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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Samstag, 2. Juli 2011

Mt. Rushmore - Die Köpfe im Berg


Montag, der 6.6.2011

Barbara holt in der Frühe nach, was sie gestern versäumt hat – eine Abkühlung im nicht geheizten Swimming Pool. Da der am Vortag erworbene Zugang zu den Badlands für ganze sieben Tage gültig ist und die Fahrt über die Interstate 90 nach Rapid City keine wirklich sehenswerte Strecke zu sein verspricht, fahren wir gen Süden erneut in die Badlands hinein um auf der "Sage Creek Road" unser Ziel im Black Hills National Forest zu erreichen.




Doch Jemand hat die (gestern definitiv noch geöffnete) Strasse für die Durchfahrt gesperrt.
Daher müssen wir eine Retour nehmen und fahren tiefer in die Badlands hinein.
Auf der "Conata Basin Road" in südl. Richtung. Die Strecke ist nicht asphaltiert.
Der Lincoln wirbelt Saub auf.
Das Gebiet wird landwirtschaftl. genutzt- Im Vordergrund ist eine "Viehsperre" zu erkennen. Die Rinder trauen sich nicht über das Metallgitter und können so nicht über die Strasse aus dem Gehege entkommen.
Wenn es irgendwo ein Nirgendwo gibt ... wir waren wohl an diesem Ort ;)


Aber egal wo man sich in den USA gerade aufhält ... auf einem 4300 Meter hohem Berg am Rande der Rocky Montains, in der Salzwüste von Utha, den Canyons oder Badlands ... die Eisenbahn war schon da.


Auf der State 44 geht es wieder "normal" weiter.

An der State 44 liegt auch der Airport von Rapid City. Über die Elk Vale Road fahren wir an der Stadt vorbei auf die US Route 16.
In einem Industriegebiet südl. der Stadt werden Elemente für den Kanalbau gefertigt.
Wir nähern uns dem Tagesziel.
Im kleinen Touristenort Keystone inmitten des Black Hill Nat. Forest kurz vor Mt.Rushmore wird Rast gemacht.
Die Kinder wollen natürlich selber zu Fuss gehen. Kim hält die Betonbegrenzer für eine Parkbank.
Die Kinder lieben Fast-Food.
Der Bahnhof von Keystone, SD. Die Eisenbahn verbindet Keystone mit Hill City. Die Fahrt soll eine tolle Aussicht bieten. Leider kehrt der Zug erst in zwei-einhalb Stunden aus Hill City zurück.
Wir laufen mit K+K etwas im Ort herum. Mt.Rushmore ist nur mit dem Auto zu erreichen.
Der Berg mit dem bekannten Kunstwerk lag nicht weit weg. Gerade losgefahren kommt er auch schon in Sichtweite.
Von Keystone fahren wir nur ein kurzes Stück bergauf und erreichen das Mt. Rushmore National Memorial. Der Lincoln wird für sage und schreibe 25 US$ in dem sechsstöckigen Parkdeck am Berg verstaut. Der Zugang zum Memorial ist frei ... der nächste freie Parkplatz aber auch 3,5 Meilen entfernt. Kira muss den Schnuller abgeben und muss auf dem Weg zu "den Köpfen" (wie sie sagt) getröstet werden.

Papa trägt Kira. Sie will sich eigentlich (laut) beschweren, weil sie keinen Schnuller bekommt. Aber sie will auch keine Aufmerksamkeit von den vielen Besuchern haben.
Die Fahnen der 50 Staaten zieren den Zugang zum Monument.
Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln wurden von 1930-1941 hier verewigt.

Am Monument selber gibt es eine Freilichtbühne, mehrere Besucher- und Informationszentren die erklären, wer die abgebildeten Personen waren und wie man das Monument errichtet hat. Ein Weg führt um die Freilichtbühne herrum in ein kleines Museum, wo u.a. die original Luftdruckmaschine steht, mit der die Presslufthämmer betrieben wurden. Kira tobt ausgelassen auf den Treppen der Bühne ... auch weil andere Kinder dort herumtollen. Irgendwann wird sie allerdings müde und will wieder getragen werden. Als sie sich erholt jat gehen wir den Hiketrail ins Tal hinab und über Treppen wieder hinauf zum Memorial. Der Weg ist ca. 2 Meilen lang ... Barbara bekommt von Alledem nichts mit und bleibt mit Kim an "den Köpfen". Unser Handynetz funktioniert auch hier nicht.

Kim an den Tribünen der Freilichtbühne.
Kira hat Fußschmerzen.
Es ist recht heiß und es gibt kaum Schatten. Das Fountainwasser hingegen ist eiskalt
Kim planscht gerne mit dem Wasser.
Unten im Tal hat man einen anderen Ausblick auf die Präsidentenschaft am Berg. Nur leider habe ich die Kamera nicht dabei. Nur so viel: Man kann auch Teddy Roosevelt (er bekam im übrigen als erster Amerikaner einen Friedensnobelpreis) direkt ins Gesicht schauen.

Wir verabschieden uns von" den Köpfen" und fahren ca. 16 Meilen weiter nach Westen zum ebenfalls in den Fels gehauenen Crazy Horse Memorial. Das Monument zu Ehren des letzten Sioux-Häuptling, der mit seinem Stamm noch Widerstand leistete, ist die Antwort der hier ansässigen Sioux Indianer auf Mt.Rushmore. Das noch nicht fertig gebaute Monument wird aus Spendengeldern finanziert. Eine Beteidigung der US Regierung wurde von den Verantwortlichen abgelehnt. Im Prinzip wird hier der Krieg 'Indianer gegen Weisse' in einer anderen Form weitergeführt. Die Errichtung des Mt.Rushmore Memorial zu Ehren der US amerikanischen Präsidenten verstieß wohl gegen ein Abkommen der USA mit den Ureinwohnern. Ob der Berg nun ein heiliger Ort für die Sioux war bleibt auch ungeklärt. Das Crazy Horse Memorial soll daher größer, schöner, besser und bedeutender werden.

Wir erreichen unser Ziel am Crazy Horse Memorial.
Der Black Hill Nat. Forest gehörte einem Vertrag nach den Sioux. Dann hat man hier Gold gefunden, die Sioux wurden vertrieben und zum Teil getötet. So auch ihr Anführer 'Crazy Horse'.
Die Community der 'native Americans' bildet hier eine Gegenbewegung zum Mt.Rushmore. Die Präsidenten der USA waren teilweise für die Vertragsbrüche und die Verfolgung der Ureinwohner mitverantwortlich.
Das Memorial vom Visitor Center aus betrachtet.
Nachdem das Projekt in den 70ern und 80ern etwas eingeschlafen war wurde in den letzten Jahren 'Nägel mit Köpfe' gemacht und viel aus dem Berg gesprengt.
Auf dem Parkplatz des Memorial sehen wir viele unterschiedliche license plate (Autokennzeichen) - New York, Californien, Florida, Texas, Indiana. Seit 1948 baut man hier und hatte sich von Anfang an ein recht ergeiziges Ziel gesetzt. Aber man sagt ja: "Steter Tropfen höhlt den Stein". Seit in letzter Zeit aber wieder Bewegung in den Berg kommt (ständig sind Trucks damit beschäftigt Schutt der letzten Sprengung vom Berg zu schaffen) und kürzlich nun auch das Visitor Zenter geöffnet wurde, kommen Besucher (wie wir) aus den gesammten USA um sich das Bildwerk anzusehen. Und wer weis: Wenn K+K mal groß sind ist das Memorial vieleicht auch schon fertig.

Der blaue Chevrolet C/K aus den 60ern schafft Gesteinsbrocken vom Monument heran. Für einen US$ kauft Barbara ein Stück "Black Hill' aus dem Berg, in dem Crazy Horse herausgemeisselt wird.
Wieder am Parkplatz erspähen wir einen gepimmten Kübelwagen in Postgelb.
Ein LKW befördert Abraum.
Via US Route 16 die quer surch die Black Hills führt, fahren wir wieder zur Interstate. Eigentlich wollten wir es bis Buffalo geschaft haben. Auf der Reise haben wir aber vom "Devils Tower' ganz in der Nähe erfahren und so entschließen wir uns, eine östlichere Route zu fahren um diesen stehen gebliebenen Vulkankegel noch 'mitzunehmen'. Also verlassen wir bei Newcastle die Route 16, fahren auf der Route 85 nach Four Corners (nicht zu verwechseln mit der Stelle, wo die Staaten Utha, Colorado, Arizona und New Mexico zusammentreffen) und via 585 nach Sundance. Auf dem Weg überlegen wir uns, wo wir übernachten möchten. Wir fahren an einigen Motels vorbei. Doch viele sind sehr teuer, da wir uns in einem Touristengebiet bewegen. So kommt es, daß wir das an der Interstate gelegene Sundance in Wyoming erreichen und dort einschecken.
In den Black Hills stehen schon merkwürdige Gebäude.
Lodging im National Forset.
Und Unterhaltung für die Kinder.
Oder doch im Holiday Inn ?
Der nächste Bundesstaat in den es uns verschlägt ist Wyoming.
Wir verlassen die Black Hills.
Bei Newcastle treffen wir auf die einzige US amerikanische Hand Dug Oil Well . Eine 1960 'per Hand' in den Boden getriebene Ölquelle, die bis heute etwa 1 Barrel Öl (ca. 120 Liter) am Tag fördert.






Es ist schon dunkel. Auf einigen Bildern hat Barbara eine andere Belichtung gewählt, so daß die Umgebung heller wirkt. Es ist sber schon recht spät, als wir auf unserem Weg nach Sundance sind.

Eine merkwürdig anzuschauende Wolkenformation ... ein Gewitter kündigt sich an.
Das Rodeway Inn in Sundance, WY
"After the rain"
Nachdem wir den Wagen im Regen ausräumen, die Koffer und andere Utensilien ins Zimmer schleppen, spielen wir mit den Kindern einige Zeit auf den zwei Queensizebetten. Nachdem die Regenwolken weitergezogen sind gehen wir noch durch den kleinen Ort, an Creek entlang und zum City Park wo es einen kleinen Spielplatz gibt.






Auf dem Spielplatz spielen Kira und Kim zusammen mit noch einem weiteren Kind. Auch gelangweile Jugendliche sind anwesend. Wir kehren ins Inn zurück und ich mache Wäsche. Der Knabe im Office (sicherlich gerade 16 Jahre alt) hat allerdings keine Quarter (25c Münzen) die man braucht um den Automaten zu bedienen. Doch gleich nebenan ist eine Tankstelle und ich bekomme die Münzen. Allerdings gibt es kein Bier zu kaufen. Als ich den Angestellten danach frage meinte dieser: Er bräuche eine Genehmigung (Permit) für den Verkauf alkoholischer Getränke, aber der Schnapsladen (liquor store) sei drei Blocks weiter. In Wyoming darf Alkohol nicht öffentlich verkauft werden sondern kann nur in diesen Schnapsladen, die zumeist eigentlich eine Bar sind, verkauft werden. Um in die Bar zu kommen muss man (wie in den USA üblich) 21 Jahre alt sein. Also kaufe ich an diesem Abend kein Bier, da mir drei Blocks zu weit für einen ungeplanten Fussmarsch sind. Ich werde die Wäsche in den Waschautomaten (einen Toploader) und werfe fünf Quarter in den Zahlkasten. In nur wenigen Minuten ist es sehr windig geworden und Hagelregen setzt ein. Etwa 20 Minuten später schlägt ein Blitz in die Überlandleitung und ganz Sundance sitzt ohne Strom im Dunkeln. Es ist gespenstisch dunkel und still. Nur der Verkehr der Interstate ist noch zu hören. Ich hole meine Maglight aus dem Wagen und stelle sie im Zimmer auf. Im Motel wohnen neben uns noch zwei Arbeiter, die im Rodeway Inn mit Renovierung beschäftigt zu sein scheinen und legen in ihrem Pickup Truck den Rückwärtsgang ein und haben so auch Licht in ihrem Zimmer.
Nach einer halben Stunde ist der Strom wieder da. Ich mache mir Sorgen wegen der Wäsche, weil ich nicht genug Quarter habe. Aber der Automat läuft nach der Zwangspause einfach weiter. Der Strom fällt insgesammt noch zwei weitere Male aus, so daß der Trockner die Wäsche nicht trocken bekommt, weshalb ich sie überall im Hotelzimmer aufhängen muss.







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