Freitag, den 10.6.2011

Abfahrt um 10 Uhr – in Butte, Montana.
Andor vergleicht die Landschaft von Montana mit einer Märklin-Eisenbahn-Gegend. Die Berge sind steil, mit Büschen bepudert und einzelnen Nadelbäumen besetzt. Im Tal schlängeln sich Autobahn und Eisenbahnschienen neben vereinzelten Farmen.
Wie schon gestern bemerkt, gibt es hier unzählige „Creek Roads“, d.h Straßen durch Täler, die von fließendem Gewässer geschaffen wurden.
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| Die Interstate 90 in Montana westlich von Butte. Heute werden wir den ganzen Tag auf dieser Straße verbringen. |
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| Butte ist bekannt für den Kupfer Abbau. Man nennte den Ort auch 'the richest hill on earth' |
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| Wir müssen auf der Interstate halten weil sich ein Reh auf dem Mittelstreife aufhält. Erst als wir stehen überquert es vor uns die Fahrbahn und läuft davon. Sehr vorbildlich ;) |
Montana rühmt sich mit den vielen hier gefundenen Dinosaurier-Skeletten. Tyrannosaurus Rex und Triceratops sind die bekanntesten. Vor allem die großen Raubechsen sind in Montana, North and South Dakota gefunden worden. Angeln ist ein wichtiger Sport hier.

Mit der Staatsgrenze zu Idaho überschreiten wir auch die Zeitgrenze von der Mountain Time zu unserer heimatlichen Pacific Time und gewinnen wieder eine Stunde hinzu. Der nördliche Teil von Idaho grenzt schon an Kanada und wird wegen seiner Form „Panhandle“ – Pfannengriff genannt. Die Landschaft ist bergig und voller Nadelwald, was auch stark an Bilder aus Kanada erinnert. Wir passieren die Goldgräberstadt Wallace und Coeur d’Alene, das eine unrühmliche Bekanntschaft durch die Ansiedlung von Neo-Nazis in den 80ern und 90ern erlangt hat.
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| Der nördliche Teil von Idaho ist recht schmal, deswegen dauert die Fahrt durch diesen Staat nicht sehr lange. Interessanter Weise gilt hier schon die Westküstenzeit. Im Südlichen Teil von Idaho hingegen die Mountain time. |
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| Und schon sind wir in Washington unterwegs. |
Im Bundesstaat Washington begrüßt uns die zweitgrößte Stadt in diesem Staat Spokane (ca. 200.000 Einwohner), benannt nach dem früher hier ansässigen Indianerstamm. Seit Tagen haben wir endlich wieder unser Handynetz. Im Mc Donalds Playland toben die Mädchen herum. Leider ist hier eine totale Baustelle, so dass Bauarbeiter immer wieder mit Leitern und Stützstangen durch die Tischreihen gehen.
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| Kim mag Fritten und das Spielen mit Ketchup. |
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Andi nimmt sich einen leichten Salat. Im MacDonalds ist der Salat recht teuer (man würde auch 5 Burger für den Salat bekommen). Für den Cäsar auf der Dressingverpackung steht Paul Newman Pate. Ihm gehört neben der Dressingfirma auch eine Biokeksfabrik. Bin gespannt auf welchen Nahrungsmittelverpackungen wir Paul Newman noch antreffen werden.
Anders als die letzten Bundesstaaten beherbergt Washington ein Toys r us und wir kaufen auf Kiras Idee hin für Kim eine Puppe mit Zubehör als Geburtstagsgeschenk. Die Puppe lacht und giggelt die ganze Zeit, was Kim und Kira total super finden.
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| Ein Jeep ist auf einer Nebenstraße unterwegs. |
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| Am Wanapum Damm halten wir für die Aussicht und uns um die Beine zu vertreten. |
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| Kira hat sich Kims neue Puppe gekrallt. Diese nimmt das aber gelassen. |
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| Der Columbia River wird aufgestaut. Am Damm gibt es ein Elektrizitätswerk. |
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| Barbara entdeckt eine Eidechse. |
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| Papa wird gleich die kleine Kira erschrecken. |
Weiter Richtung Seattle müssen wir über den Snoqualmie Pass. Im Radio lauschen wir (auf einer speziellen AM Welle) dem Wetterbericht zur Situation am Pass. Wegen Unwetter ist der Pass regelmäßig gesperrt und eine Weiterfahrt daher ungewiss. Der Pass war die Woche vorher schon für zwei Tage zu gemacht worden.
Doch der Weg ist frei und wir dürfen passieren. Nur etwas Hochnebel bedeckt die Gebirgsspitzen.

Das Hotel in Seattle wählen wir aus dem McDonalds Couponheft. Die erste Wahl mit Pool und Guest Laundry ist in Preston, südlich von Seattle. Bei der Anfahrt entscheiden wir, dass wir lieber näher zum Zentrum wohnen möchten. Barbara ruft bei der Travelodge am Uni Campus an – ja, es gibt ein Kingsize-Zimmer für das Wochenende zu 169 Dollar pro Nacht. Wir berufen uns auf den Coupon mit 59 Dollar (+ 10 Dollar Wochenendaufschlag) und bekommen das Zimmer für 79 Dollar (vor Steuer) angeboten – ist ja auch größer als im Prospekt. Bei der Anfahrt zum Hotel merken wir, dass Graduation Weekend (Abschlussfeier-Wochenende) ist und sind besonders stolz auf unser Verhandlungsgeschick bzw. Glück. Das häufige Essen bei Mc Donalds hat doch einen Sinn gemacht.
Heute war der zweitlängste Reisetag mit 602 Meilen und ca. 10 Stunden Fahrtzeit. Nur die Fahrt durch Nevada war mit 603 Meilen eine Meile länger.
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