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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Freitag, 31. Dezember 2010

Der Pacific Coast Highway oder die CS-Hwy-1

California State Highway Number 1
Der Reifen ist geflickt, die Koffer gepackt, die Kinder sitzen schon hinten in ihren ‚neuen‘ Stühlen (wobei Kims Stuhl ja Kiras alter ist) und es kann los gehen. Wie geplant geht es den California State Highway Number 1 Richtung Süden. Damit man sich ein besseres Bild von der Lage machen kann, habe ich mir den Spaß erlaubt, die tatsächlich gefahrene Route bei Google Maps einzutragen. Wir mussten einige Umwege in Kauf nehmen. Auch diese sind hier verzeichnet. Gegen 09:30 Ortszeit geht es los.


Eins noch vorweg: Damit dieser Blogeintrag nicht vor Bilder überquillt haben wir Videomaterial aufgenommen. Sobald wir den Film geschnitten haben, werden wir diesen ebenfalls online stellen.

Der erste Teil der Strecke führt uns über schon bekannte Straßen die Half Moon Bay entlang. Unseren ersten Halt machen wir in Santa Cruz, nördlich der Monterey Bay, zur Mittagszeit. Wir müssen tanken, da wir mit nahezu leerem Tank losgefahren sind und besuchen den Strand beim Santa Cruz Beachwalk. Der Urlaubsort ist kaum besucht, der direkt am Strand gelegene Vergnügungspark allen Anschein nach geschlossen und so parken wir direkt an der Strandpromenade, gehen etwas am Strand entlang und in eine Spielhalle hinein. Dort sehen wir uns jedoch nur etwas um und statten den Restrooms einen Besuch ab. Nach nicht mal 30 Minuten Pause geht es weiter…


Der Strandboulevard von Santa Cruz
Und der dazugehörige Strand
Im Hintergrund der geschlossene Park
Kira schiebt den Strowler durch den Sand



Wir fahren die Monterey Bay entlang. Es ist 01:30 und eigentlich war eine Mittagspause in Monterey geplant. Die Kinder sind allerdings eingeschlafen. So wird die Mittagspause kurzerhand gestrichen und machen erst wieder am Ragged Point Inn halt. Es ist später Nachmittag, wir parken den  Lincoln am Platz, ich kaufe mir einen Kaffee und wir genießen die schöne Gegend.

Irgendwo südlich von Monterey an einem Vista Point

Ragged Point Aussichtspunkt



Sitze laden zum Verweilen ein.
Ein alter Buick hat es auch hier rauf geschafft.

Weiter auf dem CS-Hwy-1 geht’s an Morro Bay vorbei. Hier haben wir die Hälfte der Wegstrecke geschafft und ich hatte mich hier online auch nach Hotels umgesehen, mir aber dann gedacht, dass es am späten Nachmittag an diesem Urlaubsort zu beschaulich sein könnte. Daher haben wir noch einige Meilen zu fahren, entdecken zwischenzeitl. auf unserer Tour noch eine Seehundstation  und erreichen unser Hotel in Santa Barbara erst nachdem die Sonne schon untergegangen ist. Zu dieser Jahreszeit kann man am Strand von Santa Barbara die Sonne über den Ozean auf- als auch untergehen sehen. Nach einem kleinen Umweg (statt der Castillo St. fahren wir die Carrillo St. ab) und am Strandboulevard entlang erreichen wir unseren Inn. Wir haben ein Zimmer mit Meerblick im zweiten Stock. Wir bauen aber nur schnell Kims Reisebett aus, spielen noch etwas, nehmen die Reste der Marschverpflegung (Speck, Eier, Äpfel, Bananen) zu uns und legen uns hin um früh aufstehen zu können, denn um 11:00 müssen wir schon auschecken und Santa Barbara wollen wir ja auch noch erkunden.

Kim freut sich über ihre wiedererlangte Bewehungsfreiheit.
Der Pool, gleich von unserem Zimmer aus.
Die Sonne geht wie erwartet über dem Ozean auf. Wir erhalten ein ‚Kontinentales Frühstück‘ bestehend aus verschiedenen Brotscheiben, Konfitüren und Kuchen, die man am Buffet holen kann. Dazu gibt es Kaffee, Tee und O-Saft. Danach geht’s gemeinsam zum Strand. Die Wassertemperatur müsste bei 16 bis 17 Grad Celsius liegen, zu kalt zum Baden, aber für einen Neoprenanzug würde es reichen. Kira und ich ziehen uns die Schuhe aus und laufen durch die Wellen, die an den Sandstrand branden. Unweit von unserem Hotel wurde ein Segelboot an den Strand gespült. Barbara macht eine Videoaufnahme. Kurz vor 11:00 geben wir die Schlüssel ab und sind auch schon wieder unterwegs. Wir fahren noch mal die Strandpromenade von Santa Barbara ab und dann auf den Highway.

Sonnenaufgang über dem Meer. An der Westcoast etwas eher seltenes.
Kira vor unserer Zimmertür.
Blick auf Strand und Ozean. Am Horizont kann man die Channel Islands gerade noch so erkennen.

In Oxnard wird aus dem Highway 101 (der 1er endete in San Luis Obispo) wieder der 101er und 1er. Wir nehmen nicht den direkten Weg, da wir abermals tanken müssen. Als wir nach nur wenigen Meilen auf dem CS-Hwy 1 den Point Mugu Naval Complex erreichen, werden wir jedoch böse überrascht. Man hat den Highway für Straßenabreiten kurzerhand komplett gesperrt. Wir müssen die Las Possas Rd (diese führt wirklich mittig durchs Nirgendwo) Richtung Norden wieder auf die 101 fahren. Als wir auf der 101 den Ort ‚Thousand Oaks‘ erreichen, beschließen wir kurz Rast zu machen und in der dortigen Mall im Toys R Us (Barbaras neuem Handy sei Dank) Sonnenblenden für die hinteren Seitenscheiben zu kaufen. In der Mall gibt es einen Spielplatz und wir kaufen uns einen deutschen Hotdog (mit Krautsalat), Veggiburger, Fritten und Eis. Leider hat das ansässige Cafe wegen Winter geschlossen und so gibt es keinen Kaffee (den kaufe ich später auf dem Weg in einem Mac D.). Sei noch anzumerken, das trotz Außentemperaturen von geschätzten 18 Grad Celsius Wärmestrahler entlang der Wege aufgestellt und auch in Betrieb sind. Es ist ja auch schon Winter, man muss es immer wieder betonen.

Die Steilküste von Santa Moniva Beach
Da wir ursprünglich auf der CS-Hwy 1 auch Malibu besuchen wollten, fahren wir die Malibu Canyon Rd ab und durch die Berge wieder auf die 1. Die Straße führt uns zwar wieder auf den Pacific Coast Highway (wie die 1 auch heißt) aber wir sind zu weit von Malibu weg bzw. schon so nah an Santa Monica dran, so dass wir den Umweg diesmal nicht in Kauf nehmen. Es ist zumal auch schon spät und wir wollen noch unbedingt vor Sonnenuntergang am Santa Monica Beach sein. Wir fahren also die 1 weiter Richtung Osten an den bekannten Häusern vorbei, die auf Stelzen gebaut, direkt über dem Ozean schweben.

Von der Hinterseite leider weniger hübsch anzusehen. Die Häuserwand erstreckt sich von der Malibulagoon bis zum Topanga State Beach am Pazifik entlang. Wir erreichen Santa Monica und parken direkt am bekannten Santa Monica Pier mit dem Riesenrad und der Achterbahn. Als wir den Strand entlang gehen zieht es die beiden kleinen auch direkt dorthin. Kira will unbedingt Achterbahn fahren und deutet immer wieder auf die Treppe, die zum Pier hochführt. Kim kann Kiras Wehklagen auch nicht mehr ertragen und will daher auch zum Pier. Da noch Zeit ist, gehen wir dann auch zum Pier hoch. Leider müssen Besucher der Achterbahn mind. 10 Jahre alt sein. Kira versteht nicht, weshalb sie die coole Achterbahn, die über unseren Köpfen hinwegrauscht, nicht mitfahren kann. Mit Tränen in den Augen verlassen wir den Pier. Zum Trost gibt es eine Fahr im altehrwürdigen Merry-go-round, Das steht immerhin schon seit 1922 hier und kostet auch nur 1 US$.








Bubba - Gump - Shrimps & Co. Da war doch was ?!?





Im Anschluss gehen wir wieder zum Strand. Auf dem Gehweg kommen uns Radfahrer und Inlineskater entgegen. Obwohl dies ausdrücklich untersagt/verboten ist, stört das hier niemanden. In Deutschland würde sich vermutlich jeder Dritte (obwohl vermutlich nicht mal betroffen, weil auf der anderen Straßenseite unterwegs) dazu aufgefordert fühlen, die betreffenden Personen lauthals anzumotzen ‚Hey, runter vom Rad, dat issn Gehweg. Du Hooligan!“ In Amerika sind diese Gutmenschen gottlob nicht anzutreffen. Ist auch nicht die amerikanische Art.
Wir erleben den Sonnenuntergang am Santa Monica Beach. Der etwa 300 Meter lange Schatten von einem selber wird sogar auf die Steilküste geworfen und es wird dunkel. Wir packen alles zusammen, verlassen den Parkplatz, fahren die Interstate 10 auf und erreichen das Hotel in Beverly Hills direkt am Sunset Blvd.






Das Hotel ist etwas nobler, aber die Suiten wurden um 50% reduziert und sind daher bezahlbar. Es gibt einen Parkservice, d.h. wir müssen nicht selber parken sondern geben den Wagen am Eingang ab. Ein Page kommt mit einem Rollwagen an und ladet die Koffer ab. Natürlich müssen wir, weil in den USA so üblich, die Jungs für jede Kleinigkeit tippen. Die Suit ist (laut Internet) ca. 60 qm groß. Wir haben einen Balkon mit Blick auf den Highway, einen riesigen Plasmabildschirm auf dem man per pay-per-view sogar aktuelle Kinotitel (still in theater) schauen kann und ein noch größeres Bad mit Dusche UND Badewanne. Da es noch keine 07:00 sind, ‚kaufen‘ wir unseren Lincoln zurück ;) und machen uns auf, ein Restorant zu suchen. Wir befahren die Montanna Av, Laconte Av, Westwood Blvd … wir irren also auf dem Gebiet der UCLA herrum und finden in Downtown Bell Air endlich ein Restaurant und können gesättigt wieder zum Hotel zurück.







2 be continued ...

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