Am Sa. den 6ten August sind Kira und Kim zunächst bei Cole anlässlich seines 3ten Geburtstages eingeladen. Wir fahren also nach El Sobrante und treffen noch ein letztes Mal die Personen aus dem Pram in Point Richmond. Coles Mama Maria, die Barbara noch immer 'Debra' nennt, hat lecker gekocht. Die Kinder spielen im Garten. Im Vorgarten wurde ein Hüpfburg aufgebaut und zum Abschluss wird eine Pinata zerschlagen. Auch wenn Tim und Maria keine mexikanischen Vorfahren haben, das mit der Pinata hat sich in Kalifornien bei Kindergeburtstagen wohl eingebürgert.
Noch was zum Wetter: Es ist zwar August und Hochsommer, aber richtig 'heiss' wird es in der Stadt irgendwie nicht. Erst weiter Land einwärts hinter den Hügeln steigen die Lufttemperaturen deutlich an. Das Bay Wetter wird im Sommer dominiert von Seenebel, der landeinwärts ins Valley zieht, bis das Valley sich ein paar Tage später so weit abgekühlt hat, dass es keine kalte Luft mehr anzieht, der Nebel über'm Pazifik bleibt und sich die SF Bay aufwärmen kann. Dann wird auch das Valley wieder warm und der Nebel kriecht wieder über Berkeley hinweg.
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| 11. August - Nebel am Morgen über Berkeley |
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| 11. August - Nebel am Nachmittag über der Bay |

Am Wochenende drauf nehmen wir uns dann die Zeit noch mal eine kleinere Tour durch SF zu nehmen um Plätze aufzusuchen, wo wir noch nicht waren. Wir waren ja schon eine längere Zeit nicht mehr in 'unserer' Stadt.
An der Ostquerung der Baybridge wurde kräftig weitergebaut. Der Pylon, der die auf nur noch einer Etage liegende 10 spurige Fahrbahn tragen soll ragt majestätisch in den Himmel. Laut Zeitung (SF Chronicle) ist man einige Monate vor dem Zeitplan und sehr zuversichtig, die neue Brücke wie geplant 2012 fertigstellen zu können.
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| Die Westquerung zwischen Yerba Buena und SF soll wie sie ist erhalten bleiben. |
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| Das Ferry Building. |
Das Ferry Building liegt am Pier 1. In San Francisco hat man sich etwas ganz inteligentes einfallen lassen. Damit der Hafen unbegrenzt wachsen kann, haben die Piers, die nach Norden vom Ferry Building abgehen, aufsteigend ungerade Nummern. Die nach Süden haben aufsteigend gerade Nummern. So kann man auch anhand der Nummer in etwa abschätzen, wo sich ein Pier befindet. Pier 39 liegt z.B. im Bereich vom Fisherman's Warf, während sich Pier 40 ganz woanders am China Basin befindet.
Wir besuchen das nahe am Zentrum gelegene 'Chinatown' in San Francisco.
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| Typischer Laden in Chinatown. |
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| Broadway Ecke Columbus. |
Auf der Columbus Avenue, die etwa 40 Grad versetzt zum USA-typischen Schachbrettmuster verläuft, fahren wir auf die Transamerica Pyramid zu. Links zu sehen ein typisches 'flatiron building', die man nur an dieser Strasse zu sehen bekommt.
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| Unser Lincoln spiegelt sich in einem Schaufenster im Financial District. |
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| Wir parken in der City Center Plaza Garage zum Sondertarif von 9 USD für den Tag. |
Wie man am Bild erkennen kann: So viel Platz bieten die amerikanischen Parkhäuser auch nicht. Eigentlich finden wir nie einen Stellplatz der es uns ermöglichen würde, die langen Türen des Sedans voll zu öffnen.
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| Die City Hall von San Francisco. |
Die City Hall ist das 'Rathaus' der Stadt San Francisco. Sie wurde 1880 gebaut, 1906 beim grossen Beben vollständig zerstört und dann in nur zwei Jahren nach den alten Plänen 1 zu 1 wieder aufgebaut. Dies bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass beim nächsten grossen Beben hier wieder alles in Schutt und Asche liegen dürfte, das Gebäude also nicht besonders erdbebensicher ist.
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| Der 'Heart of the City Farmer's Market' an der Fullon St. und auf dem UN Plaza. Hier kaufen wir frisches Gemüse für ein Ratatouille ein. |
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| Dann essen wir im Carls Jr. , einer weiteren Fastfood Kette. Wir haben uns vorgenommen, jede grössere Kette mindestens ein mal aufzusuchen. Carls Jr. ist eine Kopie von Mac Donalds und bietet nichts Aussergewöhnliches. |
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| Zum Abschluss gehen wir auf den Kinderspielplatz direkt vor dem Supreme Court of California. |

Die Kinder spielen ganz schön lange herrum. Die Sonne verschwindet schon hinter der City Hall und es wird sehr frisch.
Barbara verbringt die folgenden Tage mit Reisevorbereitungen. Vom 21ten bis zum 28ten August fliegt sie nach Budapest zur CIRP General Assembly. Sie nimmt einen Flug mit American Airlines und steigt in JFK, New York um.
Am Sonntag findet direkt ein Meeting mit den Research Affiliates statt und danach ist ein bisschen Gelegenheit, die Stadt und den Palastbereich zu sehen. Die ganzen Tage ist es ziemlich schwül und die Konferenz ist wie erwartet betriebsam, so dass die Zeit schnell verfliegt. Andor und Barbara sprechen oft über Skype, auch wenn Andis Webcam nicht funktioniert und daher die Kinder nie mitmachen.
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| Mit der Bahn auf den Palasthügel, direkt gegenüber vom Hotel |
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| Das große Dinner am Mittwochabend findet in einem Eisenbahnmuseum statt |
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| Es war früher mal ein Kopfbahnhof - Barbara findet keinen Amerikaner, der den genauen Begriff im Englischen weiß. Der Grund liegt nahe - in den USA sind Kopfbahnhöfe selten. |
Genau zu Barbaras Rückflug nach SFO über JFK beherrscht Hurrikan Irene die Ostküste mit großen Unwetterwarnungen und Evakuierungen von Teilen New Yorks. Mit viel Geduld und langen Telefonaten kann Barbara über London und LA umgebucht werden, muss aber einen Tag früher abreisen und in London übernachten. Die Busfahrt im hässlichen Stadtteil Heathrow ist abenteuerlich und dauert ewig, bis Barbara in einem Bed&Breakfast ankommt. Der Flug von London nach LA wird dann auch noch durch eine Zwischenlandung in Island verzögert, da ein Herr zwei Sitzreihen schräg hinter Barbara Verdacht auf Herzinfarkt hat. Alles geht gut aus und der Flieger wird in Island wieder betankt, da er für die Landung viel Kerosin über die Tragflächen aussprühen musste. Nur der kranke Herr ist etwas verwirrt und will gar nicht aussteigen, wie die Stewardessen nachher erzählen.
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| Barbara zum ersten Mal auf Island |
Der Anschlussflug von LA nach SFO muss daher auch verlegt werden. Nachts ist die Küste von Kalifornien mit vielen Lämpchen beleuchtet und sieht unglaublich toll aus. Alles in allem kommt Barbara aber auch nur 2 Stunden später als geplant zuhause an - allerdings dauerte die Reise statt 16 Stunden nun 40 Stunden.
In der Zeit, in der Barbara in Europa weilt (und die Woche davor), hat Kira schulfrei. Wir melden Kim für das neue Preschool Jahr im September an. Sie soll dann vorerst drei Tage in der Woche (Mo. Di. und Do.) Kira begleiten. Kira wird ab dem neuen Schuljahr dann vier statt wie bisher drei Tage zur Preschool gehen (Mo. Di. Do. und Fr.). Kira wird als 'Pre-K' (das bedeutet: Das Jahr vor dem Kindergarden) eingestuft und bekommt sogar Lehrstoff. An einem der letzten Schultage hat Kira 'Cape Cod' nachgemalt. Sie behauptet das zumindest. Der Grüne Fleck sieht dem Kap, das als Kühlschrankmagnet bei uns in der Küche hängt, dennoch sehr ähnlich.
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| Kira malt das Cape Cod aus dem Gedächtnis herraus in der Preschool nach. |
Ich lasse mich von Simone, der aus Brasilen stammenden Kindergärtnerin von Kira, zu einem Fundraiser nach Bodega einladen. Das sind ~60 Meilen von Albany aus, was ca. 90 Minuten Fahrzeit entspricht. Ich habe sofort zugesagt und eine Karte für mich gekauft (die Kinder haben freien Zutritt). Es sollen viele Eltern aus der Preschool da sein und es dient ja einem guten Zweck. Trotzdem: Wenn mich in Deutschland jemand zu einer Kinderparty ins 120km entfernte Bochum eingeladen hätte, hätte ich wohl erst einmal gefragt, ob sie oder er nicht Falschluft zieht ;) Hier in Kalifornien hingegen habe ich mich an die etwas grösseren Strecken und die wegen der Tempolimits auch viel längeren Fahrzeiten schon irgendwie gewöhnt.
Wir bleiben nur drei Stunden auf dieser Party. Die brasilianische Community sorgt sich wirklich nett um die vielen Kinder. Wir spielen auf Instrumenten und machen Musik mit Rasseln, Flöten, Stäben ... allem mit dem man Krach machen kann. Kira gewinnt 'Good Girls' Marken und kann diese gegen Ende der Veranstaltung gegen eine Barbiküche mitsammt neuer Barbipuppe eintauschen. Kim erhält einen Brasil-Teddy ein pinkes Sparschwein das lustig grunzt, wenn man einen Dollar hineinwirft.
Beide Kinder schlafen sofort ein als wir nach Hause fahren. Ich glaube die sind schneller eingeschlafen als der Motor warm werden konnte.
Am 30ten August gebe ich Kim gegen 15:30 zum allerersten mal in der Preschool ab und verbringe die Stunde bis ich Kim und Kira wieder abholen kann in Albany und finde auch mal die Zeit mir die Geschäfte auf der Solano Ave. anzuschauen. Die Tage drauf bleibt Kim immer etwas länger dort. Sie weint zwar bitterlich wenn ich sie abgebe, aber am Geschrei merke ich, dass es reine Protestschreie sind mit denen mich Kim dazu bewegen will bei ihr zu bleiben. Angeblich weint sie nur noch wenige Minuten und wird dann wieder fröhlicher, spielt mit den anderen Kindern und freut sich immer riesig, wenn Papa sie abholen kommt.
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