So, endlich habe auch ich (Anjali) wieder Gelegenheit, an diesem Blog mitzuwirken! 2,5 Wochen mit Babs, Andi und den Kindern liegen vor mir! Ich freue mich schon sehr..
Meine Reise von Aachen nach Washington, wo wir uns treffen wollen, führt mich zunächst über Berlin, da ich hier noch ein Meeting habe, bevor es dann weiter via Frankfurt nach Washington geht. Dies zeigt sich allerdings als absoluter Glücksfall, denn dadurch habe ich schon in Berlin meine Koffer eingecheckt. Als ich nämlich beim Zwischenstopp in Frankfurt am Lufthansa-Schalter stehe, um meine zweite Boarding-Karte zu bekommen, ist großes Chaos angesagt! Viele wütende Passagiere werden weggeschickt, die Maschine sei überbucht, es wüde für Ausweichmöglichkeiten (z.B. mit attraktiven 12 Stunden Stopp in Kanada) gesorgt werden. Ich habe allerdings einen Sitzplatz sicher, da ich schon lange vorher in Berlin eingecheckt habe. Vom Mann, der die Schalter-Dame neben mir laut beschimpft, erfahre ich den Grund für die Überbuchung: "Ich habe kein ESTA! Das ist eine Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika! Ich habe einen NATO-Marschbefehl!" Anscheinend sind also einige Bundeswehrsoldaten an Bord. Und ich bin dabei, wenn die NATO in Washington einmarschiert! Für den Rest der Reise verwende ich meine neu gelernten Befehlsgewalten bei sämtlichen Gelegenheiten: ICH REISE OHNE NATO-MARSCHBEFEHL!!!!
Dies ist der Komfort, den ich auf dem Flug Berlin-Frankfurt habe, auf dem Flug nach Washington wird mehr gequetscht..
Wir kommen dennoch heil in Washington an. Hier muss ich aber fast eine Stunde bei der Immigration anstehen, da alles ganz genau überprüft wird. Dies hat sich seit meinem Aufenthalt im Februar deutlich verschärft. Es werden auch Fangfragen und so gestellt, aber ich kann alles zufriedenstellend beantworten. Die Wartezeit kann gut überbrückt werden, da im Hintergrund das Frauen-WM Finale USA gegen Japan läuft. Draußen nimmt mich Barbara in Empfang, die immer und immer wieder Runden gedreht hat, da ich nicht rauskam. Andor und die Kinder sind mittlerweile im Auto eingeschlafen. Vom Flughafen fahren wir direkt in unser Hotel.
(Anmerkung Andor: Barbara hat ca. 45 Minuten vor dem Terminal im Wagen mit den Kindern gewartet und immer wieder umgeparkt. Sie wurde ziemlich nervös, weil ich nicht an mein Handy ging. Die Sprüche auf dem Anrufbeantworter wurden immer dringlicher. Ich war derweil am Terminal 1 und wartete auf Anjali. Diese kam und kam aber nicht. Ich erinnere mich noch an einem Chauffeur mit einem "Fr. Müller Wachtend - onk" Schild... Naja, als Anjali sich nicht blicken lässt bin ich zu Babs zurück und wir haben den Explorer vorschriftsmässig auf dem Kurzzeitparkplatz gestellt.)
Unser Hotel liegt in Leesburg in Virginia. Die Kolonie Virginia wurde 1607 von der Virginia Company of London gegründet und war die erste feste Niederlassung englischer Emigranten. Von den landwirtschaftlichen Anfängen hat sich Virginia heute zu einer wohlhabenden Region mit Hightech-Industrie entwickelt.
Im Hotel angekommen werden erstmal zur Freude der Kinder die Geschenke verteilt. Dann bestellen wir Pizza. Die Wartezeit verbringen Babs, die Mädchen und ich im Hotel-Pool. Das tut bei der Hitze sooo gut.. Andor döst derweil im Bett während er auf den Pizza-Boy wartet (?!) Es ist so schön, alle wiederzusehen. Wir freuen uns darüber, dass es sich irgendwie gar nicht komisch anfühlt, mit Barbara aus dem Physik-LK in Overbach und aus Aldenhoven in Begleitung ihrer Kinder in irgendeinem Pool in der Nähe von Washington zu plantschen....
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