
Andor hat ein letztes Mal die Sockenkiste sortiert, in denen er alle vereinzelten Socken über die letzten 3 Jahre gehortet hat. Am Ende blieben noch 30 Singles übrig. Danke Wera, dass wir noch soviel Chaos hinterlassen durften, sonst wären wir jetzt noch immer zugange!
Freitag Morgen ging’s um 6.15 Uhr los mit dem Beladen von Opa Manfreds Bulli. Knapp, aber dennoch gingen unsere 6 Koffer, 2 Kinderautositze, 2 Kinderwagen, ein Reisebett mitsamt Klappmatratze, Handgepäck, Kinderkissen und wir Vier in den Wagen. Andor unkte immer wieder, wie klein der Bulli im Vergleich zu amerikanischen Wagen sei. Am Düsseldorfer Flughafen musste alles wieder ausgeladen werden, und wir waren froh, dass Conny, Tom und Anjali auch noch zum Abschied gekommen waren. So hatte jeder etwas zu schieben. ;-)
Beim Check-In wurden die Visa-Regularien nochmal detailliert vom Flugpersonal diskutiert (wieviele Tage darf man mit dem J-1 früher einreisen, reise ich wirklich nicht mit dem Visa Waiver von 2009 ein?, etc.). Der Sicherheitscheck war problemlos und der Flug ging fast pünktlich mit nur 20 Minuten Verspätung um 11.40 Uhr los. Wir hatten eine ganze Sitzreihe in der Mitte für uns. Die Kinder waren außergewöhnlich lieb, wozu auch die anstrengenden letzten Tage beigetragen haben. Vor allem Kira ist momentan sehr emotional und leicht zu reizen und Kim braucht viel Körperkontakt. Muss ja ´was Seltsames passieren, wenn so viele Leute zum Abschied vorbeikommen und Tränen in den Augen haben…
Während des Fluges wurden 3 Filme auf Ausklappmonitoren gezeigt - wir mussten die Kopfhörer dazu für je 3 Euro noch kaufen. Dummerweise hatten Andor und ich schon alles europäische Bargeld ausgegeben, aber ich konnte mich schon im American Way of Payment üben und die Visa-Karte benutzen. Zwischendurch gab’s ein warmes Mittagessen (Ravioli oder Hühnchen), ein kaltes Abendessen und verschiedene Snacks. Wir haben immer wieder etwas gedöst, obwohl es sehr hell im Flieger war, da wir ja komplett unter der Mittagssonne geflogen sind. Andor hatte deswegen die meiste Zeit seine Sonnenbrille auf.
Die Geo-Daten des Fluges wurden zwischendurch immer auf den Monitoren angegeben. Unsere Route führte über die Nordsee, die Shetland-Inseln, Island, Grönland und Kanada (nördlich der Hudson-Bay) an Edmonton und Seattle vorbei. Meistens waren wir auf 34000 ft Höhe, über dem amerikanischen Luftraum stieg der Flieger nochmal um ca. 5000 ft höher.
Nach der Landung um 14.00 Uhr local time mussten wir erstmal allen Krempel unter den Sitzreihen zusammensuchen und gingen daher entspannt als Letzte aus dem Flieger. Die Einreisekontrolle war gründlich wie erwartet mit Gesprächen über den Grund meiner Reise, warum ich bereits schonmal in den USA war, wieviel Geld wir einführen, ob wir Gemüse oder Fleisch dabeihaben, etc. Andor fand den Nachnamen des Officers besonders toll: Der-As. Am Gepäckband standen wir dann vor dem Problem, unsere ganze Habe auf möglichst wenig Kofferroller zu verteilen und zusammen mit den Kindern zu transportieren. Meine Hoffnung, in Amerika seien die Gepäckrollies größer dimensioniert als am deutschen Abflughafen, wurden leider enttäuscht. Kira war letztendlich die größte Hilfe, weil sie Kim im Kinderwagen schob. Bei der Zollkontrolle wurden wir netterweise durchgewunken und mussten nicht die reguläre Röntgenprozedur durchmachen.
Die letzte Herausforderung bestand in der Beschaffung eines Big size Taxi – nach 45 min hatten die zuständigen Taxistand-Organisatoren einen wortkargen Russen mit großem Kofferraum geholt. Andor meinte nachher, er sei noch nie in einem so dreckigen Taxi gefahren. Außerdem war er sehr beeindruckt von den vielen Beulen und seltsam Flicken an allen Taxis. Die Fahrt nach Berkeley dauerte wegen der Rush Hour fast 40 min und kostete dann 90 $ inklusive Tip. Wir wohnen in der Berkeley Travelodge, einem Inn nahe der Uni, in einem Doppelbettzimmer mit Queen-Size-Betten.


Hi Ihr vier,
AntwortenLöschenschön,dass Ihr gut angekommen seid.Am Freitag waren wir die ganze Zeit mental bei Euch: Jetzt sind sie gestartet,jetzt fliegen sie immer noch, nun müssten sie gelandet sein.Wie es Ihnen wohl geht?Prima,dass man das hier lesen kann.
Sonja