Am Dienstag bleibt Babs zuhause und arbeitet dort, denn Kira und Kim haben ihre kinderärztliche Routineuntersuchung. Während die Familie in der Arztpraxis verschwindet, mache ich einen langen Spaziergang durch das eigentliche Stadtzentrum von Berkeley. Dabei fällt mir auf, dass in Berkeley viel mehr Leute auf der Straße zu leben scheinen als ich das z.B. aus Deutschland aber auch aus anderen amerikanischen Städten wie Boston kenne. Später unterhalten wir uns über mögliche Ursachen dafür wie hohe Wohnkosten oder das Hippietum hier. Berkeley scheint auf jeden Fall ein schönes Städtchen zu sein, in dem das Leben gemütlich vorangeht. Mittelpunkt und direkt im Stadtzentrum gelegen ist dabei natürlich der Campus der University of California.
Nach etwas mehr als einer Stunde sind die Kinder fertig. Beide waren wohl sehr brav bei der Kinderärztin. Sie hat viele Fragen gestellt, z.B. ob Kira und Kim immer angeschnallt seien beim Autofahren und eigene Sitze im Auto hätten und ob Babs und Andi leicht zugängliche, nicht gesicherte Waffen im Hause rumliegen hätten. Nachher zeigt mir Kira stolz ihr Sternpflaster, das sie bekommen hat, weil sie zur Impfung gepiekt wurde.
Nach einem schnellen Mittagessen zuhause, dem Conny virtuell beiwohnt, bringen Babs und ich Kira in die Preschool. Sie ist echt schon ein großes Mädchen, das in die Schule geht (und sehr stolz darauf, dass es Schule und nicht Kindergarten heißt). Sie hat sich schon gut daran gewöhnt, dort mit den anderen Kindern zu spielen und bleibt jeden Tag ein wenig länger zum Eingewöhnen.
Barbara und ich nutzen die freie Zeit zum Einkaufen in Albany. Im Supermarkt kaufe ich viele Lebensmittel, die wir in Deutschland nicht bekommen und die zum Teil bei mir bestellt wurden. Dann wollen wir eigentlich beim Optiker eine neue Sonnenbrille für Babs besorgen, denn ihre alte ist Kim zum Opfer gefallen. Wir fallen aus allen Wolken als uns gesagt wird, dass Brillen in Kalifornien verschreibungspflichtig sind und wir daher leider keine bekommen. Da sieht man die unterschiedliche Einstellung zu manchen Dingen. Hier sind im Supermarkt sehr viele Medikamente zu kaufen, die in Deutschland zum Teil verschreibungspflichtig, zum Teil aber zumindest apothekenpflichtig sind, was mich immer wieder beeindruckt. Auf der anderen Seite müssen sich dann aber auch Kalifornier sehr wundern, dass man Brillen mit Sehschärfe in Deutschland beim Aldi kaufen kann!
Kim und Andi haben mittlerweile ihren Mittagsschlaf beendet und wir holen die beiden zuhause ab. Dann fahren wir zurück ins Stadtzentrum, Andor geht zum Friseur und Kim, Babs und ich in einen schönen Buchladen mit großer Auswahl, wo wir natürlich fündig werden. Dann können wir das große Schulmädchen abholen und einen Ausflug zur Golden Gate Bridge und nach San Francisco machen. Wir fahren extra auf die Nordseite der Brücke, da man von hier aus atemberaubende Bilder von der Golden Gate Bridge mit San Francisco im Hintergrund machen kann. Das ganze wird dadurch noch perfekt, dass es ausnahmsweise keinen Nebel gibt und die Brücke sich im Sonnenuntergang schlichtweg von ihrer allerbesten Seite zeigt.
Nach ausgiebigen Foto-Sessions fahren wir über die Golden Gate in das Stadtzentrum von San Francisco. Von den Twin Peaks aus haben wir einen unglaublichen Blick auf das mittlerweile nächtliche San Francisco und machen tolle Bilder.
Dann fahren wir noch zu den Six Sisters (siehe voriger Blogeintrag von Andi im Januar). Hier ist im Gegensatz zum letzten Mal die Skyline zu sehen und Barbara gelingt das folgende tolle Bild.
Müde, aber begeistert fahren wir schließlich wieder zurück nach Albany. Da die Kinder im Auto geschlafen haben, toben sie noch eine Zeitlang vor allem mit Andi rum. Als sie schließlich schlafen gehen, machen wir Erwachsenen uns einen schönen Abend mit einem „kleinen Fläschlein“ Sekt.
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