Mittwoch, der 27.07.2011
Unser letzter Tag für NYC ist angebrochen. Wir kommen relativ spät (erst gegen 11am) weg, da wir noch viel aufzuräumen haben und alles wieder in den Wagen verstauen müssen. Anjali macht noch schnell ein Foto vom Pool, den wir nur ein einziges Mal benutzt haben, obwohl Kira immer danach gefragt hat: "Kira heute Abend Swimmingpool?" "Und dann Swimmingpool?"

Die Umverpackung vom neuen Reisebett lassen wir zurück.
Die Umverpackung vom neuen Reisebett lassen wir zurück.
Der Norden der Insel Manhatten (Harlem) hatte es in den 70er bis in die späten 90er Jahren verdammt schwer, da zu jener Zeit in das von den Kreditinstituten verwendete Creditrankingsystem noch der Wohnort einfloss. Dadurch kam es, dass niemand mehr einen Kredit bekam, wenn er in Harlem wohnte. Niemand investierte Kapital in dieser Gegend und der Einzelhandel verschwand komplett. Statt dessen regierten hier Drogen, Prostitution und Gewalt. Erst als Mitte der 90er das Creditranking nach Wohngegend verboten wurde, eine neue Sicherheitspolitik der Stadt NYC griff und viele Investoren dazu bewegt werden konnten den Stadtteil aufzuhübschen, blühte die Gegend wieder auf.
Im Zuge dieser Umgestaltung wanderte auch das Stadion der New York Yankees hierher.
Es herrscht Riesenandrang am Stadion. Aus dem Radio erfahren wir dann, dass die Yankees heute in ca. einer Stunde ein Heimspiel haben. Verwunderlich ist das nicht, die Baseball Saison läuft und die Teams müssen nahezu jeden Tag ran (sie spielen an 6 Tagen in der Woche).
Es staut sich.
Ein Chevrolet Impala hatte Kampfkontakt mit einem LKW. Man kann dem LKW Fahrer keinen Vorwurf machen. Der Chevy befindet sich im Toten Winkel.
Harlem wurde und wird überwiegend von Afroamerikanern bewohnt. Es verwundert also nicht, dass Straßen Namen von bekannten Persönlichkeiten aus dieser Volksgruppe tragen. Malcolm X prägte übrigens den heute verwendeten Begriff für die dunkelhäutige Bevölkerungsschicht der USA, da er seine Landsleute dazu aufrief sich als Afrikaner und als Amerikaner zu sehen ... als Afroamerikaner.
Wir Parken unseren Wagen in einer Tiefgarage an der Upper Westside vom Central Park. Direkt nebenan befindet sich ein Atombunker (Fallout Shelter) der wohl in Zeiten des Kalten Krieges errichtet wurde, um die Bevölkerung vor radioaktiven Niederschlag zu schützen, der nach einer nuklearen Detornation in Form von konaminiertem Staub zu Boden 'regnet'.
Wir gehen einige Zeit am Park in südlicher Richtung entlang bis wir einen Zugang finden. Direkt am Gate befindet sich ein Spielplatz, die Kinder wollen da natürlich sofort herumtoben. Also verbleiben wir dort eine Weile.
| Trollis sind hier verboten, damit Jogger ungestört laufen können. Auch Charlotte aus Sex and the City joggt hier :-) |
Es gibt ausgewiesene Strecken für Fussgänger, Jogger, Radfahrer und Autos. So kommen sich die Nutzer der verschiedenen Verkehrsmittel (bzw. mit unterschiedlichen Marschgeschwindigkeiten) nicht ins Gehege.
Kira hat sich entschieden: Das Eis ganz unten links muss es sein. Kim kann sich nicht zwischen Spongebob und Spiderman entscheiden.
Auch Barbara und Anjali kaufen sich etwas auf die Hand. Andi verzichtet ... er ahnt bereits, dass er nachher noch zwei halbe Eis essen muss ;)
20 Bögen, sogenannte Arches, und 12 Brücken gibt es im Central Park. Über den Bögen verlaufen meistens Straßen, der Park wird von vier autobefahrenen Asphaltstrecken durchquert. Bei diesen Bögen müssen wir spontan an das Musikvideo "Solid" von Ashford und Simpson denken.
Andi bleibt mit den Kindern am Spielplatz, während sich Anjali mit Barbara aufmachen um einen Souvenirladen zu finden.
Leider ist nur das Metropolitan Museum of Art in der Nähe, in dem es aber nicht die typischen Souvenirs gibt, die Anjali und Barbara wollen. Alle Wegstrecken sind sehr viel länger, als sie auf der Karte erscheinen und man kann sich hier wirklich die Füße wund laufen.
Barbara kommt bald zurück zu Andor und den Kindern, weil Andors Handy leer ist. Anjali setzt sich mit dem Taxi in die Stadt ab um Souvenirs zu kaufen. Wir lernen wieder die Lektion, dass man auf so einer intensiven Reise alle Dinge sofort machen und kaufen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet (wie am ersten New York-Tag auf der 5th Street).
Kim hat sich zwar völlig nass gemacht, aber bei den Temperaturen heute trocknet sie wieder ganz schnell. Nachdem sich die Kinder ausgetobt haben gehen wir ohne Anjali langsam wieder durch den Park zurück zum Auto.
Kim hat sich zwar völlig nass gemacht, aber bei den Temperaturen heute trocknet sie wieder ganz schnell. Nachdem sich die Kinder ausgetobt haben gehen wir ohne Anjali langsam wieder durch den Park zurück zum Auto.
Der 'glattgelutschte' Felsen im Park zeugt davon, dass der Hudson River hier schon geflossen ist. Auch ein Indiz dafür, dass der Meeresspiegel über einen sehr langen Zeitraum einmal viel höher lag als zur heutigen Zeit. Möglicherweise war aber auch eine glatiale Serie für diese Art der Landschaftsgestalltung ursächlich.
Wir verlassen den Park, machen mit Anjali einen Ort aus um sie wieder aufzugabeln und setzen uns wieder in den Wagen. Anjali befindet sich auf der 5th Avenue irgendwo auf Höhe der 54ten Straße und will uns entgegenkommen.
Während wir auf unserem Weg zu Anjali sind, erzählt uns diese nun,was sie so erlebt hat: Anjali hat sich am Museum ein Taxi zur New York Library genommen, um zu einem der Souvenir-Shops zu gelangen, die wir am ersten Tag gesehen haben. Die Tatsache, dass sie sich wie in Deutschland üblich auf den Beifahrersitz gesetzt hat, um besser Fotos machen zu können, wird vom Taxi-Fahrer als Annäherungsversuch missgedeutet. Sie kann das "Missverständnis" aber klären. Zum Glück ist die Fahrt auch nur einige Blocks lang. Auf der Suche nach den Souvenir-Shops kommt Anjali nochmal an einigen der Sehenswürdigkeiten vom ersten Tag vorbei, diesmal allerdings mit herrlichem Sonnenschein. Die beiden Schnuckelchen vom ersten Tag sehen allerdings ob mit oder ohne Sonnenschein gleich lecker aus ;-)
Hier ist nochmals verdeutlich, wie effektiv die DREIspurige Straße von den VIER Taxen plus Rikscha-Fahrrad genutzt wird. Man will ja keinen Platz verschwenden ;-)
Dieser Brunnen am Eingang des Central Park diente als Vorlage für den Friends-Brunnen, den wir gerne gesehen hätten. Leider steht dieser in Kalifornien...
Auf der 5th Avenue (auf Höhe 64te Straße) fischen wir Anjali an einer roten Ampel stehend wieder auf.
| Wir fahren aber nicht mehr nach Queens (wie geplant) und fahren auf der 1st Avenue Richtung Norden aus der Stadt raus. |
Wir nehmen die kürzeste Strecke die möglich ist. Via Interstate 278 kommen wir auf die Interstate 95 die uns nach New Haven führt.
Es ist schon dunkel als wir New Haven erreichen. Da wir aber noch nichts Richtiges gegessen haben machen wir uns noch einen leichten Salat für den Abend.
Die drei Tage in New York waren schon beeindruckend. San Francisco hat zwar auch einige Hochhäuser, aber in NYC nehmen die mehrgeschössigen Betontürme ja gar kein Ende.
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