Sonntag, der 29.05.2011

Wir vergessen die angebotene USA Today und den Kaffee im Hotel-Office einzufordern und setzen uns gegen 11 Uhr ins Auto. Die Mädchen frühstücken Äpfel und Brötchen, während wir uns das italienische Viertel „The Hill“ vom Wagen aus anschauen. Da die Sonne heute vom blauen Himmel scheint, fahren wir auch nochmal durch die Innenstadt von St. Louis. Der Arch am Mississippi ist wirklich beeindruckend. Zu seinen Füßen liegen ein schöner Park und ein renoviertes Hafenviertel mit Jazz-Bars und Kopfsteinpflaster. Wir fahren über den Broadway zur Market Street und parken am Art Garden, einem Park mit Kunstwerken inmitten von Hochhäusern. Kira und Kim spielen begeistert mit den Wasserfontänen und im Brunnen. Sie werden klatschnass, was aber wegen der schwül-warmen Luft ganz angenehm ist. Die Dreiviertelstunde Parkuhrzeit geht fix vorbei und müde lassen sich die Mädels in Auto leiten.
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| Wir fahren noch mal ins Zentrum von St. Louis. |
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| Der Arch bei schönerem Wetter. |
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| Nach anfänglicher Skepsis finden die beiden Kleinen kein Halten mehr. |
Wir verlassen St. Louis auf der I-55, die entlang der alten Route 66 führt. Andor versucht mir etwas von der Tankstelle mitzubringen. Aber alles ist mit Fleisch (wir sind ja im Mittleren Westen) und er bringt mir stattdessen einen schokoglasierten Berliner mit Marshmallow-Füllung.
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| Auf der Interstate 55 überqueren wir die nächste Staatsgrenze. |
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Wir passieren Springfield, Lincolns Wahlheimat, in der jahrelang als Anwalt praktizierte, bevor er als Abgeordneter in den Senat von Illinois gewählt wurde und damit seine politische Karriere begann.
Andor zeigt immer wieder auf die alte Route 66, die in großen Teilen noch neben der I-55 verläuft. Vor der Stadt Lincoln fahren wir auch ein Stück über die legendäre Straße.
Straßenschilder werben: “Guns save Lives”.
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| Bei Broadwell kurz vor dem Örtchen 'Lincoln' verlassen wir die I-55 und befahren die alte Route 66. |
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| Ab geht es auf die Route 66. |
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| Unser Lincoln auf der legendären Straße |
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| Die US Route 66 existiert nur noch in Teilen. Sie ist manchmal von der I-55 überbaut, doch ab und zu verläuft sie paralell der Interstate. Da die Interstate die Ortschaften umgeht führt die alte Route 66 darüber hinaus noch durch die Ortschaften und wird als Anschlussstrecke benutzt. |
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| Wir erreichen Lincoln, der Ort wurde (wie der Markenname unseres Autos) nach dem 16. Präsidenten der USA benannt. |
Als beide Mädchen gegen 16 Uhr wach werden und Kira über Hunger klagt (welche Seltenheit bei ihrem Appetit „wie ein Vögelchen“), machen wir Pause in Bloomington. Beim Subway essen wir footlong Sandwiches und Chips. Ich trinke meinen ersten Eistee, der ja in den Südstaaten der USA besonders beliebt ist. Nachtisch essen wir bei Mac Donalds in 50 m Luftlinie, der aber nur per Auto erreichbar ist. Kira und Kim toben sich im großen Spielbereich mit anderen Kindern aus. Gegen 18 Uhr fahren wir weiter und kommen nach einem kurzen Umweg über Wilmington an der alten Route 66 gegen 20 Uhr in Chicago an.
Der Astronaut steht schon seit den 60ern in Wilmington ... natürlich an der historischen Route 66
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| Wir überqueren eine Zugbrücke. |
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| Um und in Chicago herrscht Zahlpflicht auf dem 'Illinois Tollway'. |
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Zum ersten Mal haben wir ein Hotel vorab übers Internet gebucht, um nicht wieder in die Memorial Day Preisfalle zu tappen. Wir bleiben ja auch 2 Tage, da ich den Grinding Doc am Montag treffe und einen Werkzeugmaschinenhersteller am Dienstag besuche.
Wir sind außerhalb von Chicago in der Nähe vom Flughafen O'Hare in einer grünen, weitläufigen Business-Wohnsiedlung. Das Hotel hat große Zimmer mit schöner Sitzecke, Riesenfernseher und kleiner Terrasse, die in den Innenhof-Garten führt. Andor und Kira besuchen wieder den Indoor-Swimmingpool, Kim und ich essen derweil Instant-China-Nudeln. Kira lernt auf die harte Tour: "No running around the swimming pool".
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