hügel mit Büschen.
Das beschauliche Soda Springs, CA.
Hier fahren wir die historische Route 40 entlang.
Sessellifte führen auf die Berge. Im Süden der Route erstreckt sich ein gewaltiges Skigebiet.
Auf dem Donnerpass Richtung Donnersee blickend. Die I-80 ist links zu sehen.
Die Eisenbahnstrecke entlang des Pony Trail.

Die Route 40 führt direkt am See entlang.
Wieder auf der Interstate 80 geht es erst einmal wieder bergab.

Die Staatsgrenze zwischen California und Nevada.
Wir passieren die Staatsgrenze zu Nevada und die Stadt Reno, das Spieler- und Scheidungsparadies in der Zeit vor Las Vegas. Die Strecke wird ganz schön langweilig und einsam. Wir überholen einen Zug, den wir (ca. 4 Stunden später) nach der Mittagspause wieder treffen. Um 12.15 Uhr sind wir in Winnemucca, einem Durchgangsort aus dem 19. Jahrhundert mit 7.200 Einwohnern. Wir essen bei MacDonalds, weil der Indoor-Spielplatz so toll ist. Kira und Kim toben mit einheimischen Kindern herum.


Blick zurück auf verschneite Berge.
Die Skyline von Reno
Kurz hinter Reno




Um 14 Uhr locken wir die Kinder ins Auto um den Ort anzusehen, aber viel außer Kasino gibt es hier nicht viel, und so fahren wir weiter auf der Interstate 80 Richtung Osten. Bis zum nächsten Ziel Wendeover gibt es nur noch kleinere Orte als Winnemucca. Die Gegend ist reich an Gold, Silber, Wolfram, Barite, Quecksilber, Türkis und Opal.
Im Winter muss es hier ziemlich glatt sein. Für Erhöhungen gibt es Chain-Assembly-Areas (Schneeketten-Montage-Bereiche) am Straßenrand und entsprechende Chain-Removal-Areas. Der Pass vor dem Pumpernickelpass ist auf 5159‘ Höhe.



Der Pequop Summit ist mit ca. 2124 Metern der bisherige 'Höhepunkt' unserer Tour.
An bestimmten Streckenabschnitten sollen keine Anhalter mitgenommen werden, da Gefängnisse in der Nähe sind. Wir genießen den Tempomaten, dessen Gebrauch uns Opa Joe beigebracht hat. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt übrigens die ganze Zeit schon 75 Meilen/Stunde (ca. 120 km/h), der Verbrauch unseres V8 liegt bei dieser Fahrweise bei ca. 9,4 ltr./100km. Im Radio läuft nur Trucker-Musik – Oldies und Country.
Um 18 Uhr kommen wir in West Wendover an und dürfen die Uhr um 1 Stunde vorstellen. Der Ort liegt zweigeteilt auf der Grenze Nevada/Utah. Im Nevada-Teil befinden sich große Kasinos, im Utah-Teil natürlich nicht. Wir checken im Days Inn ein und die Kinder toben erstmal im Hotelzimmer. Es ist relativ schwül und die Klimaanlage schafft keine angenehme Temperatur. Beim Spaziergang durch den Ort sehen wir die Häuser der anscheinend überwiegend mexikanischen Hotelangestellten. Wendover war übrigens früher ein Montage-Platz für die Atombomben Fat Man und Little Boy.
Wir erreichen West Wendover.


Good bye Nevada, hello Utah.
Das örtl. Casino (noch auf Nevadas Seite)

Mit besonderen Gruß an W+W.

2 Kommentare:

  1. Na, da habt Ihr Euch ja eine Reise vorgenommen. Mit den Kindern bin ich nie weiter als 1500Km von Zuhause weggekommen.Wir hoffen, daß die Kinder das gut überstehen. Andererseits bin ich als Kind mit den Eltern und Geschwistern 1946 in drei Wochen bis an die Wolga gefahren worden. Das hat uns Kindern weniger ausgemacht als den Eltern. Noch viel Erfolg und gute Reise
    Manfred

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  2. Wenn man bedenkt,dass Ihr einen Tag für das gebraucht habt,was wir da in 5 min lesen.Wir wünschen Euch eine tolle Reise.

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