| Nachdem wir im 1ten Anlauf nur das 'Lodge' und die Tankstation angefahren haben, finden wir das gigantische Parkareal am Old Faithful und dem Visitor Center. |
| Als der Regen kurz aufhört gehen wir zum Geysir, doch schon auf dem Weg dorthin setzt der Regen wieder ein und wir werden ordentlich nass. |
Ganz aktuell ist ein Mann im Yellowstone Park von einer Grizzly-Bärenmutter getötet worden - der erste tödliche Zwischenfall seit 1986.
Die Vorherschende Baumart ist eine Tanne mit besonderen Zapfen. Die Zapfen öffnen sich nicht, weil sie stark verklebt sind und überdauern über hundert Jahre auf dem Boden. Erst wenn ein Waldbrand die Fauna vernichtet wird das klebrige Harz hart und öffnet den Zapfen der dann die Samen freigibt. Auf der fruchtbaren Asche gedeit dann der neue Baum. Die neuen Bäume stehen dann so dicht, daß andere Baumarten kein eindringen in den neuen Lebensraum gewährt wird. Auf die Art und Weise ist der Fortbestand der eigenen Art gesichert.
Wir erfahren auch von 'continental devide', der Kontinentalen Wasserscheide , welche genau durch den Park verläuft. Wir überqueren diese Scheide mehrfach als wir durch den Park fahren.
| Andi deutet auf die Schlammgeysire, die wir nicht besuchen werden können. |
Nach der Vorstellung treffen wir Barbara und Kira, die durch die Kinderzone und den Laden gestromert sind. Der Ausbruch des Old Faithful wird angekündigt. Der Geysir bricht so regelmässig aus, dass man den nächsten Ausbruch aufgrund der Dauer des letzten Ausbruchs bis auf 10 Minuten genau vorhersagen kann. Dieser Umstand hat ihm auch seinen Namen gegeben. Es regnet leider wie aus Eimern, daher bleiben wir am Visitor Center unter einem Dach und bestaunen die ca. 35-40 Meter hohe Wasserfontaine.
Das Wasser ist heißer als 100 Grad Celsius (120-130 wenn es an die Oberfläche tritt) und geht deswegen gleich in Wasserdampf über, der den Blick auf die Fontaine selber nach nur wenigen Sekunden vernebelt. Aber man kann den Ausbruch deutlich hören, während die Nebelwand weiter anwächst.
| Nach dem Ausbruch verlassen die Besucher (wegen des Regens) fluchtartig den Geysir. |
| Auch wir verlassen den Old Faithful und besuchen das Black Sand Basin. |
| Ein Steg führt die Besucher zu den Geysiren und heißen Quellen. |
Die Stege dienen der Sicherheit. Der Boden ist weich und niemand weiß, ob sich nicht wenige cm unter der Oberfläche ein sogenannter 'Pool', eine inaktive hydrothermale Quelle, ruht, in die ein Wanderer hineinstürzen und sich schlimme Verbrühungen zuziehen könnte.
Auf dem Basin befinden sich mehrere dieser heißen Quellen, es blubbert, es brodelt, es qualmt und stinkt. Mineralablagerungen färben die Ränder der Quellen. Vom Visitor Center her wissen wir auch, wie heiß das Wasser im Pool selber sein wird. Je nach Temperatur arbeiten andere Algen und Bakterien die Mineralien auf unterschiedliche Art ab und färben das Wasser je nachdem unterschiedlich.
| Das Wasser aus den Quellen fließt in Bächen über das Basin. |
| Ob Quelle oder Geysir erkennt man erst, wenn eine Fontaine ausbricht. |
| Das Wasser in den Quellen ist heiß und mineralisch. |
| In der Ferne grast ein Bison zwischen den Quellen. |
| Später auf der Weiterreise treffen wir auf eine ganze Herde dieser Tiere. |
Heute gibt es im Mittleren Westen der USA nach Schätzungen wieder um die 350.000 Bisons. Das nordamerikanische Bison (das Bison Bison) wird umgangssprachlich auch Buffalo (Büffel) genannt.
Wir erreichen den Madison Campground und müssen uns nun entscheiden weiter durch den Park zu fahren oder ein Motel aufzusuchen. Wir entscheiden uns für letzteres, fahren auf die West Entrance Road aus dem Park Richtung Westen hinaus nach West Yellowstone. Der Ort liegt in Idaho, dem nächsten Bundesstaat, und ist ein Ruheort für Besucher im Park.
Barbaras Kamera hat wegen der vielen geschossenen Bilder eh keinen Saft mehr. Es beginnt in Strömen zu regnen. Auch für diesem Ort hatte Expedia schon morgens keine Zimmer mehr unter 100 Dollar verfügbar und so bezahlt Andor zähneknirschend den bisher mit Anstand höchsten Preis von 150 Dollar inklusive Steuern in der Traveler’s Lodge. Leider ist dieses Hotel nicht Teil unserer bekannten Hotelkette aus der ersten Amerikawoche im letzten Oktober, so dass wir hier zum ersten Mal absolut keinen Internetzugang haben. Auch das Zimmertelefon ist tot, so dass Barbara vom Handy des Hoteljungen aus Pizza und Pasta bestellen muss. Nicht nur Kim sondern auch Kira essen so gut, dass sie ihre Energie bei einem Spaziergang bzw. -lauf loswerden müssen.
Kira ist wieder in Eile und läuft vor, Papa muss ihr folgen. Kim ist nicht so schnell und bleibt mit Mama zurück. Der Bewegungsdrang ist so stark, daß ich mit Kira ein mal durch den kompletten Ort laufen muss und auch in diverse Shops eintrete. Unterwegs grüßt mich ein Mann mit 'Go Bears' da ich den grauen Cal Pullover trage. Als wir zum Motel zurückkehren ist die Sonne schon untergegangen.
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