Freitag, der 22.07.2011
Nacht in Newark, Delaware: Die Klimaanlage ist ausgefallen und die Kinder schlafen schlecht ein. Kim ärgert Kira, indem sie immer wieder „Auto“ sagt. Kira beschwert sich dann: „Ich will aber Prinzessin sein!“, woraufhin Kim einlenkt: „Prinzessin“ und kurz darauf wieder stänkert: „Auto“. Schließlich bringt Barbara die beiden zur Ruhe, indem sie befürchtet, dass bald die Polizei kommt, wenn die Kinder nicht ruhig sind.
Gerade als alle schlafen, piept es laut. Entgegen Barbaras Befürchtung ist es aber kein Hotelangestellter, der sich beschwert – es ist der Feuermelder in unserem Raum. Anhaltendes, arrhythmisches Piepen schreckt auch die Teenager auf, die heimlich um 11.30 Uhr im Pool baden.
Wir rufen die Rezeption an – man rät uns, die Batterien aus dem Feuermelder zu nehmen, da die Flurmelder nichts anzeigen, Wahrscheinlich seien die Batterien leer und der Hotelier kann nicht zu uns kommen, da er alleine ist (und auch noch nicht volljährig). Mit einem unwohlen Gefühl reißen wir die Batterien dann doch selber ‚raus und legen uns wieder zu Kira und Kim, die tief und fest schlafen.
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| Am nächsten Morgen brechen wir nach Philadelphia auf. |
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| Das an der I-95 gelegene Footballstadion ist Heimat der Philadelphia Eagles. |
Auf der Interstate 95 erwischt es dann den Ford Explorer. Ein lautes 'Klong' deutet darauf hin, dass wir über irgend etwas drüber gefahren sind. Nur etwas später meldet sich der Bordcomputer und signalisiert Druckverlust im Reifen. Wir verlassen die Interstate, fahren in das Stadtgebiet von Philadalphia hinein und halten an der erstbesten Tankstelle.
Andi kontrolliert die Reifen am Explorer. Auf der Fahrerseite hinten zischt es aus dem Pneu. Ein Weiterfahren ist erst einmal nicht möglich. Um den Reifen nicht unnötig zu beschädigen, stellen wir den nicht voll funktionsfähigen Wagenheber (der Hebel fehlt) unter den Wagen und rufen bei der Mietwagenfirma an. Diese schickt einen Abschlepper raus um den Ersatzreifen zu montieren. Das kann allerdings ca. eineinhalb Stunden dauern, wie man uns am Telefon sagt. Es ist brütend heiß - mindestens 40 °C warm und der dunkle Asphalt heizt die Luft unerträglich auf.
Der Ford sitzt fest. Ohne die Stange für den Wagenheber können wir den Wagen nicht hochbocken um den Reifen selber zu wechseln. Mit einem Schraubendreher können wir den Heber aber so weit ausfahren, dass der Wagen nicht weiter absinkt.
Die Tankstellenbedienung ist etwas verwirrt - wir müssen bald weg, damit wir das Reifendruckgerät der Tankstelle nicht blockieren. Mit viel Überredungskunst von Anjali und Mitleid können wir noch eine Stunde Wartezeit heraushandeln.
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| Gegenüber der Tanke auf der anderen Straßenseite liegt ein Dunkin Donut. Hier ist es angenehm kühl. |
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Wir 'versüssen' uns die Wartezeit.
Kira und Kim sind wild und wollen gerne toben - das geht wegen der Hitze draußen aber nur drinnen vor der Dunkin Donut Theke. Kira und Kim spielen gerne Hund - Kira tätschelt Kims Kopf: "Good boy!" |
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| Der Abschleppdienst ist da! Und der Reifen mittlerweile richtig platt.. |
Es dauert nicht lange, da ist der Ersatzreifen auch schon montiert. Das hätten wir nie hinbekommen können, selbst mir funktionierendem Wagenheber.
Wir haben nun die Wahl: Auf dem Ersatzreifen weiterfahren oder Reifen austauschen. Mit dem Ersatzreifen birgt das Risiko, dass man im Falle einer erneuten Panne dann keinen mehr hat. Und die Mietwagenfirma erstattet die Reparatur. Good for us!
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| Also fahren wir zu einem nahe gelegenen Reifenshop um den kaputten Reifen zu tauschen. |
Der Reifenhändler hat die gesuchte Größe allerdings nicht auf Lager. Im gelingt es jedoch den defekten Reifen zu vulkanisieren. Der Ersatzreifen wandert wieder in seine Mulde am Wagenunterboden. Der geflickte Reifen wird an seine ursprüngliche Position montiert und die Reise kann endlich weitergehen. Nur 15 Dollar hat die Reparatur gekostet - dafür gibt es auch 10 Dollar Trinkgeld.
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| Auf der Girard Avenue gehts Richtung Downtown. |
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| Penn's Landing am Delaware River. Hier ist William Penn gelandet, bevor er den Staat Penn-sylvania gegründet hat. Im Hintergrund sieht man die Benjamin Franklin Bridge und den Bundesstaat New Jersey am anderen Flussufer. |
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| 'New Jersey' ist auch der Name dieses Schlachtschiffes der Iowa Klasse. |
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| Wir verlassen das Ufer des Delaware River und fahren über die bekannte Market Street in die Stadt. |
Neben Boston ist Philadelphia die Stadt, die für die amerikanische Unabhängigkeit am wichitgsten ist. Die 'Independence Hall' (links) wird wohl leider gerade renoviert und ist für Besucher derzeit nicht geöffnet. Hier nahm der Kontinentalkongress am 4. Juli 1776 die von Thomas Jefferson entworfene Unabhängigkeitserklärung an. Die hier aufbewarte Liberty Bell soll bei der Verkündung der Erklärung geläutet worden sein. Danach ist sie noch zu ein paar anderen Anlässen geläutut worden, hat aber jedesmal einen Sprung bekommen, wie schon beim Probeläuten. Deswegen kann man sie heutzutage nur noch angucken, aber nicht mehr hören.
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| Immerhin, das Visitor Center hat offen, aber wir umkurven es nur. |
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| Die Carpenter's Hall inmitten der Stadt. |
Über die Benjamin Franklin Brücke fahren wir kurz rüber auf die andere Seite nach New Jersey.
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| Die Brücke von der anderen Seite aus betrachtet. |

Camden, NJ
scheint nicht gerade die nobleste Wohngegend zu sein..
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| Zuück Richtung Phili muss Maut entrichtet werden, aber wir haben ja eine Flatrate. |
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| Poggenpohl - Luxusküchen made in Germany. |
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| Die Anzeige behauptet, es seien über 41 Grad Celsius draußen - Für uns fühlt es sich an wie 50 °C. |
Es geht durch das Chinatown von Phili.
Wir fahren zum Hard Rock Cafe und Anjali kann ihr Souvenir holen.
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| Anjali am Hard Rock Cafe. |
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Aufgeregt winkt uns eine Frau am Zebrastreifen zu. Wir sind verwundert, vor allem, weil sie für ihre Mitreisenden auf uns deutet und dann beide aufgeregt winken. Erst, als der Sohn uns sein T-Shirt „Minnesota“ zeigt, verstehen wir – die Familie denkt aufgrund unseres Autokennzeichens, dass wir auch aus Minnesota kommen. Wir lachen und winken freundlich zurück und wollen ihre Freude nicht zerstören.
Es geht durch den Financial District auf dem Weg zum Museum of Art, bekannt aus Rocky.
Wir parken auf dem 'Eakins Oval' vor dem Philadelphia Museum of Arts. Besonder die Treppen sind aus den Rocky Filmen bekannt. Auch die Bronzefigur aus dem dritten Film 'Eye of the Tiger' befindet sich hier.
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| Barbara vor der 'Rocky Treppe'. Kira hat den Brunnen bereits erspäht und will ins kühle Wasser. |
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| Auch Babs und Anjali kühlen sich etwas ab. Draußen ist es ja über 40 Grad heiß. |
Dem Robert 'Rocky' Balboa seine Statuette steht hier zu Füßen der Treppe, die Sylvester Stallone im Laufschritt hochgespurtet ist. Rocky ist ein wirklich 'heißer Typ' (und zwar wörtlich). Andi verbrennt sich fast die Flossen an Rockys Knie ;-)
Andi und Anjali tun es wirklich uns rennen (naja..) trotz der Hitze die Treppe hinauf. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Babs und die Kinder sind unten beim Brunnen geblieben und baden zusammen mit anderen Touristen vor dieser beeindruckenden Kulisse. Die Kleinen übertreiben mal wieder ein wenig und sind in kürzester Zeit platschnass. Zu fünft gehen wir weiter zum noch größeren Brunnen.
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| Hier können wir alle hineinsteigen :-) |
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| Wieder zurück am Auto erholen sich die Kleinen von den Strapazen. |
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| Wir fahren noch einmal ums Karree. |
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| Andrang an der Rocky Statue. |
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| Auf dem River Drive fahren wir am Schuylkill River entlang. |
Hier gibt es schöne viktorianische Bootshäuser, wie Babs aus ihrem Reiseführer weiß.
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| Andi trocknet seine nasse Hose im warmen Fahrtwind. Er ist nicht das einzige größere "Kind", das es auch ein wenig übertriben hat ;-) |
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| Wir fahren wieder ins "HoJo"-Hotel nach Delaware. |
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| Die Rückbank schläft geschlossen. |
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| Der Boston Market gegenüber unserem Hotel. |
Andor und Anjali haben einen Disput über die Kundenfreundlichkeit des Hotels – Andor glaubt nicht, dass die Klimaanlage repariert wird, weil wir nur noch eine Nacht bleiben. Anjali glaubt „an das Gute im Amerikaner“ und behält Recht. Unser Zimmer ist endlich angenehm kühl.
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| Wir schauen uns den Vorspann zur Serie 'It's always sunny in Philadelphia' an und überzeugen uns davon, dass wir auch überall selber gewesen sind. |
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