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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Dienstag, 28. Februar 2012

Goldcountry Sonoma & Columbia

Freitag 2.Dezember :

Für das Wochenende steht ein Ausflug ins Land der Goldgräber und dem Yosemite Nationalpark an. Eigentlich wollten wir noch weiter zum Mono Lake, allerdings wurde der Tioga als auch der Sonora Pass bereits für Autos gesperrt, so dass man den Lake nur noch von der Nevada Seite aus erreichen kann (falls überhaupt). Auf dem Weg in die möglicherweise verschneiten Berge kauft Andi für den Lincoln noch einen Satz Schneeketten. Wir hoffen zwar ohne auszukommen, aber für den Fall der Fälle sollte man zu dieser Jahreszeit welche dabei haben.

Das Land hat sich nach der langen Trockenperiode im Sommer ins gelb-braune verfärbt.

Wir passieren Jamestown, Sonora und erreichen Columbia ohne Zwischenfälle. Im Sommer lockt der nahe New Melones Lake, ein künstlicher Stausee, den es zu Zeiten des Goldrausches noch nicht gegeben haben dürfte, viele Besucher und Urlauber in diese verträumte Dörfer. Jetzt Anfang Dezember ist es sehr ruhig. Das Wetter ist aber angenehm, denn die Sonne strahlt hell am Himmel.

Automobile wurden bereits aus dem ehem. Stadtkern von Columbia verweist. Hier dürfen nur Pferdekutschen weiter.
Der Columbia State Historic Park ist denkmalgeschützt.

Die Häuser sind aus Backstein erbaut. Das ist sehr ungewöhnlich. Später im Visitor Center lernen wir den Grund kennen: 1854 ist die aus Holz errichtete Stadt nahezu komplett abgebrannt. Als Folge dieses Ereignisses wurde verfügt, dass die neuen Häuser aus Stein zu errichten sein.







Im Visitor Center werden einige Exponate aus der noch jungen Geschichte von Columbia ausgestellt: Alte Kleidung, die Werkzeuge der Schürfer, Waffen ... alles was die Jahre überdauert hat. Wir erfahren, dass Columbia ein Problem mit der Wasserversorgung im Spätsommer hatte (nichts Ungwöhnliches für kalifornische Städte) und schon früh ein Stausee angelegt wurde um die Siedler auch in der Trockenperiode mit Wasser zu versorgen. Goldschürfer konnten dann später Wasser kaufen um das Erdreich zu durchwühlen. Eine Preistafel gibt Auskunft über die Tagesnutzungsgebühren für die Benutzung von verschieden zollstarke Wasserrohren.
Der Begriff "motherlode" beschreibt die Goldader, nach der jeder hier gesucht hat.

Die Kinder interessieren sich aber insbesondere für die postdramatische Zeit des Wiederaufbaues mit Backsteinen. Eine Hinweistafel zeigt, wie es gemacht wird...

Die Kleinen entwickeln allerdings eine andere Methode für den Hochbau, lassen sich aber von Barbara das Verschränken von Steinen zeigen.


Wie seit jeher wird die örtliche Spelunke von zwielichtigen Gestalten belagert ;)
Die nicht ganz so modernen öffentlichen 'Restrooms'. Keine Angst: Es gibt am Rande des Areals einen Neubau.
Im Park befindet sich eine kleine Hühnerfarm, die versinnbildlichen soll, wie die Leute hier früher gelebt haben.
Barbara kauft zwei Säckchen grob gemahlenes Korn, die schnell an die Hühner verfüttert werden.
Wo früher vom Goldfieber Gepackte schürften, ist heutzutage Kinderarbeit angesagt ;) Die Mine ist allerdings saisonal bedingt verwaist.
Wie im Fantasialand bei Brühl gibt es auch in Columbia einen Fotomacher. Dieser hat sogar geöffnet, und da wir die einzigen Besucher im Park sind, nutzen wir die Gelegenheit um zwei Fotos zu machen. Zunächst verkleiden wir uns als Räuberbande - wir dürfen nicht lachen, da das Leben damals hart war. Annika und Barbara sind allerdings von den vielen alten Kleidern so beeindruckt, dass sich beide noch einmal umziehen und ein Bild als 'Bardamen' machen lassen. Die Beiden müssen sich freuen, da sie "good time girls" darstellen und viel Geld machen konnten.

Während wir auf die Bilder warten, essen wir etwas im gegenüberliegenden 'Diner'.
Ein rustikales Ambiente begrüsst die Gäste.

Wir essen nur ein paar Sandwiches. Kira gönnt sich einen doppelten Wiskey und Kim bekommt eine Bloody Mary mit extra viel Wodka. Nein, natürlich nicht: Es gibt Apfel- und Tomatensaft ;)

Nach der Nahrungsaufnahme sind auch die Fotos fertig: Im rechten Bild hat Sheriff Andy mit Hilfe seines dreiköpfigen Teams die gefährliche Bankräuberbande um 'Kira the Kid' und 'Klimmbimm-Kim' dingfest gemacht. Kira hat die Beute (EVIDENCE!) noch in der Hand und den Gesichtsausdrücken nach zu urteilen, wissen beide, dass sie bald hängen werden.
- Barbara: Naja, als wir uns das Motto ausgesucht haben, hiess es noch, dass wir einfach eine Cowboy-Familie darstellen, die ihr Hab und Gut beschützen müssen.

Da wir im Vorfeld kein Hotel gebucht haben, fahren wir kurzentschlossen nach Sonora, einem kleinen Örtchen zu Füßen der Sierra Nevada Montains. Heute ist ja Freitag Abend und so haben wir nicht allzu viel Hoffnung, aber das rustikale Days-Inn in Sonora hat noch Platz. Angelika und Annika bekommen sogar die Suite im dritten Stock. Nachdem wir die Zimmer bezogen haben, ziehen wir Nachts noch mal los:

Barbara meint, dass wir doch schon mal mit Stefan hiergewesen seien. Die altmodischen Häuserfronten finden wir aber beim besten Willen nicht wieder. Später klärt sich natürlich, dass wir mit Stefan im nördlicher gelegenen Sutter Creek waren.
Kira und Kim können sich kaum von den Winterlandschaften im Schaufenster losreissen.
Nach der Tour kehren wir noch in Christopher's Ristorante im unteren Bereich des Hotels ein.
Im italienisch angehauchten 'Ristorante' speisen wir Pasta, Spaghetti und Pizza. Dazu gibt es Bier, Weiss- und Rotwein. Annika muss ihren Personalausweis vorzeigen. Alkohol wird in den USA nur an Ü21 ausgeschenkt.

Kim verbessert ihren Besteck-Skill zusehends.

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