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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Sonntag, 13. November 2011

Financial District, Staten Island und Ground Zero

Dienstag, der 25.07.2011

Ganz früh am Morgen geht es wieder durch den Lincoln Tunnel in die große Stadt am anderen Ufer des Hudson River. Der Berufsverkehr ist nicht so dicht wie befürchtet, eigentlich kommt man sogar gut vorwärts. Viele New Yorker besitzen gar kein Auto so dass die meisten Fahrzeuge von Auswärts kommen. Die vielen Taxis natürlich außen vor gelassen.
Die blaue Beleuchtung des Empire State Buildings ist mittlerweile aus.
Yotel soll wahrscheinlich an Tokio erinnern. Zumindest sind in der japanischen Hauptstadt diese 'Wabenhotels' üblich. In NYC gibt es sie nun auch schon.
Wieder eines der platzsparenden Pendlerparkhäuser.

Taxi mit Werbung für einen Stripclub.




Heute steht eine 'Stars und Sternchen'-Tour für Anjali und Barbara auf dem Programm. Wir wollen einige Locations aus Film und Fernsehen aufsuchen. Natürlich wissen wir, dass Carry Bredshaw aus 'Sex and the City' keine reale Person ist und die Serie an einem Set in Hollywood abgefilmt wird. Aber die in der Serie verwendeten Gebäude existieren tatsächlich hier in New York City. Also statten wir Carry einen Besuch ab.

In der Perry Street findet man Carry's Haus.
Die Treppe ist abgesperrt (zu viele Besucher). Wir setzen uns einfach nebenan hin.
Lower Manhatten bietet schöne Wohnlagen.

Monicas Apartment aus der US Sitcom 'Friends' liegt gleich wenige Blocks weiter.



Die Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village war am 28. Juni 1969 Ausgangspunkt von Aufständen homosexueller New Yorker gegen Polizeiwillkür. Diese führte Razzien in Kneipen mit homosexuellem Zielpuplikum durch um diese aus dieser noblen Stadtgegend zu vertreiben. Um an die Aufstände zu gedenken findet an jedem letzten Juni-Samstag der Christopher Street Libaration Day statt.



Der Meatpacking District: Hierher zog es Miranda von 'Sex and the City' hin.
Auf der anderen Seite des Hudson liegt Jersey City.
Wir machen einen U-Turn und fahren die West Street in südliche Richtung. Man erkennt das sich im Bau befindliche neue 'One World Trade Center', welches einmal die Stadt mit 541 Metern überragen soll.
Auch bekannt aus 'Sex and the City' ist diese Location.


2013 soll das neue One World Trade Center fertig gestellt und dann das höchste Gebäude der USA sein.

Am Ground Zero selbst wird an der Gedenkstätte gebaut die am 10ten Jahrestag der Anschläge von New York seine Pforten für Besucher öffnen soll.


Wir nutzen den Gestern nicht eingelöste Vaucher zum Parken an der Wall Street und begeben uns zum Staten Isle Fährhafen. Die Nutzung der Fähre ist kostenlos und somit eine günstige Alternative zur Fähre nach Liberty Island um sich die Freiheitsstatue anzuschauen.
Ein Besuch der Statue über die Liberty Island Fähre würde auch mindestens 5 Stunden in Anspruch nehmen, diese Zeit haben wir aber nicht.

Andi vor dem Fährterminal.
Wir verlassen Manhatten. Das Terminal ist ganz rechts im Bild zu erkennen.

Die Skyline von Jersey City, deren Höchhäuser auch gleich an der Bucht von New York liegen.



Zu der Lady aus Frankreich muss nicht viel geschrieben werden ... Barbara zückt den Statue of Liberty Teddybär aus der Tasche, den wir im Hard Rock Cafe gekauft haben.

Manhatten von der Upper Bay aus betrachtet.

Wir erreichen Staten Island.




Viele Menschen, die im Financial District drüben auf Manhatten arbeiten, wohnen auf Staten Island und nutzen täglich die Fähre. Daher wundert es nicht, dass die Parkplätze am Terminal völlig überfüllt sind. Die Fähre finanziert sich über Steuereinnahmen, die die in NYC arbeitende Bevölkerung in Staten Island entrichtet. Wäre die Fähre nicht kostenfrei, würden weniger Menschen hier wohnen und somit ihr Einkommen hier nicht versteuern. Natürlich geben diese Menschen und ihre Familien hier dann auch ihr Geld aus. Es rechnet sich für Staten Island also anscheinend, einen kostenlosen Fährbetrieb zur Nachbarinsel zu betreiben.

Staten Island ist noch über vier Brücken mit der Außenwelt verbunden. Aber keine führt direkt nach Manhatten.






Nach einer kurzen Pause stehen wir schon an um die nächste Fähre zurück zu nehmen.



Kira ist nicht wirklich müde, sie spielt nur gerne.

Kira ruft aufgeregt: "Schau Papa, die Golden Gate Bridge".

Es handelt sich um die (der GG-Brücke sehr ähnelnde) Verrazano-Narrows Bridge, welche Staten Island und Brooklyn verbindet. Die Verrazano Engen, die der Brücke ihren Namen gibt, trennt die Upper von der Lower Bay. Verrazano war der erste europäische Seefahrer der die Bay von New York und den Hudson River erreichte. Das war im Jahr 1525.


Es geht zum zweiten Mal an der Statue of Liberty vorbei. Sieht immer noch so aus wie eben ;)


Wir verlassen die Fähre und begeben uns zu Fuss weiter durch den Financial District.


Das New York State Banking Department. Dieser Verwaltungsapparat wurde schon 1851 eingeführt um die Banken zu kontrollieren und zu regulieren. Wir wir jetzt wissen hat das Department in dieser Hinsicht völlig versagt. Das ältere Gebäude im Vordergrund gehört nicht dazu und ist denkmalgeschützt.


Kira vor einer historischen Karte des alten New York.




Der Bulle an der New Yorker State Street, an dem wir letzte Nacht schon einmal vorbeigefahren sind. Die Börse kennt zwei Tiergestallten. Der Bulle steht für steigende Aktienkurse. Den Bären, der für fallende Kurse steht, finden wir nicht.




Die Trinity Churche im Financial District steht an einem Ende der Wall Street.


Die Wall Street ist sehr eng ... man glaubt es kaum, hier ist wenig Platz.


Der Ort hier trägt viele Namen: "Weltfinanzzentrum", "Casino Internationale der Zockerbanken", "die wahre Machtzentrale der NWO" oder auch "Bankster Town".

Das Gebäude des New York Stock Exchange.
Dies war der Schauplatz der Weltfinanzkriese von 1929, die bis heute als 'Wirtschaftskriese' verklärt wird.

Grund für die Weltwirtschafts- bzw. Finanzkriese von 1929 war die FED (die US Amerikanische Zentralbank), die in den 20er Jahren mit voller Absicht eine massive Kreditexpansionspolitik betrieb um die stauchelnde US amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Man hat aus den Fehlern von damals absolut nichts gerlernt und man wiederholt den Fehler von damals. Die FED hat in den vergangenen 2 Jahren die Geldmenge verfünffacht. Sie ist auch die einzige Institution (neben China) die noch US Anleihen aufkauft. Der Systemkollaps ist nicht mehr aufzuhalten (auch nicht theoretisch) und rückt unaufhaltsam näher. Wie lange der Dollar noch durchhält weis aber keiner.

Auf der anderen Seite der Wall Street steht die Federal Hall.

Die erste Federal Hall wurde leider 1812 abgerissen. Sie war das erste Capitol der USA. George Washington wurde hier als 1ter Präsident der Staaten vereidigt und die 'bill of rights' wurden hier unterzeichnet. Das hier an gleicher Stelle 1842 errichtete Gebäude diente zunächst als eine von vielen Gold- und Silberlagern. Jetzt ist es eine Gedenkstätte (amerik. Memorial) für die Ereignisse in der damals noch jungen USA.


Nur einen Block weiter, ebenfalls an der Wall Street, liegt das Schmuck- und Juweliergeschäft 'Tiffany & Co.', das man aus dem Film 'Frühstück bei Tiffany's' kennt.



Gegenüber von Tiffany's das Trump Building.


Es ist schon später Nachmittag, wir finden ein nahezu leeres chinesisches Restaurant. Auch schwer arbeitende Bänker (hüstel) müssen ja ab und an etwas essen.

Wir lassen es uns schmecken.
Glückskekse zum Abschluss.

Wir holen unseren Ford Explorer in der Parkgarage ab und machen wieder Sightseeing mit dem Auto.


Noch mal geht es am Ground Zero entlang.





Die USS Intrepid dient seit 1982 als Museumsschiff. Aufsehen erregte das Schiff 2006, als man sie zu einer Wartung in die Militärwerften nach New Jersey schleppen wollte und man erkannte, dass der Hudson River den betagten Träger einfach 'eingeschlammt' hatte. Die Bergungsarbeiten zogen sich zwei Jahre hin.


Kutschen in NYC.



Das Mc Gee's kennt man aus "how I met your mother".

Noch mal das Museum of Modern Arts auf der 5ten.





Wir fahren im Süden etwas am Central Park entlang, dieser steht morgen erst auf unserem Programm.
Hätten wir etwas besser recherchiert, dann hätten wir Fotos vom Haus Nummer 55 gemacht, als wir die Central Park West Richtung Norden fahren. Das Haus mit dieser Nummer (liegt gleich neben der Holy Trinity Lutheran Church) ist das 'Ghostbuster Building', in dem ein Dimensionsportal Gozar dem Vernichter Zugang in unsere Welt ermöglicht (natürlich nur im Film).











"Der Teufel trägt Prada" ... und Accessoires von Armadi und Gucci ;) Man sieht: An der Lower West Side vom Central Park liegen die gehobeneren Shoppinggegenden.



Eine der vielen Kirchen in NYC. Ich gebe es ungerne zu: Aber wir wissen nicht, welches Gebäude wir hier abgelichtet haben. Auch eine Bildersuche in Google-Maps bringt keine Ergebnisse. Die St.Patricks ist es jedenfalls nicht. Soviel steht fest.


Die Puplic Library kennen wir ja bereits.


Die Zufahrt zum Lincoln Tunnel. Es ist Feierabendverkehr.
Auf der Rampe raus aus dem Tunnel auf der Jersey Seite siht man wieder den Big Apple.
Bevor es zum Hotel geht werden Nahrunsmittelbestände im örtlichen Walmart aufgefrischt. Ausserdem kaufen wir für Kim ein Baby-Reisebett.
Ein neues Klebebuch bereitet Kurzweil.

Nachtrag: Heute waren wir auch während der Stosszeiten (Rushhour) in NYC mit dem eigenen PKW unterwegs. Die Mythen und Legenden, die sich um den angeblich so hecktischen Strassenverkehr in dieser Stadt ranken, müssen wir relativieren. Es geht nicht mal ansatzweise so chaotisch zu wie z.B. in Paris. Auch Berlin habe ich hektischer in Erinnerung. Zwar fehlt den Städtern die gewohnte amerikanische Gelassenheit etwas, aber so katastrophal wie vielerorts behauptet, fahren im Grunde nur die Taxifahrer (vor denen muss man sich wirklich in Acht nehmen).

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