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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Donnerstag, 17. Mai 2012

Das Museum of California History in Oakland

28. Dezember 2011

In der Woche nach Weihnachten wollen wir ein paar Museen in der Gegend besuchen. Barbara will schon seit langem ins Museum of California History in Oakland und so fahren wir da endlich hin.

Es geht nach Oakland (oder wie der Antenne-AC Fuzzi damals sagte: In's kalifornische Ork-Land), laut einer Statistik die fünftgefährlichste Stadt der USA. Richmond im Norden liegt auf Platz 6.
Die Skyline von Oakland, im letzten Jahr Schauplatz von ~350 Schießerreien mit mehreren Hundert Toten.
Die 'Twin Towers' der Stadt.
Chinesische Strassennamen rund um Oaklands Chinatown.
Im Keller des Museums für kalifornische Geschichte.





" Don`t lick the paintings" - So wird man hier angehalten, die Kunstwerke zu schuetzen.
Ausserdem in Englisch, Mandarin und Spanisch: "OK to take photographs without flash. OK to talk loudly - you don`t have to whisper. OK not to like all the art."





Kim imitiert Andors Gang.
Bobbin Lace Yellow, 1970 von Ed Rossbach - Ed Rossbach war Design-Professor an der UC Berkeley und hat mit gelben Klebeband Spitze nachgebastelt.














Wir gehen in die tiefere Etage zum Geschichtsmuseum.





Hier sollen die Besucher einen Punkt aufkleben, woher sie kommen. Europa ist klar dominant.
Die verschiedenen Indianerstaemme Kaliforniens werden vorgestellt. Kim informiert sich an Infosaeulen fuer Kinder.

Dann kommen die ersten Spanier nach Kalifornien.



Auch hier kann man wieder Hands-on lernen und hinter alle Tuerchen schauen.
Interessant, welche Vorschlaege es fuer die geographische Begrenzung des Staates Kalifornien gab.
Wir lernen, daß die Staatsgrenzen von Kalifornien nicht so willkührlich gewählt worden sind, wie es den Anschein hat. Es gab mehrere Vorschläge, die man dem Kongress vorlegen wollte. Der Staat durfte nicht zu groß sein. Statt also ein riesiges Gebiet zu beschlagnahmen, pickte man sich die 'Rosienen' raus. So wollte man unbedingt das Sacramento und San Joaquim Valley, die Wasserquellen der Sierra und das Los Angeles Becken haben. Auf die Wüstengebiete im Osten verzichtete man dann 'großzügig'. Resultat der Ausarbeitung ist das Bild unten rechts ... Kalifornien, wie man es heute kennt.


1848 wurde Gold in Kalifornien gefunden und unglaublich viele Menschen stroemten aus anderen Teilen Amerikas, aus Asien und Europa hierher.

Goldsucher mussten horrende Preise fuer ihre Lebensmittel und andere Annehmlichkeiten bezahlen.




Daher wurde fast niemand wirklich reich.
Die frühen Goldschürfer fanden nicht viel Gold. In den Flüssen mussten sie das wenige sammeln. Der Traum vom großen Glück in Form eines Nuggets ging für keinen der Suchenden in Erfüllung, man fand nur Goldstaub. Das wenige wurde von den Findern alsbald verprasst. Zu Reichtum schaften es diejenigen, die den Schürfern Waren und Dienstleistungen anboten. So konnte eine Wäscherrin, die die Kleider der Schürfer wusch, in der Woche um die 200 Dollar verdienen. Inflationsbereinigt entspricht dies heute einem Monatslohn von knapp 23.000 US$. Kein schlechter Lohn für eine einfache Wäscherrin.

Diese Kueche ist von 1850 und der reiche Besitzer hatte sogar einen chinesischen Koch.




Die transamerikanische Eisenbahn endete in Oakland. Daher blieben hier viele der kantonesischen Arbeiter, was ihren großen Bevoelkerungsanteil in Oakland erklaert.

Kalifornien war aber auch immer beruehmt als Fruchtkammer Amerikas.














Damals wurden im Greater-LA noch Orangen angebaut. Ein County der Megametropole trägt daher zu recht den Namen 'Orange County'.
Heute wachsen dort keine Orangen mehr, der Bereich ist mit Einzelhaussiedlungen völlig zugebaut.



In diesem Eisenbahnwaggon wurden Fruechte transportiert. Hier im Museum ist darin ein kleines Kino, in dem die Lebensgeschichten von Feldarbeitern geschildert werden. Reich wurde auch hier keiner.
Hier wird das aufbluehende San Francisco dargestellt:


Diese beruehmte Karikatur stellt dar, dass die Eisenbahnfirma Southern Pacific einem Oktopus gleich alles in Kalifornien kontrolliert. In den Augen sind die Portraets der Eigner Leland Standford und Charles Crocker zu sehen. In den Armen haelt die Krake Telegraphen, Weinereien, Bergarbeiter, Farmer, Holz, Schiffe und mehr - alles Bereiche, in denen die Transportkosten der Eisenbahn Wettbewerbsverzerrungen hervorriefen.
 Dann geht es in die 1940er:


Natürlich dominiert das Thema 'WW2' die 40er Jahre.


















  
Nach dem Angriff auf Pearl Harbour rechnete man in den USA mit einer Invasion der Japaner. Ich meine: Weshalb sonst sollten die Japaner die USA auch angreifen? Ein Japanischer Brückenkopf auf dem amerikanischen Kontinent wäre auch in der Tat einer Katastrophe gleichgekommen, zumal viele Japaner in Kalifornien lebten.
1950er:




















Die 50er und 60er Jahre. Die wirklichen 'goldenen Zeiten' der USA - und des restlichen Westens.





Andi entdeckt antikommunistisches Propagandamaterial in den Schubfächern.
1960er:

 



... und die Apartheid war noch immer darin zu spueren, dass Schwarze kein Haus in einer "weissen" Gegend kaufen konnten. Tendenzen dazu sind in den USA heute noch immer vorhanden - Statistisch fuehrt ein typisch auslaendischer Nachname eher dazu, dass der Hausmakler nicht zurueckruft.





 Und die 1970er...














Hier lernen wir ueber den Einwanderungsstaat Kalifornien - Wo kommen die meisten Immigranten her?



Im Flugzeug kann man sich die Geschichten verschiedener Einwanderer anhoeren.
 Die mexikanische Grenze ist ein schwer bewachtes Gebiet:





Und dann geht es zur juengsten Geschichte Kaliforniens...
Andor schreibt an die Wand, welche Entwicklungen er fuer 2013 vorhersieht. Die anderen Post-Its beschreiben, welche Dinge die Leute am wichtigsten in den vergangenen Jahrzehnten fanden.
Kira informiert sich per Kopfhoerer und Touchpads.



In einer nachgebauten Garage wird dem 'Spirit des Silicon Valley' nachgejagt. Große Firmen wie hp oder Apple, aber auch bereits untergegangene Riesen wie Commodore haben in einer Garage als 1-Mann Firma angefangen.


Je nachdem, welche zwei Platten man mit der Hand brückt, geschieht etwas anderes in der Garage. Ein Föhn oder eine Lampe geht an ... einmal erklingt sogar Steve Jobs Stanford-Rede via Lautsprecher.

Hier sind wir im Education Bereich fuer heutige Schulklassen:

Dat is ene Dampfmachin.
 








Wir fahren durch Oakland Downtown zurueck:



Platzmangel erfordert kompakte Bauart, dies ist ein 'gewöhnliches' Autobahnkreuz.
Hier in den bergigen Aussenbezirken von Oakland muss Barbara noch eine letzte Schleiferaufgabe bezwingen: Das Grindersandwich !







Im 'Grinders' (tm) kaufen wir uns zwei Submarine Sandwiches für Zuhause. Barbaras Gruppenaufgaben für die Schleifergruppe konnte sie somit kurz vor Jahreswechsel erfüllen. Diese waren: (i) Mit Schleifscheibe auf der GG-Brücke. (ii) das Ölbild von den Six Sisters (werden wir im nächsten Eintrag sehen) (iii) der Geocache im Briones Park und (iv) das Grinders Sandwich.

Es ist immer wieder erhebend, auf die Skyline von SF zuzufahren ;)
mjam mjam mjam ...


1 Kommentar:

  1. Sehr schönes und interessantes Museum. Die Bilder zeigen auch, dass es Spaß gemacht hat :) Ich bin neugierig was zu den ausgewählten Gegenständen von 1969 für 2069 geschrieben wurde, aber da werde ich mich wohl bis zum nächsten Besuch gedulden müssen :)

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