Sonntag, den 11.6.2011
Wir fahren relaxt ab – die Hotelfrau wundert sich, dass Andor so viele Koffer und Tüten ins Auto packen kann. Vorher recherchiert und telefoniert Barbara mindestens 20 min für unser nächstes Hotel in Vancouver, Washington, da wir eine Münzwäscherei im Hotel benötigen. Leider weist Expedia diese Option nicht gesondert aus, aber wir finden ein nettes Hotel. Vor uns liegen etwa 5 Stunden Fahrtzeit mit einem Abstecher zum Mount Saint Helens.
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| Es geht noch einmal an Seattle Downtown und dem Boeing Headquarter vorbei. |
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| Das State Capitol von Washington in Olympia - Aber wir fahren nur auf der Interstate 5 daran vorbei. | |
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| Die Cowlitz River Bridge an der I-5 |
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| Hinter der Abfahrt von der Interstate 5 zum Saint Helens State Park essen wir bei Papa Pete’s Pizza. | |
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| Kim snackt etwas von der Riesenpizza, während Kira sich in der Spielhalle vergnügt. | |
Aber Kim macht kurz darauf mit...
Wir wählen die Nordroute, auf der man als einziges den Lavadome bewundern kann. Zunächst fahren wir zum Visitor Center.

In einer sehr interessanten Ausstellung lernen wir über die vulkanischen Aktivitäten der Erde und erfahren die Historie des Vulkanausbruchs. Andor erinnert sich noch gut an die wochenlange Präsenz des Vulkans in den Medien im Jahre 1980.
Am 20. März 1980 gab es ein großes Erdbeben mit einer Stärke von 4,2 auf der Richter-Skala, woraufhin der Berg 7 Tage später begann, Rauch auszustoßen und sich zu heben. Die Bewohner wurden vorsorglich evakuiert. Nur Harry Truman (Namensvetter des Präsidenten) wurde eine Medienpersönlichkeit, da er am See am Bergfuß wohnte und das Haus nicht verlassen wollte. Sein Spruch war: "If the mountain goes, I'm going with it."
Auf massiven Bürgerdruck wurden einige Bewohner am 17.5. wieder zu ihren Häusern gelassen. Am 18.5. brach allerdings der Vulkan aus, ohne viel Vorwarnung mit einem 5,1 Beben und dem Absturz der Nordseite des Berges . Es bildete sich ein Pyroklastischer Strom aus. Dieses bis 1000 °C heiße Gas-Fels-Gemisch bewegte sich bis 500 km/h talwärts und tötete neben Harry Truman 56 Leute.
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| Eine Modellplastik des Berges wie er sich heute darstellt. Die Bilder zeigen ihn damals (vor 1980) und heute. |
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| Der Ausbruch ist der bis heute am besten dokumentierte, da viele Beobachter vor Ort waren. |
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| Im Schlamm stecken noch die mitgerissenen Baumstämme. |
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| Hier ist der Beginn der Nationaldenkstätte. |

Auf dem Weg zum Vulkan steht eine Gedenkstätte, die zu Ehren der vielen freiwilligen Helfern errichtet wurde, die das 37 km lange und 30 km breite zerstörte Areal in Handarbeit wieder aufgeforstet haben.
Direkt an der Gedenkstätte ist eine Aussichtsplattform, welche den ersten Blick auf den Mount St. Helens freigibt.
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| Der Blick von der Plattform zum Berg. |
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| Ins Tal ergoss sich eine Schlammlavine aus Asche, Lava, der Bergkuppe und dem Wasser aus dem Spirit Lake, den der pyroklastische Strom einfach mitgerissen hat. |
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| Die grünen Bäume sind alle um die 20-25 Jahre alt und wurden allesamt mit der Hand eingepflanzt. |
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| Der Blick auf den Lavadome, der sich nach dem Ausbruch im Krater gebildet hat. |
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| Die Fallrichtung des Baumes zeigt an, wie die Druckwelle sich ausgebreitet hat. |
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| In direkter Nähe zum Vulkan befindet sich der 1982 gegründete Nationalpark. Hier werden keine Bäume gepflanzt und die Natur wird sich selber überlassen um die Regeneration erforschen zu können. |
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| Nach einer weiten Reise durch ein immer noch weitestgehend zerstörtem Gebiet erreichen wir das Observatorium. |
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| Am Modell wird erklärt, wie die Lava abfloss. Der pyroklastische Strom nahm eine andere Richtung. Die Asche verteilte sich über die Jetstreams sogar bis nach Europa. |
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| Lavaablagerungen datieren ältere Ausbrüche. |
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| Der obere Teil dieses Baums knickte um und verbrannte; für den Abbrand des unteren Teils war schon kein Sauerstoff mehr vorhanden. |
Der Mt. Saint Helens. Der Vulkan ist aktiv, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht merkt. Er wird mit ziemlicher Sicherheit in ca. 80 bis 110 Jahren erneut ausbrechen.
Es ist aber anzunehmen, dass es dann keine Verluste an menschlichem Leben geben wird.
Dank seines Ausbruchs weiß man heute wesentlich mehr über Vulkane als noch vor 1980.
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| Der Lincoln auf dem Parkplatz |

Die Straße endet hier und wir müssen die 50 Meilen lange Nordroute wieder zurückfahren. Auf der Interstate 5 geht es weiter nach Vancouver, WA.


Kira, Kim und Barbara gehen in den Pool, während Andy den Platz in der Wasch- und Trocknen-Warteschlange verteidigt. Trotzdem dauert die Aktion bis 1:30 (ca. 4h) aber auch nur, weil Andi auf den letzten Trocknergang verzichtet und die Wäsche im Hotelzimmer aufhängt.
Es läuft eben nicht immer alles glatt :)
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