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Oder wo sich unsere Familie sonst noch rumtreibt !

Mittwoch, 17. April 2013

Gatorland_2012

Di. der 6. März 2012

Nach einem ausgiebigen Gelage am Frühstücksbuffet....


...und einem kleinen Spaziergang durch das Resort, bei dem wir u.a. auch der Spielhalle mal kurz einen Besuch abstatten, packen wir unsere Sachen und brechen zum Gatorland auf.
Barbara hat die Anlage bereits als Elfjaehrige und nochmal als Teenager besucht und wollte aus diesem Grund unbedingt noch mal hierher kommen.
Eine breite Kreuzung braucht eben viele Ampeln :-)


Kim und Andi am Gator Mouth, der zur Parkeinweihung mal als Haupteingang diente. Kim hat sich Kiras Allüre abgeschaut, so dass sie nur von Papa geschoben werden will… Barbara darf zeitweise gar keinen Kinderwagen schieben und Andor drückt beide Wagen vorwärts. Wenn Barbara dann einen Wagen langsam übernimmt, haben wir oft ein Kind ausgetrickst oder müssen mit Geschrei eines der beiden Kinder leben.

Im Gatorland gibt es ... natürlich eine Menge (Alli-)Gatoren.













Der Schlangenweg im Gatorland erinnert daran, dass das Areal eine Zeit lang 'Snake Village' hiess. Der Name wurde dann allerdings geändert, als der Betreiber herausfand, daß viele Amerikaner mehr Angst vor Schlangen als Gatoren hatten und daher den Park mieden.













Neben den Gatoren und Schlangen sind auch viele Vögel Gäste auf dem Gelände. Diese bewegen sich frei zwischen den Besuchern und auf Hinweistafeln wird gebeten, diese nicht zu füttern, zumal die größeren Exemplare auch robust zubeißen könnten.


Im Gatorland findet man eine seltene Art von Weißen Gatoren. Dies sind keine Albinos sondern von Natur aus so bleich.
Chester 'der Hundefresser' ist ein Wildfang. Weil er sich mit den anderen Gatoren nicht verträgt hat er ein Einzelgehege.

Dieser 'Great Egret', auch bekannt als Silberreiher, lässt sich von einem Aligator spazieren schwimmen.
Die Kinder sind nicht zu bändigen und laufen links, quer und rechts hin und her. Schließlich betreten wir einen Streichelzoo, wo Haustiere bzw. harmloses Vieh, wie Ziegen, gefüttert werden kann. Das macht Kira und Kim besonders viel Spaß ... das die Ziegen nachher ihrerseits lebendig an die Gatoren verfüttert werden verschweige ich an dieser Stelle ;)


Nachdem die Ziegen also rundgemässtet wurden und wir uns alle die Hände gewaschen haben, machen wir uns zur Bahnstation auf. Die Warteschlange ist kurz, und so erwischen wir auch gleich den ersten Zug.

Wir sitzen im Zug.
Ob die Besatzung dieser Maschine von den Gatoren gefressen wurde? Wir werden es nicht heraus finden.

"Tschuh tschuh" ... einmal ums Karree.
Auf der Fahrt erzählt uns der Lokführer so einiges. Als der Park 1949 (also lange vor Disney World) hier gegründet wurde, hieß er noch 'Florida Wildlife Institute'. Der Name klang so förmlich, daß viele eine staatliche Institution dahinter vermuteten und den Park erst gar nicht betraten. Also nannte man den Park in 'Snake Village' um ... aber auch dies schreckte die Besucher ab. 1954 wurde dem Park dann der heutige Name 'Gatorland' verpasst. Wir erfahren auch, daß man zu den Anfängen des Parks Jungaligatoren für einen US$ das Stück kaufen und mitnehmen konnte.

Nach der Zugreise schaffen wir es gerade so noch rechtzeitig zur Gatorfütterung. Barbara schwärmt davon, weil sie diese Show schon als Kiddi gesehen hat und die Leute laut "Jump Gator, jump!" gerufen haben.


Aber das Wasser ist sehr kalt zu dieser Jahreszeit. Die Tage vor unserer Ankunft soll es zudem noch schwer gestürmt haben. Das alles macht die Gatoren sehr träge, so daß sie sogar zur Mittagssonne lieber am Land rumlungern um sich aufzuwärmen. Sie müssen vom Personal ins Wasser geworfen werden ... Hunger hat aber keines der Tiere, und Lust nach dem rohen Hähnchen zu springen schon mal gar nicht.

Aus diesem Grund machen die drei Parkwächter aus dem Gator Feeding auch mehr eine Klamauk Show um die Zuschauer dennoch zu unterhalten. Sie betreiben einen virtuellen Wettstreit, wer die meisten Gatoren füttert und sticheln ständig gegeneinander. Auf die Frage, ob der Kontrahend überhaupt einen Gator von einem Croc (Abk. für Krokodil) unterscheiden könne antwortet dieser: "Thats easy, dude. A croc has a long and pointet nose, like an 'A'. An alligator has a round and short nose that makes him look dump like 'U',"
(Ich hoffe man versteht den Witz, denn eigentlich müsste es Rund wie ein C sein.)
Also: Die Nase eines Crocs sieht wie ein A aus, die Nase eines Alligators wie ein C... anders herum wäre es einfacher zu merken ;)

Nach der Show stürmen Kira und Kim zum Wasserplantschen in den 'Splash Park', den sie schon vor der Show gesehen haben und deretwegen sie etwas quängelig wurden, weil sie da unbedingt hin wollten.



Zwischen den Gatoren plantschen macht Spaß. Auch wenn es heute nicht ganz so warm ist.

 














Papa sitzt lieber gechilled im Schatten, während sich die Kinder austoben.
Kira macht sich bis auf die Bux nass.


Der 'Breeding Marsh' ist ein Boardwalk an einem Gator Pond entlang. Hier bringen die Alligatoren bevorzugt ihre Kinder zur Welt. Dazu bauen sie Nester, in die sie ihre Eier legen. Rote Fähnchen in der Nähe sollen ein Nest markieren. Sehen tun wir allerdings keins.
Auch die Silberreiher bauen über den Pond ihre Nester. Die Nester liegen so hoch, daß die Gatoren diese nicht erreichen können. Die Anwesenheit der Gatoren schützt die Nester vor den üblichen Nesträubern wie dem Waschbären, der sich nicht mal ansatzweise in die Nähe eines solchen Ponds wagt.

Der Breeding Marsh von oben betrachtet.




Hinter dem Pond, wo die Gators ihre Kleinen großziehen, liegt das Gehege für die Crocs.
Auch Riesenschildkröten finden wir hier.


Als nächstes besuchen wir eine weitere Show: Das Gator Wrestling. Einer der Parkwächter zieht einen Gator aus dem Wassergraben und erklärt den Zuschauern, wie man sich einen Gator annähern kann. Betont dabei aber immer wieder, daß der Gator wesentlich stärker und auch schneller als er ist. Trotzdem hat der Gator eine Schwachstelle, die uns der Ranger eindrucksvoll demonstriert.
Um seine hervorstehenden Augen bei einem Angriff nicht zu verletzen, kann der Gator beim Zugreifen die Augäpfel komplett in seinem Schädel verschwinden lassen. Sie sozusagen wie eine Schnecke einziehen. Das macht der Gator auch, wenn man ihn mit der Hand über die Augen streichelt, instinktiv. Dabei schließt er auch automatisch seinen Mund. Wenn man ihn am Unterkiefer krault, öffnet er seinen Mund wieder.



Mit dem Griff an den Unterhiefer versucht der Gatorbändiger das Maul des Alligator zu öffnen, damit die Besucher diesen Betrachten als auch Fotografieren können.
Und dieses 'Kunststück' geling scheinbar nicht bei jeder Show. Hängt wohl von der Stimmung des Versuchtieres ab.












Als letztes steht noch der Swampwalk an ... ein weiterer Boardwalk führt über eine sumpflandschaft. Kira nennt dieses Gebiet "Stinky Sumpf", den es riecht doch etwas sehr abgestanden.






Man kann sich anhand des Landschaftsbildes gut vorstellen, wie es den ersten spanischen Konquistadoren wie z.B. de Soto ergangen haben muss, die in Hoffnung reicher Städte und Goldschätzen hier in Florida (spanischer Sprachgebrauch für 'Land nördl. von Mexico') an Land gingen und sich erst einmal Monate lang durch eine Sumpflandschaft mit Mosquitos, extremer Schwüle und feindlich gesinnten Ureinwohnern schlagen mussten.

Heute führt ein gemütlicher Holzsteg durch den Sumpf.
Wir wandern noch etwas herrum, da beginnt zum 2ten mal die Gator Jumpparoo Show.
Die Tiere wollen nicht so ganz...
Nach einigen Mühen begeben sich dann doch einige Gators ins Wasser.
Nicht hungrig sind die Tiere nicht sehr begeistert von der Aussicht auf einen kleinen Snack.
Wird dieser Alligator dann doch zupacken?
"Pff... Ich doch nicht! Nicht heute!"
"Naja, vieleicht mal dran riechen. Schadet ja nix."
"Naja, wenn ich schon mal hier bin, dann nehme ich's halt mit."
Wieder aus dem Park wird noch mal am Gator Mouth gepost.
Wir bleiben noch bis der Park gegen 6pm die Tore dicht macht und fahren dann direkt in unser neues Hotel, dem Hyatt Regency Grand Cypress, wo die Konferenz statt findet. Hier werden wir die nächsten drei Tage nächtigen. Wir haben extra einen Tag länger gebucht um etwas ungestresster zu sein.
Das Hotel liegt im noch nicht komplett erschlossenen Grand Cypress Resort und hat einiges zu bieten. Das Resort liegt gleich an den ganzen Disney Resorts, die um das Epcot Center herum verteilt liegen. Auch Disney World liegt gleich nebenan.

Dies wird unser Hotel für die nächsten Tage sein.

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