Heute war, wie bereits berichtet, das Interview beim Generalkonsulat in Frankfurt a.M.
Um 06:00 ging es mit der betagten Jetta los Richtung Hessen. Wir kamen gut durch den Verkehr und erreichten gegen 08:30 das Konsulatsgelände. Da auf dem Informationsbogen stand, der angegebene Termin (10:00) sei die Zeit, zu der man am Eingang erwartet würde, und nicht der Zeitpunkt des eigentl. Interviews und man darauf achten solle, nicht früher als 15 Minuten vor dem Termin aufzuschlagen, vertieben wir uns noch für etwa eine Stunde die Zeit, bis wir uns zum Eingang begaben.
Die Menschenschlange vor dem Eingang war relativ kurz, und beim Einlass schickte der Security-Officer den Besucher vor uns auch gleich wieder zurück zu seinem Wagen, weil dieser ein Handy dabei hatte... und klagte uns sein Leid, was man denn noch alles machen müsse, damit die Leute ihre Handys daheim oder im Wagen liessen. Schließlich wird man auf der Webseite, auf der man online seinen Termin bekommt, auf sämtlichen Dokumenten, die man erhält und mittels grosser, aufgestellter Schilder ja wirklich oft genug darauf hingewiesen, daß Handys (neben sämtlichen elektrischen Gerätschaften) auf dem Gelände des Konsulats nicht erlaubt sind.
Nachdem wir eine Sicherheitsschleuse passiert, eine Nummer gezogen und eine Weile mit vielen anderen in einer grossen Hallte gewartet haben, wurden wir zum ersten Schalter aufgerufen. Dort gaben wir unsere Unterlagen ab, die Bestätigungen für die Anträge, die Quittungen, daß alles ordnungsgemäß bezahlt wurde, sowie unsere Reisepässe und einen an uns addressierten und frankierten Briefumschlag als auch unsere Fingerabdrücke. Soviel zum Land der unbegrenzten Freiheit, welches sich die unbegrenzte Freiheit herausnimmt, jeden Einreisenden gleich in die Verbrecherkartei zu bannen, Aber was will man machen? Man will ja schließlich einreisen.
So warteten wir ein zweites und längeres mal auf das Interview, welches sich angenehm kurz und unspektakulär zutrug. Nachdem wir unsere Identität mit einem Fingerabdruck verifizierten (einmal im System, immer im System) wurden wir praktisch durchgewunken, bekammen die Information, daß wir die Pässe innerhalb von sieben bis zehn Tagen dann hätten und verließen das Konsulat gegen halb zwölf, so daß wir kurz nach 14:00 wieder zuhause bei den Kindern waren.