Am Wochenende fahren wir mit unseren Gästen ins Napavalley, für uns ist es bereits die zweite Tour dahin. Ausflugziel ist Calistoga, wo wir mit Anjali auch schon waren. Da wir aber nun wissen, wo die Falcon Crest Villa zu finden ist, statten wir ihr dieses Mal einen Besuch ab.
| Babs und Andi am Eingang zur Villa von Angela Gioberti Channing. |
Nahe eines Reservoirs (dieses ist sogar im Vorspann zur Serie zu sehen) schießen wir ein paar Fotos vom Dach des Anwesens.
| Durch Weinberge geht es dann weiter nach Calistoga. |
| Hier vertreten wir uns erst einmal die Beine bei einem kurzen Spaziergang durch das Dorf und erfreuen uns an gelben Ginkoblättern. |
Als nächstes halten wir an der Twomey Winery um erneut eine Weinprobe abzuhalten. Der Kauf einer Weinflasche für Barbaras Kollegin Janet, die wir in Kansas besucht haben und die ebenfalls diesen Nachnamen trägt, ist schon fest eingeplant.
Das Versenden der Flasche wird für Barbara später noch zu einem Aufwand, da der United States Postal Service keinen Alkohol verschickt. Und Fedex und UPS verschicken und versichern nur Flaschen, keinen Inhalt ;-) Wenigstens versucht Barbara keinen Versand nach Massachussetts oder einem anderen Staat, der gar keine Alkoholeinfuhr erlaubt.
Nachdem wir eine Flasche Wein gekauft haben, fahren wir weiter Richtung Süden zum Bale Grist Mill Historic Park und zu der Mühle, die wir mit Anjali schon besucht hatten, aber nicht besichtigen konnten, weil wir damals erst kurz nach Betriebsschluss gegen 4 pm aufgeschlagen sind.
Diesmal sind wir aber rechtzeitig da und können so einer Führung durch die altehrwürdige Mühle beiwohnen. (Hier eine Aufzeichnung ;-) )
Annika lernt von einem älteren Herren, dass Bay Leaves ein bekannter kalifornischer Baum ist. Nachher schauen wir nach, dass dies der kalifornische Lorbeerbaum ist.
Hier lernen wir auch die hohe Kunst der US amerikanischen Getriebetechnik. Eine 1 zu 20 Übersetzung und eine weitere 1 zu 20 Übersetzung ergibt ? ... Natürlich eine 1 zu 40 Übersetzung :D
Andi zählt die hölzernen Zahnräder nach. Tatsächlich handelt es sich am Wasserrad um ca. eine 1 zu 12 Übersetzung und in der Mühle um eine 1 zu 3,5 Übersetzung, was dann in der Summe in etwa einer 1 zu 40 Übersetzung gleichkommt.
Die Kinder dürfen einen halbgeschälten Maiskolben mitnehmen, an dem die Schälmaschine demonstriert wurde, die Kinder damals betreiben mussten. Die eingestaubten Kinder hießen damals "Dusties", was der Mühlenführer immer wieder gerne einwirft.
Wir lernen über den windigen Erbauer der Mühle, Dr. Edward Turner Bale. Angeblich war er mit einem Schiff nach Kalifornien gekommen, aber kurz vor der Küste ins Wasser gesprungen und mit der Geschichte angelandet, dass das Schiff untergegangen sei. So waren auch seine Papiere, die seinen Doktortitel nachweisen konnten, verloren. Er wurde Truppenarzt und -chirurg in der mexikanischen Armee unter General Vallejo, dessen Nichte er ehelichte und von dem er das Land im Napa Valley geschenkt bekam. Es wurde eine Mühle errichtet. Dr. Bale wurde vom Goldfieber im Gold Rush gepackt, zog in die Berge und ließ seine sechs Kinder und Ehefrau zurück. Als er zwei Jahre später zurückkam und fiebrig vor der Haustür stand, ließ ihn seine kluge Frau nicht mehr hinein. In der Scheune verstarb er ein paar Tage später.
Die arme überschuldete Frau engagierte einen so talentierten Mühlenbauer, dass sie in kurzer Zeit schuldenfrei war und die Mühle große Bedeutung für das ganze Valley erlangte, das damals noch von Mais- und Kornanbau statt Wein geprägt war.
Hier wird von Weizen über Korn und Dinkel alles Mögliche gemahlen. Annika kauft ein Paket Maismehl, mit dem wir backen wollen. Leider schmecken die Gebäckstücke stärker nach Popcorn als uns lieb ist...
Nach einer kleinen Stärkung im Nation's Giant Burger im Örtchen Napa, warten wir noch etwas ab um die Hollyday Parade zu sehen.
Wie in Deutschland im Karnevall jedes Örtchen seinen eigenen Umzug veranstaltet, so hat auch Napa zum Beginn der Weihnachtssaison eine 'Hollyday Parade'. Es spielen sogar einige Musikchors, wahrscheinlich von den hier ansässigen Highschools.
Einige Gruppen verteilen auch Süßigkeiten, und so bekommen Kira und Kim auch noch was zu naschen.
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