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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Donnerstag, 23. Februar 2012

Ausflug nach Monterey

Mittwoch 30. November:

Da heute ein Tag ist, an dem die Kinder nicht zur Preschool müssen (in Beisein von Kira benutze ich immer das Wort "dürfen"), und Barbaras Mittwochsmeeting ausfaellt, nimmt sich Barbara heute frei und wir fahren zu sechst südlich die Küste entlang nach Monterey.
Wir fahren via I-880 nach Süden, bei San Jose auf die US-101 und bei Castroville auf den legendären Hyw-1 bis Monterey.
Castroville ist das Mekka für Artischokenliebhaber. 75% aller in den USA produzierten Artischoken stammen aus der Region im Monterey County. Im Februar 1948 wurde hier die bis dato noch nahezu unbekannte Nachwuchsschauspielerin Marilyn Monroe zur Artischokenkönigen gekührt.

Willkommen im Artischokenzentrum der Welt.
Artischoken wohin man sieht.
Wir halten nur kurz in Monterey im Visitor Center. Wie immer sind diese Besucherinformationsstellen nützliche Quellen, wenn man nicht weiss, weshalb man überhaupt hier ist ;) Und man erfährt auch so einiges Geschichtliches über den Ort, in dem man sich gerade befindet.
So erfahren wir, daß z.Zt. größere Schwärme des "Monarch", eine Schmetterlingsart, die hier zwischen Oktober und Februar überwintert, zu sehen sind und der Lovers Point an der Bucht von Monterey besonders schön sein soll.

Zusammen mit einer etwa DIN A3 großen Karte legen wir uns einen Schlachtplan zurecht, denn wir möchten noch gerne etwas zu Mittag essen und auch der 17 Mile Drive steht auf dem Programm.






Der Lovers Point bei Pacific Grove
Nach der Autotour erst mal plantschen.
Wir verbringen einige Zeit am Lovers Point, leider ist es sehr windig, recht kühl, und wenn man im Schatten sitzt wird einem schnell kalt. Im Windschatten ist die Sonne aber sehr schoen. Kims pinker Cowgirlhut wird dann auch noch von einer Windböe erfasst und fliegt eine knapp 10 Meter hohe Felswand hinunter, landet aber dann zu unserem Glück zwischen zwei Felsen und nicht im Meer.

Als wir am kleinen Park am Point stehen, erkennt Andy ein Motel wieder, das ich damals vor knapp einem Jahr mal als Übernachtungsmöglichkeit ins Auge gefasst hatte, da dieses einen AAA-Rabatt anbietet.
Die erste Planungsstufe unserer LA Tour sah eine Übernachtung in Monterey vor, damit die Fahrt runter bis LA "auf einem Schlag" am Folgetag erfolgen konnte. Doch später dachten wir uns: "Naja, Monterey liegt so nah, da kommt man später sicher noch mal her." und so entschieden wir uns für den Zwischenstopp in Santa Barbara.

Aber das Hotel hat eine super Aussicht (kann ich ja jetzt bestätigen) und das Zimmer kosten im Dezember auch nur 70 $ pro Nacht.





Wir fahren dann weiter an der Küste entlang.
Monterey und Carmel werden oft als "Die Cote d'Azure Kaliforniens" bezeichnet. Es tummeln sich hier auch viele Kuenstler.
Und so fahren wir dann zur Monarch Grove Sanctuary und schauen uns die Schmetterlinge an. Erst seit ein paar Jahren überwintern die Schmetterlinge hier - und zwar immer wieder auf dem selben Baum.

In großen Trauben hängen die Monarchs von den Ästen der hohen Bäume.



Auf einer Bank liegen einige Ferngläser und eine freiwillige Parkwaechterin erklaert uns die Schmetterlinge.
Nachdem die Kinder einige Zeit durch den Park gerannt sind, fahren wir zum Wharf um uns etwas zu stärken.

Am Old Fishermans's Wharf von Monterey.
Heute wird der Hafen als Marina benutzt.
Auch Seehunde sind hier und sonnen sich.
1st Trip: 10am. Next Trip: 10am. Es ist jetzt 4pm. D.h. der Whalewatcher fährt nur ein mal am Tag raus. Es ist auch keine Saison und der Wharf relativ leer. Der Trip dauert auch meist 8h oder länger.
Pause in einem Restaurant am Wharf. Wir sehen auf die Seehunde und Pelikane hinaus. Annika bestellt endlich ihre Clamchowder-Soup im Sourdough Bread (Muschelsuppe in einem Sauerteigbrotlaib).
Kira und Kim benehmen sich ausnehmend gut und essen brav Fish&Chips und auch Muscheln von Barbaras Muschel-Pasta.
Nach dem Essen gibt es noch Süßigkeiten aus dem Candy Shop.
Wir fahren dann zum 17 Mile Drive, dieser ist aber ab 4pm geschlossen und man lässt nur noch Anwohner rein. Die Sonne ist noch nicht voellig untergegangen, daher fahren wir im Norden von Monterey noch mal zur Küste. Nur leider sieht man vom östlichen Ufer der Bucht den Sonnenuntergang nicht, die Sonne geht hinter den Klippen unter.
Nach diesen zwei Enttäuschungen wollen wir den Abend so aber dann auch nicht ausklingen lassen und fahren zum nördlichen Ende der Bucht, dort liegt der Urlaubsort Santa Cruz.

Dieses Foto machen wir, weil unser Lincoln nun fast ein Jahr nach unserer Tour exakt auf dem Parkplatz steht, den wir damals auch schon benutzt haben.

Wir gehen allerdings nicht an den Strand, die Kinder schlafen schon fast, unsere Beine werden auch schwer und so fahren wir etwas durch Santa Cruz, sehen uns die Innenstadt an und fahren auch die Steilklippe hoch. Hier ist es doch um einige Grad waermer als in Monterey, was an der geschuetzteren Lage im Norden der Montereybucht liegen muss.


Ohne Stativ gelingen uns aber keine ordentliche Bilder. Barbara legt die Kamera auf's Geländer und kann immerhin einen Rollercoaster einiger Maßen scharf ablichten.

Die Ersten haben schon ihre Weihnachtsaußenbeleuchtung aufgebaut. Dieses Haus erscheint ein paar Tage spaeter sogar im Lokalfernsehen, was uns sehr freut.


Von Santa Cruz aus gestaltet sich die Rückfahrt dann etwas anders als die Hinfahrt. Wir benutzen einen Shortcut (die California State 17) quer durch die Wallachei und fahren dann über San Francisco zunächst noch auf Treasure Island um die nächtliche Skyline bestaunen zu können.


Die Weihnachtsbeleuchtung der Hochhaeuser ist besonders schoen.

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