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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Samstag, 18. Juni 2011

Konferenz in Madison

Mittwoch, den 1.6.2011


Barbara bricht morgens um 8 Uhr zur Konferenz auf, da sie noch ein Poster über die CIRP Research Affiliates aufhängen will. Ein Shuttle-Service mit historischen Wagen, die den Cable Cars in San Francisco gleichen, fährt zum Tagungsort, der Maschinenbau-Hauptgebäude. Der Fahrer im Shuttle Service beschwert sich, dass die Studenten wild über die Straße laufen und mutmaßt, dass die jugendliche Auffassung von Unsterblichkeit dazu beiträgt.
Madison hat ca. 260.000 Einwohner und 40.000 Studenten, von denen man trotz Sommerpause viele auf den Straßen sieht. Barbara hört die Vermutung, dass wegen der wirtschaftlichen Lage nicht so viele Studenten einen Ferienjob bekommen haben und daher Kurse belegen. Die Stadt liegt als Halbinsel zwischen zwei Seen und einem kleinem See im Süden.
Der Maschinenbaubereich ist gut gefragt und die Uni kann die Nachfrage nach Ingenieuren gar nicht befriedigen. Viele Gebäude sind in den letzten Jahren gebaut und die Uni will sogar schon alle Gebäude von 1960 einreißen und erneuern.

Andor, Kira und Kim genießen den ersten Tag ohne lange Autofahrt, sind aber schon um kurz nach 8 Uhr am Frühstückstisch. Hier schließt das Buffet schon um 8.30 Uhr! Gegen 11 Uhr fahren sie durch die Wohngegend südwestlich und gehen im Walgreens einkaufen. Eine verlassene Mall sieht gespenstisch aus. Zurück an der Uni gehen die Drei in den Muirwood-Park und spazieren am See. Kira läuft 400 Yard auf dem Football-Feld. Gegen 14 Uhr sind sie wieder im Hotelzimmer.
Barbara kehrt um 18 Uhr von der Konferenz zurück, wo sie viele bekannte und viele neue Gesichter gesehen hat. Die frühe Abreise am Morgen hat Sinn gemacht, da ihr ein Poster-Board gestellt wurde, aber keine Reißnägel. Barbaras Bemühungen um ein gemeinsames Abendessen mit den vier übrigen CIRP Research Affiliates ist nicht sehr belohnt worden – wir gehen zwar mit ein paar Kollegen essen, aber es ist nur ein japanischer Affiliate dabei. Die anderen haben sich anderweitig verabredet.

Mit zwei Braunschweigern, zwei Forschern aus Nottingham, einem Japaner kehren wir in einem brasilianischen Restaurant ein, wo man die Salatbar besuchen kann und mit Fleisch vom Spieß bedient wird. Ein Doppelkegel auf dem Tisch wird auf grün = Liefern oder rot = Auszeit gestellt. Kira und Kim essen sogar eine Dreiviertelstunde brav mit. Dann wird der Bewegungsdrang zu groß und wir verabschieden uns früher. Ohne große Probleme haben wir alle eine getrennte Rechnung bestellen können – das ist ja in den USA wie in vielen anderen Ländern recht ungewöhnlich. Zum ersten Mal sehen wir auch, dass 20 % Bedienungshonorar direkt abgezogen werden. Draußen sitzen Kira und Kim noch zwischen den Blümchen in einem Park zu Ehren der Hippie-Proteste, die in Madison neben Berkeley und Columbia ziemlich heftig waren.


Donnerstag, den 2.6.2011

Barbara begibt sich wieder früh zur Konferenz und quält sich müde durch den Vormittag. Um 14.30 Uhr hat sie endlich auch ihren Vortrag über die Vorteile, wenn man das Schnellhubschleifen und das Hochgeschwindigkeitsschleifen kombiniert.
Die letzte Session von 16 bis 17 Uhr darf sie dann auch als Chairman leiten und ist froh, dass sie nicht den Asiaten aus der vorherigen Session vor sich hat, der nur 10 min statt 25 min gebraucht hat und dann die Fragen nicht verstanden hat. Die Konferenz hat ca. 140 Paper und Teilnehmer und ist zur Hälfte mit deutschsprachigen Teilnehmern besetzt.

Andor wird um 8.30 Uhr vom Zimmermädchen geweckt, zu spät um dann noch zum Frühstück zu erscheinen. Er beschließt mit den Kindern zu einem örtl. Zoo zu fahren.









Der Zoo ist so früh am Morgen noch nicht alzu gut besucht und wir können eine Menge Tiere beobachten. Viele Hallen (wie z.B. das Vogelparadies und das Affenhaus) sind noch zu. Kira und Kim zieht es zudem auch eher zum Spielplatz...

























Als es auf Mittag zu geht, wollen wir im Zoogelände (der Eintitt ist übrigens frei) etwas essen. Aber der Zoo hat sich mittlerweile gut gefüllt. Ganze Schulklassen sind auf dem Gelände unterwegs, vor den Buden haben sich lange Schlangen gebildet. Der Spielplatz ist total überfüllt. Daher verlassen wir das Zoogelände wieder und dinieren bei einem amerik. Milliardär mit dem schottischen Namen "Mac Donalds" ;)
Die beiden Kleinen essen dieses Mal so viel, dass ich eine große Portion Fries (Fritten) nachbestellen muss. Nach einem kurzem Mittagsschläfchen machen wir uns zu Fuß auf um das State Capitol zu besuchen.

Die Univerity Avenue von Madison zwischen dem Kapitol im Herzen der Stadt und dem Uni-Gelände.

Das Kapitol hat seine eigene Polizei.
Kira drückt auf den Knopf für das Wasser und Kim hält den Finger drauf.
Nass wird daher nur Kim.
Kira rupft gerne Blumen aus. Kim will es ihr nach machen. Andi muss es verhindern.


Kim auf der Jagd nach Eichhörnchen.
Abends treffen wir uns um 18 Uhr am Capitol mit Barbara. Sie geht um 19 Uhr zum offiziellen Dinner keine 100 m entfernt vom Hotel am Seeufer. Der Best Paper Award geht nach Aachen zu den Technologieplanern. Herzlichen Glückwunsch, Bastian und Andreas!

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