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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Sonntag, 13. März 2011

Kiras Geburtstag

Die ersten zwei Wochen nach Anjalis Besuch geht es uns leider nicht so gut. Kira zieht sich eine Erkältung zu. Kurz darauf werden auch Kim und ich krank. Mit etwas Verspätung erwischt es auch Barbara. Kim trifft es am schlimmsten, sie hat Husten ... hustet so stark, dass sie manchmal erbricht, bekommt Durchfall und Fieber. Als der erste Husten abklingt, fängt sie sich gleich wieder eine andere Krankheit ein, die abermals einen Husten auslöst.
Zur Zeit gehen einige Erkältungskrankheiten um. Nahezu jeder, mit dem ich über Kims derzeitigen gesundheitlichen Zustand ins Gespräch komme, gibt an auch krank (gewesen) zu sein.
In der UC sieht es ähnlich aus. Viele Kollegen von Babs sind verschnupft oder kommen erst gar nicht.
Außerdem ist Barbara viel auf der Arbeit eingespannt, weil zwei wichtige Treffen mit Förderern des Labs und mit der Airforce anstehen. Präsentationen werden vorbereitet, neue Poster erstellt, Handouts gedruckt und alles natürlich Just-in-Time

Kira und Kim werden in diesen Wochen nachts ständig wach, so daß ich bis zu 20 mal in der Nacht aus dem Bett muss um Getränke zu machen, Schnuller zu suchen, Taschentücher an Nasen zu halten oder einfach nur zu trösten. Über die Länge der Zeit geht es richtig an die Substanz.

Im IKEA kaufe ich nochmal ein paar und hoffentlich erst einmal die letzten Möbel für das Wohnzimmer ein. Kira hilft beim Aufbau und montiert alle Regalfüße. Jetzt haben wir wieder etwas mehr Stauraum.
Wir haben immer noch das Problem, dass wir keinen Termin für die praktische Fahrprüfung beim DMV machen können. Zwischenzeitlich bin ich nochmals beim DMV gewesen. Diese können Termine für den 'behind the wheel driving test' nur maximal 54 Tage in voraus vergeben und sind bereits über diesen Sperrtermin hinaus ausgebucht. Selbiges gilt leider auch für sämtliche DMV Stellen in der gesamten Bayarea. Man hat aber die Möglichkeit, die vorläufige DL immer wieder zu verlängern, und wie ich später in Erfahrung bringe, fährt der eine oder andere Villagebewohner schon über ein Jahr mit der vorläufigen DL herum und verlängert diese alle drei Monate für weitere drei Monate.

Der renaturierte Creek mit artifiziertem Bachlauf
Kira und Kim auf einem Mount im Village

Da Kalifornien ein Sammelsurium aller kulturell möglich vorstellbaren Individuen ist, kommt es hier zu sehr kuriosen Zuständen. So hat der Bischof der römisch katholischen Kirche in San Diego die Beerdigung eines Mitgliedes seiner Kirche untersagen lassen, weil dieser zu Lebzeiten offen in einer homosexuellen Beziehung zusammen mit seinem Partner gelebt und gewohnt hat. Daraufhin gab es massive Proteste von Linksliberalen auf dem Friedhof, wo die Beerdigung hätte stattfinden sollen. Die Polizei musste einschreiten und nahm an die 50 Personen fest.
Man stelle sich das mal in D. vor, aber es gibt noch größere Religionsfanatiker:
Letztens wurde ein Kalifornier mit 0,2% Alkohol im Blut erwischt. Das sind 1,2 Promille über dem zulässigen Höchstwert. Das Ganze nennt man hier DUI (driving under influenze). So weit nichts außergewöhnliches, passiert so etwas in D. ja auch tagtäglich. Nur: Der Fahrer wurde Opfer eines sogenannten 'setup'.
Und zwar hat es sich eine religiöse Randgruppe zur Aufgabe gemacht, Ehebrecher in die Pfanne zu hauen. Der Mann ist kürzlich geschieden worden und suchte auf einem gängigen Internetportal nach einem 'Date'. Ein Date ist kein Treffen zum Stelldichein, sondern eine von den Amerikanern durchexerzierte Formalie des Kennenlernens. Man trifft sich insgesamt drei Abständen von einer Mal in bis drei Wochen (in denen man sich für gewöhnlich außerhalb dieser Dates nicht trifft oder sieht) und entscheidet nach dem dritten Treffen, ob man zusammen sein will oder nicht. Meist kommt es auch gleich nach dem dritten Date zu sexuellen Handlungen ... da verlieren unsere Freunde aus den USA scheinbar keine Zeit.
Um zum Thema zurück zu kommen: Für die religiösen Fanatiker, für die eine Scheidung ein Frevel ist und gegen Gottes Gebot verstößt, ist der Tatbestand des Ehebruchs bereits erfüllt, wenn man nach einer (für sie nicht gültigen) Scheidung wieder Kontakt zum anderen Geschlecht sucht. Also wurde eine Professionelle beauftragt, sich mit dem Herrn zu einem Date zu verabreden. Als dieser den Ort des Treffens (beim 1ten Date meistens ein Restaurant) betrifft, findet er sein Date in Begleitung einer Anstandsdame vor. Die drei betrinken sich hemmungslos und haben scheinbar viel Spaß. Als sich der Abend dem Ende zuneigt, stellen die zwei Damen dem Mann gemeinschaftlichen Sex (zu dritt) in Aussicht und überreden den Mann. mit dem Pickup Truck der Dame zu einer Location zu fahren. Dieser lässt sich überreden und fährt mit zwei Promille im Blut los, wird dazu gedrängt ‚auf die Tube zu drücken‘ um nur wenige Meter dann angehalten zu werden.
So stets zumindest in der Zeitung. Nach amerikanischen Recht stehen dem Mann keine mildernden Umstände zu und er wird die volle Härte des amerikanischen Rechts zu spüren bekommen, welches in diesem Falle eine Strafe von 2.200 US$ und 30 Tage gemeinnützige Arbeit vorsieht. Die Damen hingegen haben sich nicht strafbar gemacht. In D. wäre das ganz anders: Da würde der Mann wegen seines Alkoholpegels straffrei davon kommen, da er ursprünglich vor hatte mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Die Damen hätten sich hingegen strafbar gemacht, weil sie den Mann zu einer Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat verleitet haben. Umgekehrte Welt halt.
Mich regt solch 'Gutmenschentum' einfach nur auf und bin zutiefst bestürzt, daß wir den Schlag von Mensch nicht in der alten Heimat zurücklassen konnten. 

Gewöhnungsbedürftige Verhältnisse herrschen auch im Sport! Die UC stellt für die nächste Saison den Betrieb der Baseballmannschaft ein. Diese Saison wird die letzte sein, in denen Berkeley noch ein Collagebaseballteam (zu bereits jetzt stark reduzierten Etat) aufstellt. Der Grund: Einnahmen aus Spenden in Höhe von 12 Millionen US$, von denen aber nur 8 Mio. US$ ausschließlich für das Baseballteam dediziert sind, stehen Ausgaben in Höhe von 20 Mio. US$ gegenüber.
Man muss sich mal kurz hinsetzen und überlegen, welche Zahlen das sind: 20 Millionen US$ gibt die UC jedes Jahr aus um ein Collegebaseballteam auf die Beine zu stellen. Ich meine: Collegebaseball! Studenten gegen Studenten ... in Aachen gibt es für Studenten die Grüne Liga, welche von Freiwilligen ehrenamtlich nahezu ohne Geld betrieben wird. Und überhaupt: 20 Millionen US$ ... das ist das Dreifache des Etats von Alemannia Aachen. Viele Bundesligisten haben einen kleineren Etat. So verwundert es auch nicht, dass der bestbezahlte Angestellte der UC Berkeley der Trainer (Coach) des Cal Bears Footballteam ist und 8 Mio. US$ im Jahr verdient ... was angeblich das mehr als das 20 fache von dem ist, was der Rektor der Universität (der Chef von allem) verdient.

So, genug über die verrückten Amerikaner geplaudert:

Am Samstag feiern wir Kiras 4ten Geburtstag. Einige Geschenke aus Übersee hatten uns bereits erreicht, das pinke Barbiefahrrad aus dem Target hatten wir tags zuvor gekauft, als Kira in der Preschool war und am Abend noch zusammengebaut. Kira wurde zwischenzeitlich gegen 11:00 p.m. wach und hat ihren 'Geschenkhaufen' gesehen, ist aber nur wenige Minuten später ohne zu murren und wohl auch mit etwas Vorfreude wieder zusammen mit Barbara ins große Bett gegangen um weiterzuschlafen.
Beide Kinder sind natürlich sehr aufgeregt, als es nach dem Frühstück um‘s Geschenke aufmachen geht. Das Wohnzimmer verwandelt sich binnen Minuten in ein Schlachtfeld aus Spielsachen, zerrissenem Geschenkpapier, Umverpackung, Süßigkeiten, Anziehsachen, alten Spielsachen, Malstiften ... praktisch allem, was die Kleinen in die Hände gelangt.




     An dieser Stelle möchte ich allen Verwandten und Bekannten
                    in Kiras Namen herzlichen Dank ausrichten !




Gegen Mittag gehen wir anschließend auf Kiyomis Geburtstag (sie wird ebenfalls vier Jahre alt) im Garten hinter dem Haus. Wir wollten Kira nicht von dieser Party ausschließen, nur um ihren eigenen Geburtstag zu feiern. Das wäre aus Sicht der Kinder ja geradezu gemein gewesen. Es ist sonnig und warm, obwohl für Sa. seit Tagen Regen vorhergesagt war.
Mutter Noriko hat eine Hüpfburg für die Kinder angemietet. Kira und Kim haben aber erst andere Sachen im Sinn. So testet Kira erst einmal ausgiebig ihr 'altes' blaues Laufrad aus und ist begeistert, sie ruft immerzu "Das Kira in Barmen gehabt hat!"

Nur glaube ich nicht, dass die anderen Kinder das verstehen. Kim ist insbesondere von der Blubberblasenmaschine beeindruckt.


Wir gehen dann nach Hause in die Wohnung Mittag essen. Kim schläft schnell ein. Kira und ich ergreifen noch mal die Gelegenheit um die Burg unsicher zu machen. Kira tobt sich noch mal ca. 90 Minuten an der Burg aus. Bis auf zwei Nachbarskinder, die die Burg auch noch mal kurz für ca. 20 Minuten nutzen, sind Kira und ich alleine in der Burg. Kira will unentwegt die Rutsche benutzen, aber will auf keinen Fall alleine dabei sein. So kommt es, dass ich in meinem Alter noch mal dazu komme, die Rutsche einer Hüpfburg unzählige Male herab zu rutschen (in jedem Mann steckt halt immer noch ein Kind).

Montag sind wir wieder einmal beim Pram im Point Ritchmond. Ich lerne Kendras Schwiegervater aus Oregon kennen. Kendra liest auch unseren Blog und ist begeistert, was wir schon alles gesehen haben und das wir so viel unternehmen. Tim plant, uns dieses Wochenende bei sich einzuladen, weil Cole so gerne und oft von Kira spricht.

Nach ein wenig Internetrecherche glaube ich, das Motorengeräusch, welches der Lincoln ab und an unter Last von sich gibt, identifiziert zu haben. Entweder ist ein Pleuellager defekt, oder es liegt eine klopfende Verbrennung vor.
Ich glaube allmählich, dass unser Wagen auf Wunsch des Erstkäufers (Professional Carservice) für den Betrieb mit E85 Gas optimiert und deswegen auf Super+ (hier nennt man den Kraftstoff EC unleaded Premium OZ 93) mit 98 Oktan (ROZ) abgestimmt wurde.
Europa und die USA berechnen die Oktanzahl jeweils anders.
Der Verdacht liegt nahe, da der Verbrauch des Vorbesitzers laut Boardcomputer bei 13.2 MPG (17,8 ltr/100km) betrug und wir 17.8 Meilen weit mit der Gallone kommen (13,2 ltr/100 km). E85 hat einen geringeren Brennwert als mineralisches Benzin, d.h. der Verbrauch ist höher. btw: Man beachte die Zahlen beim Verbrauch, WAS für ein Zufall ;) Fällt mir gerade beim Schreiben auf, wo ich die Verbrauchszahlen umrechne.
Der Motor läuft mit jeder Mischung aus einem E85 Kraftstoff und diesem Premium. Man muss anmerken, dass E85 i.d.R. 110 Oktan, also eine sehr hohe Klopffestigkeit besitzt. Nun ja, wir haben den Lincoln bisher immer nur Regular (also Normalbenzin mit ROZ 85) mit einer Oktanzahl von OZ 81 betankt. So verwundert es mich auch nicht, dass bei Last eine klopfende Verbrennung aufgetreten ist. Die vollelektrisch selbsteinstellende Zündanlage kann 'im Notfall' auch mit normalem EC (also Super) betankt werden (OZ 91 liegt noch im Regelbereich) aber unter keinen Umständen mit Regular.
Soviel zu der Aussage des Verkäufers, dass der Wagen mit Regular läuft. Naja, er wusste es wohl nicht besser, denn i.d.R. laufen die Modular V8 Motoren (zumindest die 16 Ventiler) mit dieser Plörre (die i.Ü. einen Mineralölanteil von gerade mal 38% hat und hauptsächlich aus Maisöl besteht). Ich hoffe einfach, dass wir den Motor durch die Falschverbrennung nicht zu stark belastet und damit geschadet haben. Vollgas habe ich ihm eh nie gegeben, die meiste Zeit beschleunige ich mit 20%-Stellung des Gaspedals, was völlig ausreichend ist.

Am Dienstag kommt nun auch das Geschenk aus Aurich an. Kira feiert heute ihren Geburtstag in der Preschool nach. Aus diesem Grund bringe ich Donuts und Cupcackes mit. Da der Tank vom Lincoln nahezu leer ist, kaufe ich für 4,15 US$ die Gallone das gute Super+ in den Tank (Regular ist 30 Cent billiger). Bin gespannt, ob sich jetzt was ändern. Dazu müsste ich den Wagen aber am Berg anfahren ... mal sehen, wann ich dazu komme.
Als wir hier im September/November aufgeschlagen sind, lag die Gallone noch bei 3.02 US$. Nun sind es schon 3.85 für dieselbe Marke (Brand).

Die Polizei war übrigens auch schon bei uns. Kim schlief, Kira und ich waren draußen unterwegs, da klingelten bei Babs die Cops. Angeblich wurde über den Festnetzanschluss unseres Apartments ein 911 getätigt. Dieser Anschluss ist natürlich nicht geschaltet, wir haben kein Festnetztelefon, also wird sich der Anruf um einen technischen Fehler gehandelt haben. Die Cops erklären, dass manchmal Wasser in die Leitungen gerät und sie normalerweise nachts um 3 am Leute aus dem Bett klingeln.

Tags drauf schnappt sich Kira unbemerkt Barbaras Handy und bestellt mehrere Softwarepakete via Kreditkarte, von der Babs nicht einmal wusste, dass sie überhaupt gespeichert ist. Denn das Handy wird über den BoA Account bezahlt, die Abbuchungen belasten aber die Kreditkarte der Postbank. Das muss dann über das Google-Konto gelaufen sein?! Wir können alle kleineren Bestellungen bis auf eins in Höhe von 30 US$ wieder stornieren. Ich kenne mich mit dem amerikanischen Handelsrecht leider nicht aus. In D. würde ich jetzt hingehen und den Betrag rückbuchen lassen, weil der Anbieter des Softwarepaketes nachweisen muss, dass ein Vertrag zustande gekommen ist, was er ja definitiv nicht kann.

Freitag morgens erhalten wir via Fernsehnachrichten eine Tzunami-Warnung für die Pazifikküste. Der Strand von S.F. wird vorsorglich gesperrt. Man rechnet mit einer zwei Meter hohen Welle, kann die 'Kraft' aber nicht vorhersagen. Für die Eastbay gibt es Entwarnung.
In der Nacht (PCT) gab es ein Beben im Pazifik, nahe der Japanischen Küste, das eine Stärke von 8.9 erreicht hat. Das ist das stärkste je aufgezeichnete Beben in Japan. Zum Vergleich: Das 'große' Beben von 1906 in S.F. hatte eine Stärke von 7.8, was dem 1/32ten Teil der Energie des heutigen Bebens beträgt. Es sei aber angemerkt, daß das Epizentrum des Bebens von 1906 direkt unter der Stadt lag. An Land (Japans Küste) betrug die Stärke der Esrchütterung hingegen 'nur' noch 6.0 auf der Skala. Das grösste Zerstörung scheint daher der Tzunami angerichtet zu haben.
Uns erreicht der Tsunami gegen 08:10 Ortszeit, also gerade mal 3h nach Hawai. Er ist schon relativ schwach und die Bilder vom TV eher unspektakulär. Nur in Santa Cruz, welches ungünstig liegt und wo sich die Wellen aufschaukeln, gibt es größere Zerstörungen. Die Marina, die wir kurz vor Jahreswechsel noch besucht hatten, wurde stark beschädigt.

Am Samstag lädt uns Tim zu sich nach Hause in El Sobrante nördlich von Richmond ein. Kendra und Evan, sowie Kendras Vater aus Utha sind auch da. Evan scheint sehr reserviert im Umgang mir anderen Kindern zu sein, während Kim, Kira und Cole miteinander spielen, zieht er es vor alles aus der Distanz zu beobachten und in der unmittelbaren Nähe seiner Mutter zu bleiben. Tim wohnt mit seiner Frau Maria und dem gemeinsamen Sohnemann in einer typischen Eastbay-Einetagen-Hollzhütte an einem kleineren Hügel. Der Bau wird aus den Dreizigern oder frühen Vierzigern stammen. Sie zahlen 1.100 US$ Mortgage + 500 US$ Tax und Insurance, zahlen also einen Kredit ab. Demnach müssten sie die Bude für um die 240.000 US$ erworben haben (habe ich jetzt ausgerechnet). Tim spricht nicht über den Kaufbetrag, meinte aber, die Wohnung wäre vor der Immobilienkriese doppelt so teuer gewesen.
Der Markt hat sich jedoch scheinbar wieder erholt, von Zwangsversteigerungen abgesehen, wechseln diese Häuschen mittlerweile wieder für über Dreihunderttausend ihren Besitzer.
Maria hat lecker gekocht - Brunch süß und herzhaft gemischt. Wie in den USA üblich wird alles selber gemacht. Im Garten besteigen wir den kleinen Hügel. Den Hügel vor Erdrutschen abzusichern ist wohl ein nicht zu verachtender Kostenfaktor. Die Betonabsicherungen scheinen jedenfalls massiv zu sein und wirken etwas seltsam neben dem Haus, was (wie in Amerika üblich) eine einfache Holzkonstruktion auf Betonplatte ist.
Barbara erzählt von ihrem Treffen mit den Vertretern der US-Airforce, welche an grüner Umwelttechnologie Interesse haben. Tim fragt nach der Sinnhaftigkeit, ich werfe ein, es könne sich im Prinzip nur um wiederverwendbare Explosionskörper handeln, so dass man eine einmal abgeworfene Bombe mehrmals verwenden kann (was natürlich ein Scherz ist).
Die Airforce-Boys haben jedenfalls Vorbehalte aufgrund Barbaras Anwesenheit, da sie kein US-Citizen ist. Alles in allem eine interessante Veranstaltung, bei der Professoren amerikaweit anreisten und alles selber zahlten, inklusive dem gemeinsamen Abendessen. Zumindest hat man die Hoffnung auf Projekte aus dem großen Verteidigungs-Pott. Barbara lernte viele US-Professoren kennen und wurde sogar nebenbei gebeten, die Autorenschaft zu einem Buch zu übernehmen, für das die Professoren keine Zeit haben.

Nach dem Besuch bei Cole nehmen wir noch an einem Event des UC Village zum Thema 'Art' teil. Barbara stellt zwei Bilder aus und die Kinder spielen mit Kreide auf der abgesperrten Jackson Street. Dazu gibt es kostenloses Popcorn, Papierblumenfalten und Wasserfarben.



Heute am Sontag wurden bei uns die Uhren auf Sommerzeit (Daylight Saving Time) umgestellt. Wir schaffen es nicht, die Kinder, insbesondere Kira, so frühzeitig zu wecken um es noch zum Soccer-Termin zu schaffen. Wir lassen den Kurs heute ausfallen.

Nachtrag: Das Klopfproblem tritt mit dem Superbenzin nicht mehr auf. Einen Schaden an den Pleuellagern kann ich nun ebenfalls ausschließen.
Und Barbaras Kamera scheint auch Automatikprobleme mit dem Fokus zu haben. :-(

2 Kommentare:

  1. Hallo Andor,
    das Klopfproblem gab es früher in den 60iger Jahren öfter. Da liefen viele Motoren noch mit Normalbenzin knapp an der Klopfgrenze. Wenn dann mit längerer Motorlaufzeit die Ablagerungen im Brennraum größer wurden, mußte man Superbenzin beimischen, dann lief der Motor wieder ruhig. Ich habe es aber dann vorgezogen, den Zylinderkopf abzuschrauben und den Brennraum mit Schaber und Drahtbürste von den Ablagerungen zu befreien. Das war zwar mehr Arbeit, aber der damit erzielte Erfolg wog die Mehrarbeit auf. Heute geht das natürlich nicht mehr. Ja lieber Andor, warum soll es Dir besser gehen als mir. Du hattest im ersten Lebensjahr eine amhaltende Bronchitis, da mußte ich mit Dir manche Nacht zusammen schlafen. Diese Bronchitis war aber nach dem ersten Dänemarkurlaub völlig verschwunden. Später wurdest Du nachts nach Trämen öfter wach und und mußtest wieder mit ins Bett genommen werden. Solche Belastungen übersteht man in jungen Jahren aber ohne Probleme. Deshalb sollte man die Kinder recht früh im Leben bekommen, denn ab 50 läßt die Belastbarkeit nach. Ihr habt bisher viel unternommen und gesehen, das ist gut so, denn in späteren Jahren wird die Aufnahmefähigkeit geringer. Da ihr viel fotografiert, habt Ihr für die spätere Erinnerung eine gut Gedächtnisstütze. Macht also weiter so! In Koslar Michelsbergerstr. geht die Erkältung auch um, denn die Außentemperaturen schwanken zur Zeit stark und in der Sonne wird es schon recht warm.
    Kein Grund zu großer Sorge, aber beobachten muß man die Kinder schon. Es wird sicher bald wärmer, dann muß sich das geben.
    Gruß Vater

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  2. Hi Ihr,
    bisher trotzen wir den ganzen Grippeviren,obwohl sich das Casino echt bemüht,damit wir uns irgendeine Krankheit zuziehen.Eine Kollegin hatte sich im Casino die Schweinegrippe gefangen ( von nem Gast wahrscheinlich,die schleppen alles rein ).Ansonsten herrscht Kühlhaustemperatur im Casino,so dass einem die Eiszapfen an der Nase hängen und ständig wer krank ist: Erkältung, Nierenentzündung.Irgendwie kriegen sie uns kaputt.Bisher haben wir uns wacker geschlagen. Hoffe,den Kids geht es auch wieder besser. Nine hat die ersten zwei Jahre nicht eine Nacht durchgeschlafen.Alle 20 Minuten wurde die wach.Das habe ich auch überstanden.Und ich bin noch arbeiten gegangen.Da wusste ich auch manchmal nicht,wo mir der Kopf steht.
    Schön,dass Kira ihren Geburtstag so schön gefeiert hat.

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