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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Samstag, 15. Oktober 2011

Baltimore und Gettysburg

Mittwoch der 20.07.2011


Da wir in Towson, einem Vorort nördlich von Baltimore, übernachtet haben fahren wir heute über die York Road (aka Maryland 45) in die Stadt hinein und lassen uns überraschen.












Die Loyola University, eine von 28 Jesuitenhochschulen.


Etwas weiter südlich die berühmte Johns Hopkins University.





Das Stadtzentrum (amerk.: 'downtown') kommt in Sicht.


'uptown' Baltimore scheint nicht mehr allzu gut in Schuss zu sein. Baltimore ist als Hafenarbeiterstadt in den 50er und 60er Jahren ziemlich heruntergekommen, wurde aber in den letzten Jahren ziemlich aufwendig aufgefrischt, so dass es mittlerweile wieder eine attraktive Stadt geworden ist.





Am (alten) Hafen entlang fahren wir zum im Zentrum der Stadt gelegenen 'Federal Hill Park' .


E. Churchill Street in Baltimore.
Wir parken auf der Battery Ave. direkt am Park und erklimmen die Treppenstufen hinauf. Auf dem Hügel befindet sich auch ein Spielplatz. Leider spendet er wenig Schatten und die Kinder wollen ihre Hüte nicht aufbehalten. Nach einer kurzen Weile müssen wir mit den Kleinen wieder ins (klimatisierte) Auto zurück. Anjali und Andi gehen noch mal zum Park hinauf um doch noch Fotos zu machen.
















Barbara telefoniert derweil ein weiteres Mal dienstlich mit der Welt und passt darauf auf, dass die Kinder im kühlen Wagen bleiben. Die Temperaturen klettern heute abermals weit über die 100 Grad Grenze, was den Aufenthalt nicht ganz so angenehm macht. Wir setzen uns in den Wagen und sehen uns die Stadt vom Auto aus an.















Anjali springt unterwegs kurz aus dem Auto um das nächste Shotglas aus dem Hard Rock Cafe zu kaufen. Insgesamt kann sie auf dieser Reise die Anzahl ihrer Hard Rock Café Shotgläser um 5 (!) erweitern.




Der Mount Vernon Square Park mit dem Washington Monument (nicht ganz so groß wie in der Hauptstadt) und der United Methodist Church (davon haben wir auch eine in Albany an der Marin Street).







Wir verlassen Baltimore Richtung Norden. Anjali macht am Wegsesrand einen Laden aus, der Crab-Cakes verkauft, für welche Baltimore berühmt ist, und muss Barbara und sich unbedingt welche besorgen.








Anjali: Der Laden entpuppt sich als richtiges Diner, wie man es aus alten Filmen kennt. Eine schlecht gelaunte Bedienung mit hinter das Ohr geklemmten Stift ist ganz entsetzt, als ich frage, was diese Crabcakes sind und gibt eine schnippische Antwort. Allerdings erbarmt sich eine nette ältere Bedienung hinter dem Tresen und fängt an mich aufzuklären. Im Wesentlichen gibt es zwei verschiedene Arten: Fritierte und gekochte. Ich bestelle von jedem etwas. Während ich auf das Essen warte, unterhalten wir uns weiter. Sie ist ganz begeistert, dass wir aus Deutschland kommen und interessiert daran sind, etwas über die Ostküste zu erfahren. Daher lässt sie den netten Koch (ihren armen Mann?) zunächst ganze Krabben und dann sogar noch eine lebendige Krabbe holen, damit das arme deutsche Kind etwas lernt..


Die Interstate 795 endet bei Resiterstown und wir fahren auf der Maryland 140 Richtung Westminster weiter an Hanover vorbei (warum nicht mit zwei 'n' ?)

Bei Westminster finden wir den MacDonalds mit Playground.

Im Gegensatz zu Anjali und Barbara mit ihren Feindelikatessen bevorzugen die Kleinen eher etwas 'Handfestes' bei MacDonald. Im Hintergrund ist der Kinderspielplatz zu erkennen, weshalb wir hier Rast machen.


Ein fritiertes und ein gekocht und dann gebratenes Crab Cake.




Auf diesem hervorragenden Bild hat der Fotograph ganz genau darauf geachtet, dass viel vom Himmel und vom Dach vom McDonalds Haus zu sehen ist. Dafür musste selbstverständlich auf Kim im Kinderwagen vor Andi verzichtet werden. Alles kann man nun wirklich nicht haben!!!



Unser Ziel: Gettysburg in Pennsylvania.
Auf der 97 überqueren wir die Staatsgrenze zu Pennsylvania. Der Staatsname bedeutet "Penn's Wald" und wurde von Charles II gewählt, der William Penn das Land als Wiedergutmachung schenkte. - Ansonsten ist Pennsylvania für Pittsburgh im Westen, Philadelphia im Osten, dem Tag des Murmeltiers und dem Schokoladenhersteller Hershey's bekannt.


Und treffen Tow Mater aus dem Pixar Film Cars am Wegesrand.






Die Anreise nach Gettysburg gestaltet sich etwas komplexer als gedacht. Da es noch nicht so spät ist, wollen wir den 'historic battleground' besuchen und fahren wir auf die Interstate 15 Richtung Westen auf. Wir wollen auf der Taneytown Road quer über das ehemalige Schlachtfeld in Gettysburg 'einfallen'. Aber die Yankees haben die Straße einfach dicht gemacht. Sie ist gesperrt und so fahren wir eine Ausfahrt weiter. Nur leider ist die Emmitsburg Road ebenfalls gesperrt worden und wir müssen über die Bullforg Road und die Pumpin Station Road die Flanke der Straßenmeisterei umgehen.Wir finden eine nach alten Plänen wieder aufgebaute historische Brücke und folgen den Hinweisschildern zur Farm des ehemaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhowers.





Wenn Kim 'Treppa' sieht, gibt es kein Halten mehr für die Kleine. - Aber nur Anjali, Andor und Kira besteigen den Turm und schauen auf die Gegend.


Eine Reihe Kanonen stehen genau an der Stelle, wo konförderierte Kräfte einst im Bürgerkrieg das Feuer auf die Nordstaaten eröffneten.
Und zwar befanden diese sich hier auf diesem Feld. Vom Tower aus gut zu überschauen. Auf der anderen Seite liegt im Übrigen dem Dwight Eisenhower seine Ranch, auf der er seinen Lebensabend verbrachte.


Wir spielen die Scenerie nach. Kim feuert die Kanone ab.
Anjali nimmt die Rolle der Unionisten ein und begibt sich auf das Feld der Ehre ;)

Wir halten uns wegen der Hitze aber nicht so lange auf und fahren auf der 'Confederate Avenue' weiter. Die Straße heißt so, weil dieses Gebiet während der mehrtägigen Schlacht vom Süden gehalten wurde.



Wir besuchen das Visitor Center und nehmen Kartenmaterial mit. Gegen ein kleines Endgeld kann man einen längeren Film bestaunen, allerdings trauen wir unseren zwei kleinsten Reisegruppenmitglieder nicht zu so lange still zu sein. Kim und Kira bekommen ein Crusheis, wir drücken den obligatorischen Penny platt und kaufen Kühlschrankmagneten und Literatur. Es ist auch schon recht spät und wir wollen ja noch etwas vom Schlachtfeld und der Stadt sehen. Im Hotel einchecken müssen wir auch noch.

Vor dem Visitor Center sitzt eine Statue von Abe Lincoln. Er war nach der Schlacht in Gettysburg um seine berühmte Rede für die gefallenen Soldaten zu halten.
Als wir den Baltimore Pike in Richtung Gettysburg nach Norden fahren, treffen wir auf das Evergreen Cementry, wo Lincoln die Rede gehalten hat.
Das kleine Örtchen Gettysburg in Pennsylvania.
Und unser Hotel abseits der Stadt an der US Route 30.
Der Kofferwagen ist etwas schwergängig und man muss schon mit aller Kraft ziehen und drücken damit er überhaupt vorwärts kommt.





Gegen Abend zieht es uns nochmal auf das nahe gelegene und wahrscheinlich berühmteste Schlachtfeld des US amerikanischen Bürgerkrieges. Grillen zirpen und Ruhe kehrt ein. Man kann sogar behaupten, es sei etwas gespenstisch geworden. Wie Grabsteine zieren Gedenktafeln den Strassenrand.




Andor und Anjali steigen nochmal auf einen weiteren Turm.

Glühwürmchen schwirren herum. Es ist allen etwas unheimlich - nur die Kids schlafen schon.
Wir fahren verschiedene Punkte der Schlacht an.












Kommt man tagsüber zum Schlachtfeld dann dürfen die historischen Kutschen nicht betreten werden, worauf Parkranger achten. Nachts macht das selbstverständlich auch keiner !!!!
Müde und um eine interessante Erfahrung reicher kehren wir ins Hotel zurück.

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