3. Januar 2013
In der ersten Januarwoche fahren wir zum langersehnten Ziel, der Jelly Belly Factory in Fairfield. Auf unseren Touren Richtung Osten sind wir auf der Interstate schon mehrfach an der Suessigkeitenfabrik vorbeigefahren. Als die Preschool einen Ausflug in die Fabrik unternahm, waren wir auf Tour an der Ostkueste, so dass Kira und Kim den Spass leider verpasst haben. So holen wir den entgangenen Ausflug ohne Schule nach.| Auf dem Weg nach Fairville: Das Auto hat eine Krone. |
Wir verlassen den Freeway und betreten den kleinen kalifornischen Ort Fairville an der Northbay. An einer neugebauten Strecke muss Andor die Kamera herausholen. Man hat eine neue Strasse gebaut und offenbar bei der Planung uebersehen, dass der Verlauf dieser Strasse sich mit der vorhandenen Stromleitung ueberschneidet. Die Bauarbeiter haben strickt nach Plan gehandelt und die Strasse dann um die stoerenden Objekte "herum" gebaut.
Da aber nun der Strommast mitten auf der Fahrbahn steht (Anmerkung: Die doppelte gelbe Linie ist der Mittelstreifen), wurden Pylone aufgestellt, damit der arglose Reisende nicht voellig ueberrascht gegen den Mast faehrt.
Ob die Maeste irgendwann noch mal verlegt werden?
In einer am Stadtrand gelegenen Mall steht die Jelly Belly Factory, die die Jelly Beans herstellt. Fairfield liegt im Suisun Valley, noerdlich der gleichnamigen Bucht. Die Suisun Bucht ist Heimat der US amerikanischen Reserveflotte (auch Ghostfleet oder Mothball genannt). Das Wasser der Bay besteht zum groessten Teil aus Suesswasser, daher verrotten die Schiffe viel langsamer. Die Reserveflotte besteht schon seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, soll aber bis 2017 gaenzlich verschwinden. Die USS Iowa, die seit 11 Jahren hier vor Anker liegt, wurde erst kuerzlich nach Richmond geschleppt und wird derzeit zum Museumsschiff umgebaut.
Vor der bzw. im Foyer der Factory. Hier sind einige aus Beans gestaltete Bilder zu bestaunen. Noch ahnen wir nicht, weshalb Ronald Reagan so haeufig vorkommt.
| Das Bild hat etwas von den Maibildern, die man in unserer Heimat steckt. Nur sind sie aus Jellybeans gefertigt. |
| Wir warten in einer Schlange, da taeglich von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags freie Touren durch die Fabrik gefuehrt werden. |
| Hier warten wir auf den Beginn unserer Tour durch die Fabrik. Hier duerfen wir die neuen Dips-Beans probieren - Erdbeerfuellung in Schokolade. |
| Jellybeans und Cone sugar zieren den Teppich. |
Wir werden also Zeugen, wie die Beans gemacht werden. Wie die gallerartige Masse ihre Form, Geschmack und Farbe bekommt, wie die Zuckerschicht erzeugt wird, die den weichen Teil der Beans umgibt und wie das Firmenlogo aufgedruckt wird.
Die erste Fabrik gab es in Chicago - man assoziiert die Jelly Beans mit nahost-asiatischen / tuerkischen Suessigkeiten, die ja haeufig geleeartig sind. Die beliebtesten Geschmackssorten sind Kirsche, Apfel und Lakritz. Obwohl man versucht, moeglichst viele Naturinhaltsstoffe zu verwenden, lassen sich wohl manche Geschmacksrichtungen nur schwer erzeugen. Kokosnuss ist ein Beispiel - fuer diese Sorte musste man lange herumexperimentieren. Neuerdings gibt es auch die neue Sorte Bean Boozled - wie bei Harry Potter gibt es schlecht schmeckende Beans zwischen leckeren. Auf altes Ei, Popel, Bleistiftspaene, Windel oder Erbrochenes haben wir keinen Appetit und probieren diese Sorte nicht aus. Barbara glaubt, dass man diese Sorten bestimmt zufaellig auf der Suche nach den beliebten Geschmackssorten gefunden hat.
Wir sehen auch weitere Jellybean-Gemaelde und erfahren, dass der ehemalige Praesident Ronald Reagan ein grosser Fan der suessen Bohnen war, er die Fabrik, damals noch als Governor von Kalifornien, sogar mal besucht hat, und dass man wegen ihm die blauen Bohnen entwickelte um eine Praesidentenkollektion aus roten, blauen und weissen Bohnen zu machen.
Angeblich waren zu Reagans Amtszeit immer ein Topf mit dieser Mischung an Board von Airforce One, so dass sich der Praesident zu jeder Zeit an den Jellybeans erfreuen konnte. Und internationale Gaeste wurden mit Jelly Beans beschenkt :-)
Auf einem Catwalk extra fuer Besucher durchqueren wir mehrere Fabrikhallen. Die Produktion laeuft nicht auf 100%iger Auslastung. Trotzdem erzeugen die auf Fliessbaendern herumrutschenden Beans einen Hoellenlaerm. Die Mitarbeiter tragen daher neben hygienisch korrekten Vollkondomklamotten auch einen Ohrenschutz.
| Hier noch mal ein Bild des weltgroessten Jellybean Fan nebst seiner Frau Nancy: Ronald Reagan. |
| Spiegeldecke im Fahrstuhl. Dahinder befindet sich zu 100% eine Ueberwachungskamera. |
| Nach dem Besuch der Fabrik ist Einkaufen im Shop angesagt. |
In der Fabrik wird neben den Bohnen noch andere Sachen hergestellt. In der Weihnachtszeit hat vor allem die Produktion von spezifischen Leckerreien aus Schokolade ueberwogen. Man kann auch Ausschussware zum halben Preis gleich Sackweise kaufen. Die Bohnen kleben zusammen (teilweise zu fuenft oder mehr), sind verformt oder wie auch immer ... das Problem ist vielmehr, dass die Ausschussware gleich sackweise verkauft werden will. Wer fuenf Saecke kauft, zahlt sogar nur fuer drei, aber soviele Bohnen schafen wir im Leben nicht.
Kira und Kim begeistern sich ganz besonders fuer die Jellybeankissen fuer 20 USD das Stueck. Wir kaufen ein pinkes fuer Kira und ein gruenes fuer Kim.
| Die Fuehrung war zwar umsonst - der Shop hat uns aber doch monetaer erleichtert... Mit ca. 90 USD weniger in der Tasche, aber um einer tollen Erfahrung bereichert, verlassen wir die Fabrik. |
Wir fahren ein Stueck weiter in den Norden nach Vacaville, weil Barbara da eine tolle Eisdiele kennt.
Die Nut Tree Plaza wird als Kaliforniens legendaerer Raststopp angepriesen.
Ein kleiner Spielplatz im Nut Tree Plaza wird ausgiebig genutzt um sich auszutoben. Das Karussel und die Eisenbahn auf der Plaza sind noch im Winter-Zeitplan und abgeschaltet.
Diese Restaurantkette wird im Abspann von Disney`s "Oben" gezeigt.
In Fentons Creamery gibt es nicht nur Eiswaren. Man kann hier auch 'normal' essen.
Aber natuerlich gibt es zum Nachtisch noch eine Menge Icecream. Papa bestellt nichts, muss aber trotzdem das Meiste essen :)
| Icecream am Abend ... erquickend und labend. |
| Als wir die Plaza verlassen, ist es schon dunkel. Die Sonne geht in Kalifornien noch etwas schneller unter als in deutschen Landen. |
| Zuhause bestaunen wir noch mal unsere Mitbringsel aus der Fabrik. |
Die Jellybeans kennen wir bereits aus dem Costco, die gibt es dort im Zweikilo Packet in 49 Geschmacksrichtungen.
| In den naechsten Tagen decken wir uns noch mit mehr pinkem Plastikgeschirr fuer die Kleinen ein - und auch mit pinken Cupcakes. |
| Kim loeffelt die Avocado selber aus. |
| Kira und Kim basteln mit organischen Kornstaerke-Stuecken, die angefeuchtet zusammenkleben. |
| Unter dem grossen Bett liegen viele Federn, die Kira immer wieder aus Kims Kissen zupft. |
| Und sie landen im Staubsauger. |
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