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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Sonntag, 12. Juni 2011

Milwaukee

Dienstag, der 31.05.2001

Der Hausmeister kann uns leider nicht bei der Suche nach dem Hemd helfen – in seiner abgesperrten Wäscherei ist es jedenfalls nicht. Barbara klärt zum zweiten Mal, dass wir erst um 13 Uhr auschecken. Das verhindert aber nicht, dass Andor vor 12 Uhr schon vom Haushälter zum Auszug aufgefordert wird.

Blick vom Patio
Barbara fährt mit dem Lincoln 14 Meilen nach Schaumburg zur Forschungseinrichtung von DMG/Mori Seiki, einem deutsch-japanischen Maschinenhersteller, der sich verstärkt der Schleiftechnik widmet. Sie muss sich aber vor allem mit den Visaangelegenheiten für mögliche deutsche "Werkstudenten" auseinandersetzen. Der Zoll auf den Highways wird ehrlich in Münzen bezahlt – auf dem Hinweg sind es 30 Cent, auf dem Rückweg 80 Cent.


Um 13 Uhr fahren wir vom Hotel ab und nehmen statt des direkten Wegs nach Madison einen kleinen Umweg von 30 Meilen in den Norden nach Milwaukee, der deutschesten Stadt der USA. Hierhin sind 1848 viele Deutsche und Polen ausgewandert. Die lokale Bierkultur zeugt davon – das Miller-Bier ist USA-weit bekannt, Sprecher Beer wird in den Kneipen angeboten. Es gibt sogar 6 deutschsprachige Tageszeitungen, von denen wir aber leider auf Anhieb keine bekommen. Wir fahren auf dem Lake Shore Drive am Lake Michigan entlang und sichten einen schönen Park und einen Rapunzel-Turm. Der ist eigentlich ein Wasserturm, aber Kira würde so gerne hinein.

6 Flags in Wisconsin








Der Rapunzel-Water-Tower

Ersteinmal gehen wir Burger essen – einen Blue Cheese Veggi Burger und einen Mushroom Bacon Burger mit Fritten. Die Kinder essen gut mit und verputzen zum Nachtisch auch noch Eiscreme. Dann fahren wir zu einem schönen Spielplatz am See. Wir stecken sogar unsere Füße ins Wasser, aber es ist eiskalt – wahrscheinlich sogar kälter als unser pazifischer Strom in Albany.


Burger im Tallgrass Grill



Im Mc Kinley Park am Lake Michigan. Das Wasser ist etwa 8 Grad Celsius kalt und schmerzt fast vor Kälte.



Spät gegen 16.30 Uhr fahren wir nach Madison, stehen aber leider einige Zeit im Stau. Wir kaufen in einem kleinen Laden an der Ecke Möhrchen, Kakao, Äpfel und Apfelsaft. Gegen 18 Uhr checken wir im Lowell Center Inn ein. Barbara hat eine Förderung der NSF zum Besuch der Konferenz bekommen. Tagungsgebühr und Übernachtungskosten sind frei, nur Andor muss 52 Dollar pro Nacht für das Hotelzimmer dazubezahlen. Wir haben eine tolle Aussicht auf den nördlichen See, Lake Mendota. Wir spazieren kurz zum See – es ist total schwül. Andy und Kira beschließen den Abend mit einem Gang zum hoteleigenen Swimming Pool.


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